BTC/USD: Erneute Abwärtsrisiken durch Treasury-Renditen und ETF-Abflüsse
BTC/USD wird am 13. Oktober nach einer weiteren Phase hoher Volatilität bei etwa 83.300–83.400 $ gehandelt. Dabei fiel der Kurs kurzzeitig in Richtung 81.200 $, bevor er sich über 83.000 $ erholte. Im Stundenchart versucht Bitcoin, sich oberhalb seiner kurzfristigen gleitenden Durchschnitte bei etwa 82.800–83.100 $ zu stabilisieren, während der längerfristige gleitende Durchschnitt bei rund 83.800–84.000 $ die Erholung weiterhin begrenzt.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

⠀
Institutionelle Nachfrage bleibt angesichts der ETF-Abflüsse schwach
⠀Die jüngsten Kursbewegungen zeigen, dass Bitcoin bei Rücksetzern unter 82.000 $ aktiv gekauft wird. Den Bullen ist es bislang jedoch nicht gelungen, anhaltendes Aufwärtsmomentum aufzubauen. Unterdessen bleibt die Situation bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs eine der wichtigsten Unsicherheitsquellen. Vorläufigen Daten mehrerer Aggregatoren zufolge verzeichneten die Fonds am 7. Oktober Nettoabflüsse von etwa 485 Mio. $ und am 8. Oktober weitere 244 Mio. $, während am 9. Oktober lediglich Zuflüsse von rund 21 Mio. $ registriert wurden.⠀Damit beliefen sich die gesamten Nettoabflüsse in der Woche vom 5. bis 9. Oktober auf etwa 679 Mio. $ und beendeten eine zweiwöchige Phase positiver Kapitalströme. Besonders deutlich war der Abbau von Anlegerpositionen bei Fidelity FBTC, während BlackRock IBIT eine robustere Entwicklung zeigte. Die Zahlen der einzelnen Aggregatoren weichen jedoch voneinander ab, sodass die neuesten Daten noch überprüft werden müssen.⠀Treasury-Renditen bieten nur begrenzte Entlastung
⠀Das Hauptproblem für Bitcoin besteht darin, dass institutionelle Käufe den Druck kurzfristiger Verkäufer bislang nicht ausgleichen konnten. Eine Erholung der ETF-Nachfrage bleibt daher eine notwendige Voraussetzung für eine nachhaltigere Rally. Zusätzlichen Einfluss hat der US-Treasury-Markt, an dem die Renditen nach einer längeren Anstiegsphase zu sinken begonnen haben.⠀Heute fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von den jüngsten Höchstständen nahe 5,35 % auf etwa 5,19 %, während der US-Dollar-Index DXY von einem 18-Monats-Hoch zurückging. Auslöser waren niedrigere Ölpreise und Äußerungen des Fed-Vertreters Christopher Waller, der darauf hinwies, dass die erhöhten Anleiherenditen die Finanzierungsbedingungen bereits eigenständig straffen.⠀Marktschätzungen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung bei der Sitzung am 28. Oktober auf etwa 19 % gesunken, verglichen mit zuvor nahezu 70 %. Dies ist eine moderat positive Entwicklung für den Kryptomarkt, da niedrigere Renditen die Attraktivität risikofreier Anlagen verringern. Die Zinssätze bleiben jedoch absolut betrachtet hoch, während die anhaltende Neubewertung von US-Anleihen die Bereitschaft der Anleger begrenzt, ihr Engagement in volatilen Anlagen zu erhöhen.⠀US-Inflationsdaten könnten eine entscheidende Kursbewegung auslösen
⠀Ein wichtiger Test für den Kryptomarkt steht mit der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten für September am 14. Oktober bevor. Bei der Gesamtinflation wird im Jahresvergleich eine Beschleunigung von 3,4 % auf 3,6 % erwartet. Am 15. Oktober folgen Daten zum Erzeugerpreisindex, zu den Einzelhandelsumsätzen und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Eine höhere Inflation könnte die Treasury-Renditen erneut nach oben treiben und den Druck auf Bitcoin verstärken, insbesondere wenn die Konsumausgaben die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigen.⠀Sollte sich der Preisanstieg hingegen verlangsamen, wäre mit einer Zinspause der Fed zu rechnen, was BTC/USD die Rückkehr in den Bereich von 84.500–85.000 $ ermöglichen könnte. Der entscheidende Faktor bleibt jedoch die Reaktion institutioneller Anleger: Ohne erneute und anhaltende Kapitalzuflüsse in ETFs könnten selbst günstige makroökonomische Daten nur eine kurzfristige Erholung auslösen. Insgesamt befindet sich Bitcoin weiterhin in einer Phase instabiler Konsolidierung, wobei das Risiko eines weiteren Rückgangs fortbesteht. Der nachlassende Druck am Anleihemarkt verbessert die Bedingungen für eine Erholung jedoch allmählich.⠀Derzeit deutet, wie in BTC/USD faces renewed downside risks as Treasury yields and ETF outflows weigh on sentiment angemerkt, die Unfähigkeit der Bullen, den Widerstand im Bereich von 84.000–84.200 $ zu überwinden, auf zunehmende Risiken eines Rückgangs in Richtung 80.000 $ hin. Solange die Bullen jedoch die Unterstützung bei 83.100 $ verteidigen können, besteht weiterhin die Möglichkeit, diesen Widerstand zu durchbrechen.- Forex
- Crypto