Goldman Sachs sieht Stablecoins als neue Kraft im globalen Finanzsystem

Goldman Sachs sieht Stablecoins als neue Kraft im globalen Finanzsystem
Goldman Sachs hebt Anstieg der Tokenisierung hervor

Goldman Sachs, eine der größten Investmentbanken der Welt, hat eine neue Studie veröffentlicht, in der Stablecoins als Instrumente dargestellt werden, die in der Lage sind, die globalen Märkte neu zu gestalten. Die Bank geht davon aus, dass der derzeitige 271-Milliarden-Dollar-Markt erheblich wachsen könnte, unterstützt durch eine strengere Regulierung und ein steigendes Vertrauen der Institutionen.

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Der Bericht hebt die Verabschiedung des US-amerikanischen GENIUS-Gesetzes hervor, des ersten umfassenden föderalen Rahmens für die Emission von Stablecoins. Das Gesetz schreibt eine vollständige Rücklagenunterlegung, monatliche Offenlegungen und die Überwachung durch die Bankenaufsichtsbehörden vor. Laut Brian Brooks, dem ehemaligen Acting Comptroller of the Currency, schafft das GENIUS-Gesetz ein "Gefühl der Sicherheit", das einen wahren "Stablecoin-Goldrausch" auslösen könnte.

Unternehmensinteresse und Stabilitätsrisiken

Der USD Coin (USDC) Emittent Circle ging kürzlich an die Börse, während Giganten wie Walmart und Amazon Berichten zufolge die Einführung eigener Stablecoins prüfen. Diese Schritte unterstreichen die zunehmende kommerzielle Attraktivität von tokenisierten Vermögenswerten und innovativen Zahlungslösungen.

Die Aussichten sind jedoch nicht unumstritten. Der UC Berkeley-Professor Barry Eichengreen warnt davor, dass ein schnelles Wachstum der privat ausgegebenen digitalen Währungen an die Probleme der Free-Banking-Ära des 19. Jahrhunderts erinnern könnte, als konkurrierende Banknoten das Vertrauen in das Finanzsystem untergruben. Jahrhunderts erinnern, als konkurrierende Banknoten das Vertrauen in das Finanzsystem untergruben. Er argumentiert, dass die Verbreitung von Stablecoins selbst mit Mindestreserveanforderungen die "Einzigartigkeit des Geldes" fragmentieren und neue systemische Risiken einführen könnte.

Auswirkungen auf die Märkte und das Bankensystem

Die Analysten von Goldman bewerteten die Auswirkungen in mehreren Bereichen. Für die Emittenten von Stablecoins dürften sich die Möglichkeiten erweitern, da sich die Tokenisierung von realen Vermögenswerten - von Aktien bis hin zu Hypotheken - beschleunigt. Für traditionelle Zahlungsnetzwerke glauben die Analysten, dass die Risiken einer Unterbrechung überbewertet werden, da viele Unternehmen bereits eine Rolle bei der Verarbeitung von Stablecoin-Transaktionen spielen.

Der Bericht bewertet auch die möglichen Auswirkungen auf den US-Schatzmarkt. Brooks prognostiziert eine steigende Nachfrage, da Stablecoins durch Staatsschulden gedeckt werden müssen. Die Goldman-Strategen geben jedoch zu bedenken, dass die Gesamtauswirkungen von der Geschwindigkeit der Einführung und den Kapitalzuflüssen abhängen werden. Was die Bankeinlagen betrifft, so dürften sich die Abflüsse in nächster Zeit in Grenzen halten, da für Stablecoins keine Zinsen gezahlt werden und sie durch die FDIC-Versicherung geschützt sind.

Abschließend stellt der Bericht fest, dass Stablecoins nicht mehr nur ein Nischenprodukt der Kryptowirtschaft sind, sondern sich zu einer neuen Säule des globalen Finanzsystems entwickeln, die schon bald mit den traditionellen Zahlungs- und Finanzierungsmechanismen konkurrieren könnte.

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