Japan plant, Kryptowährungen als Finanzprodukte zu klassifizieren
Japans Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) bereitet einen Gesetzesvorstoß vor, der Kryptowährungen formal als Finanzprodukte unter dem Financial Instruments and Exchange Act des Landes klassifizieren würde, so ein Bericht von Nikkei vom 30. März.
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Die Reform, die voraussichtlich bereits 2025 eingeführt und möglicherweise 2026 in Kraft treten wird, könnte Krypto-Assets unter eine strengere regulatorische Aufsicht stellen, einschließlich der Anwendung von Insiderhandelsgesetzen, berichtet Cointelegraph.
Unterstellung von Kryptowährungen unter das traditionelle Finanzrecht
Nach den vorgeschlagenen Änderungen würden Kryptowährungen nicht mit traditionellen Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen gruppiert, sondern als eine eigene Klasse von Finanzprodukten behandelt werden. Diese Verschiebung würde es den Behörden ermöglichen, Regeln zum Verbot des Insiderhandels anzuwenden und damit den bereits auf den Aktienmärkten geltenden Schutz auf digitale Vermögenswerte auszuweiten.
Im Falle der Verabschiedung des Gesetzes müssten sich Unternehmen, die in Japan Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen anbieten, bei der FSA registrieren lassen, wodurch sie stärker an konventionelle Finanzinstitute angeglichen würden. Die FSA hat jedoch noch nicht geklärt, wie das Gesetz für ausländische Kryptounternehmen gelten würde, die keine physische Präsenz in Japan haben.
Einzelheiten zur Behandlung der verschiedenen Arten von digitalen Vermögenswerten - insbesondere die Unterscheidung zwischen wichtigen Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) und riskanteren Token wie Memecoins - werden noch diskutiert.
Breiterer Vorstoß für eine Pro-Krypto-Reform
Dieser regulatorische Schritt ist der jüngste in einer Reihe von kryptofreundlichen Initiativen der japanischen Behörden. Anfang März erteilte die FSA ihre erste Lizenz für Stablecoin-Geschäfte an SBI VC Trade, eine Tochtergesellschaft des Finanzriesen SBI Holdings. Das Unternehmen bereitet sich darauf vor, den USDC von Circle zu unterstützen und signalisiert damit eine vorsichtige, aber wachsende Akzeptanz von Blockchain-basierten Zahlungslösungen.
Die regierende Liberaldemokratische Partei Japans arbeitet ebenfalls daran, das Land als Drehscheibe für digitale Vermögenswerte wettbewerbsfähiger zu machen. Zu den jüngsten Vorschlägen gehören die Senkung der Kapitalertragssteuer auf Kryptogewinne von 55 % auf 20 % und die Klassifizierung digitaler Vermögenswerte als separate Anlageklasse - ein Versuch, die Belastung für Investoren zu verringern und die inländische Innovation zu fördern.
Darüber hinaus tauchten im Februar Berichte auf, dass die FSA erwägt, Japans Verbot von börsengehandelten Krypto-Fonds (ETFs) aufzuheben und das Land damit an Jurisdiktionen wie Hongkong anzugleichen, das im April 2024 Krypto-ETFs zugelassen hat.
Blick in die Zukunft
Wenn die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden, wird sich Japan einer wachsenden Liste von großen Volkswirtschaften anschließen, die neu definieren, wie Kryptowährungen rechtlich behandelt werden. Die Bemühungen zielen darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Anlegerschutz und Innovation zu schaffen, und könnten die Rolle Japans als regulatorischer Vorreiter im globalen Raum für digitale Vermögenswerte stärken.
Dennoch bleiben wichtige Fragen offen - insbesondere in Bezug auf die grenzüberschreitende Durchsetzung dieser Regeln und die Frage, wie zwischen den verschiedenen Arten von digitalen Token unterschieden werden soll. Während die FSA ihr Rahmenwerk fertigstellt, wird die Kryptoindustrie dies genau beobachten.
Kürzlich schrieben wir, dass die britische Financial Conduct Authority (FCA) sich darauf vorbereitet, bis 2026 ein deutlich strengeres Regelwerk für Kryptowährungen einzuführen.
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