Gemini wirft JPMorgan wettbewerbswidriges Verhalten auf dem Kryptomarkt vor

Gemini wirft JPMorgan wettbewerbswidriges Verhalten auf dem Kryptomarkt vor
JPMorgan übt Vergeltung an Gemini wegen eines Tweets

Gemini-Mitbegründer Tyler Winklevoss behauptet, dass der Bankenriese JPMorgan den Registrierungsprozess der Kryptobörse als Vergeltung für seine öffentliche Kritik angehalten hat.

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Winklevoss behauptet, dass JPMorgan das Onboarding von Gemini-Kunden aufgrund seines kritischen Beitrags über die neue Politik der Bank in Bezug auf den Zugang zu Kundendaten pausiert hat. Der Streit geht auf einen Bericht von Bloomberg zurück, wonach JPMorgan von Fintech-Firmen Gebühren für den Zugriff auf die Bankdaten ihrer Kunden verlangen will.

Winklevoss zufolge könnte dieser Schritt kryptobezogene Fintechs in den Ruin treiben, eine Sorge, die er auf der Plattform X teilte. In einem Folgeposting behauptete er, dass JPMorgan daraufhin die Registrierung von Gemini gestoppt habe, wobei er ausdrücklich seine Kritik als Grund nannte.

"Mein Tweet von letzter Woche hat einen Nerv getroffen. Diese Woche teilte uns JPMorgan mit, dass sie die erneute Registrierung von Gemini deswegen stoppen, nachdem sie uns während der Operation Chokepoint 2.0 fallen gelassen haben", schrieb er.

Langfristig angespannte Beziehungen

Wie Cointelegraph berichtet, ist die Beziehung von Gemini zu JPMorgan seit Jahren angespannt. Im Jahr 2023, während der Biden-Administration, drängte die Bank Gemini angeblich dazu, sich einen anderen Bankpartner zu suchen, da sie Bedenken hinsichtlich der Rentabilität hatte - obwohl Gemini dies zu der Zeit bestritt.

Jetzt beschuldigt Winklevoss JPMorgan direkt, den Zugang der Verbraucher zu Finanzdaten über Plattformen wie Plaid - einem Drittanbieterdienst, der Apps mit Finanzkonten verbindet - einschränken zu wollen.

"Sorry, Jamie Dimon, wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen. Wir werden weiterhin dieses wettbewerbsfeindliche Verhalten, gieriges Gatekeeping und unmoralische Versuche, Fintech- und Krypto-Unternehmen in den Bankrott zu treiben, aufdecken. Wir werden niemals aufhören, für Fairness zu kämpfen", so Winklevoss.

Der Konflikt könnte sich auch auf Geminis jüngsten IPO-Antrag auswirken, der erst letzten Monat eingereicht wurde.

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