Bitcoin überschreitet die Halbzeitmarke im Halving-Zyklus, während der Kurs hinter früheren Zyklen zurückbleibt
Das Bitcoin-Netzwerk hat die Hälfte des aktuellen Halbierungszyklus hinter sich gelassen, wobei die nächste Kürzung der Miner-Belohnungen für den 12. April 2028 erwartet wird. Aber während sich das monetäre Modell wie geplant entfaltet, war die Preisentwicklung dieses Mal viel verhaltener: Seit der Halbierung im April 2024 hat Bitcoin nur etwa 15% zugelegt und liegt damit deutlich hinter dem Tempo früherer Zyklen zurück.
Höhepunkte
- Bitcoin hat 50,01 % des aktuellen Halbierungszyklus erreicht, wobei die nächste Halbierung für den 12. April 2028 erwartet wird.
- Die Miner-Belohnungen liegen jetzt bei 3,125 BTC pro Block, während die Neuemissionen bei etwa 450 BTC pro Tag liegen.
- Seit der Halbierung im Jahr 2024 ist Bitcoin nur um etwa 15 % gestiegen, eine viel schwächere Leistung als in früheren Zyklen.
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Auf halbem Weg durch den Zyklus, ohne die alte Euphorie
Nach Angaben von CoinDesk, die sich auf mempool.space berufen, hat Bitcoin 50,01 % des aktuellen Halbierungszyklus erreicht. Diese Phase, bekannt als Epoche 5, begann nach der Halbierung im April 2024 und wird bis 2028 andauern. In der Vergangenheit haben diese Zyklen den Angebotsrhythmus auf dem Markt bestimmt: Alle 210.000 Blöcke wird die Belohnung für die Schürfer halbiert, wodurch die Geschwindigkeit, mit der neue Münzen in Umlauf kommen, verringert wird.
Dieses Mal war die Reaktion des Marktes jedoch verhaltener als in früheren Jahren. Bitcoin wird derzeit bei etwa 75.679 $ gehandelt, verglichen mit etwa 64.969 $ zum Zeitpunkt der Halbierung im April 2024. Obwohl BTC im Oktober 2025 auf über 125.000 $ kletterte, bleibt der Gesamtgewinn gegenüber dem Halbierungsniveau im historischen Vergleich bescheiden. Fidelity stellte bereits im letzten Jahr fest, dass Bitcoin an der 25 %-Marke dieses Zyklus bereits deutlich schwächere Zuwächse verzeichnete als nach den Halbierungen von 2016 und 2020, als der Preis in einer vergleichbaren Phase um mehrere hundert Prozent gestiegen war.
Das Angebot wird planmäßig knapper
Miner erhalten jetzt 3,125 BTC pro Block, gegenüber 6,25 BTC vor der Halbierung 2024. Mit Blöcken, die etwa alle 10 Minuten geschürft werden, gibt das Netzwerk etwa 450 BTC pro Tag aus. Dieses Tempo wird automatisch beibehalten: Die Mining-Schwierigkeit wird alle 2.016 Blöcke angepasst, um die Ausgabe unabhängig von Änderungen der Hash-Rate stabil zu halten.
Durch diesen Mechanismus wird das Bitcoin-Angebot immer restriktiver. Mehr als 95 % aller Bitcoins wurden bereits geschürft, und im März überschritt das Netzwerk die Marke von 20 Millionen BTC von maximal möglichen 21 Millionen. Vor diesem Hintergrund ist die jährliche Angebotsinflation auf unter 1 % gesunken, was die Knappheit von Bitcoins als entscheidendes Merkmal unterstreicht.
Ein neuer Marktrhythmus
Die wichtigste Erkenntnis aus dem aktuellen Zyklus ist, dass Bitcoin als Vermögenswert zu reifen scheint. Je größer die Marktkapitalisierung und je breiter die institutionelle Akzeptanz ist, desto mehr Kapital wird benötigt, um den Preis stark zu bewegen.
Fidelity hat direkt argumentiert, dass der Markt zunehmend gesättigt ist, während die Volatilität und die halbierungsbedingten Renditen allmählich zurückgehen.
Das schmälert nicht die Bedeutung der Halbierung selbst, aber es verändert ihre Wirkung: Das Ereignis verknappt immer noch das Angebot, aber es ist immer unwahrscheinlicher, dass es die Art von sofortigen und extremen Anstiegen auslöst, die in früheren Jahren zu beobachten waren.
Wie bereits berichtet, nähert sich Bitcoin inmitten der Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran der 75.000 $-Marke.
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