US-Arbeitsmarktbericht übertrifft Prognosen, während BTC stabil bleibt
Der US-Arbeitsmarkt entwickelte sich im April stärker als erwartet und gab den Anlegern damit ein weiteres Signal dafür, dass die Wirtschaft weiterhin widerstandsfähig ist. Bitcoin hielt sich nach Bekanntgabe der Daten nahe der Marke von 80.265 US-Dollar, doch der Bericht könnte es den Märkten erschweren, rasche Zinssenkungen der US-Notenbank einzupreisen.
Höhepunkte
- Die US-Wirtschaft schuf im April 115.000 neue Arbeitsplätze und übertraf damit die Erwartungen von 65.000.
- Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 %.
- Der Bitcoin-Kurs hielt sich kurz nach Bekanntgabe des Berichts nahe der 80.200-Dollar-Marke.
- Die starken Arbeitsmarktdaten könnten den Druck auf die Fed verringern, die Zinsen rasch zu senken.
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Beschäftigungszahlen übertreffen Erwartungen
Die US-Wirtschaft schuf im April 115.000 neue Arbeitsplätze und lag damit deutlich über den 65.000, die von den von Bloomberg befragten Ökonomen erwartet worden waren. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 %, was darauf hindeutet, dass sich der Arbeitsmarkt nach mehreren unbeständigen Monaten stabilisiert.
Die Beschäftigungszahlen für März wurden auf 185.000 nach oben korrigiert, während die Daten für Februar nach unten revidiert wurden und nun einen Rückgang von 156.000 Arbeitsplätzen ausweisen. Insgesamt deuten die Zahlen auf einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt hin, der jedoch nicht so stark nachlässt, dass die Fed zu einer sofortigen Kursänderung gezwungen wäre.
Der Bericht erscheint zu einem für die Märkte heiklen Zeitpunkt. Investoren versuchen einzuschätzen, ob die US-Wirtschaft eine stärkere Konjunkturabkühlung vermeiden kann, während die Inflation weiterhin über dem Ziel der Fed liegt.
Bitcoin bleibt nach dem Bericht stabil
Bitcoin notierte in den Minuten nach Veröffentlichung der Daten bei rund 80.265 US-Dollar und zeigte damit kaum Veränderungen gegenüber den vorangegangenen 24 Stunden. US-Aktienindex-Futures bauten ihre Gewinne aus, wobei die Nasdaq-100-Futures um etwa 0,9 % stiegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gab um rund 2 Basispunkte auf 4,37 % nach.
Für die Kryptomärkte sendet der Bericht gemischte Signale. Ein stärkerer Arbeitsmarkt stützt die Risikobereitschaft und mindert Rezessionsängste, was Vermögenswerten wie Aktien und Bitcoin zugutekommen kann. Gleichzeitig geben solide Arbeitsmarktdaten der Fed weniger Anlass, die Zinsen rasch zu senken.
Das ist für Bitcoin von Bedeutung, da sich der Vermögenswert oft besser entwickelt, wenn die Märkte lockere finanzielle Bedingungen und mehr Dollar-Liquidität erwarten. Sollte die Fed die Zinsen länger hoch halten, könnte der Weg nach oben für BTC kurzfristig schwieriger werden.
Die US-Notenbank beließ ihren Leitzins letzte Woche unverändert bei 3,50 % bis 3,75 %, da die Entscheidungsträger weiterhin das nachlassende Wachstum gegen den anhaltenden Inflationsdruck abwogen.
Wie geht es weiter für die Kryptomärkte?
Die entscheidende Frage lautet nun, ob der Arbeitsmarktbericht für April die Erwartungen hinsichtlich der Fed-Politik verändert. Sollten die kommenden Inflationsdaten weiterhin robust ausfallen, könnten Händler ihre Erwartungen für Zinssenkungen zurückstellen und damit das kurzfristige Aufwärtspotenzial von Bitcoin begrenzen.
Ein günstigeres Szenario für BTC wäre eine Kombination aus stabiler Beschäftigungslage und nachlassender Inflation. Dies würde darauf hindeuten, dass die Wirtschaft nicht in eine Rezession abgleitet, während den Entscheidungsträgern dennoch Spielraum für eine Lockerung im weiteren Jahresverlauf bleibt.
Die Märkte beobachten zudem die erwartete Bestätigung von Kevin Warsh als nächstem Vorsitzenden der Federal Reserve im Laufe dieses Monats. Seine ersten Äußerungen zu Inflation, Beschäftigung und Zinsen könnten sowohl für traditionelle Märkte als auch für Krypto-Händler zu einem neuen Schwerpunkt werden.
In einem früheren Bericht haben wir darauf hingewiesen, dass der Bankenausschuss des Senats am Freitag über den Entwurf des CLARITY Act beraten wird.
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