SEC stellt Verfahren in Höhe von 257 Millionen Dollar gegen BitClout-Gründer ein

SEC stellt Verfahren in Höhe von 257 Millionen Dollar gegen BitClout-Gründer ein
SEC lässt Klage gegen BitClout-Gründer Nader Al-Naji fallen

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihr seit fast zwei Jahren laufendes Verfahren gegen den BitClout-Gründer Nader Al-Naji beendet. Die Aufsichtsbehörde beantragte beim U.S. District Court for the Southern District of New York die Abweisung des Verfahrens.

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Nach Angaben der SEC folgte die Entscheidung auf eine Neubewertung der Beweislage sowie auf die Arbeit einer speziellen Krypto-Taskforce, die 2025 eingerichtet wurde, um einen neuen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu entwickeln. Gleichzeitig betonte die Behörde, dass die Einstellung dieses Falles keine breitere Änderung ihrer Haltung gegenüber anderen Krypto-Durchsetzungsmaßnahmen bedeutet.

Der Fall wurde "mit Vorurteil" abgewiesen, was bedeutet, dass die SEC in Zukunft nicht dieselben Anklagen gegen Al-Naji oder andere in den Fall involvierte Angeklagte erheben kann.

Vorwürfe gegen den BitClout-Gründer

Die SEC reichte die Klage im Juli 2024 ein und beschuldigte Al-Naji, durch den Verkauf von BTCLT-Token, die mit der Social-Media-Plattform BitClout verbunden waren, mehr als 257 Mio. US-Dollar eingesammelt zu haben. Laut der Aufsichtsbehörde wurde den Anlegern gesagt, dass die Gelder nicht zur Entschädigung des Projektteams verwendet würden. Die Ermittler behaupteten jedoch, dass ein Teil des Geldes für persönliche Ausgaben verwendet wurde, darunter die Miete einer Luxusvilla in Beverly Hills und Geldgeschenke an Familienmitglieder.

Die SEC behauptete auch, dass Al-Naji die Plattform als dezentralisiert darstellte, während er angeblich hinter den Kulissen die effektive Kontrolle über das Projekt behielt. Zusätzlich zur SEC-Klage hatte das US-Justizministerium eine parallele Untersuchung wegen potenziellen Betrugs über Kabel eingeleitet. Auch dieses Verfahren wurde im Februar 2025 eingestellt.

Als Teil der Vereinbarung mit der SEC verzichtete Al-Naji auf sein Recht, von der Aufsichtsbehörde die Erstattung der Anwaltskosten zu verlangen.

Die sich verändernde Haltung der SEC gegenüber der Kryptoindustrie

Die Abweisung des BitClout-Falls erfolgt inmitten einer allmählichen Neubewertung der Durchsetzungsstrategie der SEC gegenüber Kryptounternehmen. In den letzten Monaten hat die Aufsichtsbehörde mehrere hochkarätige Untersuchungen eingestellt oder überdacht.

Zum Beispiel arbeiten die SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Berichten zufolge an einem koordinierteren Ansatz zur Regulierung des US-Kryptowährungsmarktes. Analysten bringen diese Entwicklungen mit der Entstehung eines neuen regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte in Verbindung, der den Schwerpunkt von aggressiven Durchsetzungsmaßnahmen auf klarere Marktregeln verlagern könnte.

Gleichzeitig erhöht die wachsende Rolle von Bitcoin-Spot-ETFs und institutionellen Anlegern den Druck auf die Regulierungsbehörden, ein berechenbareres rechtliches Umfeld für die Kryptoindustrie zu schaffen.

Zuvor wurde berichtet, dass die SEC Beschränkungen für den Handel mit tokenisierten Aktien in Betracht zieht.

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