Interpol jagt brasilianischen Anführer hinter millionenschwerem Kryptowährungsdiebstahl
Die Behörden in Buenos Aires haben ein ausgeklügeltes internationales Hackernetzwerk ausgehoben, das beschuldigt wird, Millionen von Dollar von Privatpersonen und Unternehmen gestohlen zu haben.
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Die als Operation Copacabana bezeichnete Untersuchung deckte eine kriminelle Gruppe auf, die einen Trojanervirus namens "Grandoreiro" ausnutzte, um auf Bankdaten zuzugreifen und Gelder auf Kryptowährungskonten abzuschöpfen, wie Livecoins berichtet.
Laut der argentinischen Bundespolizei ist der Anführer der Bande, ein brasilianischer Staatsangehöriger, der in Copacabana, Rio de Janeiro, lebt, weiterhin auf freiem Fuß und ist Gegenstand eines internationalen Haftbefehls von Interpol.
Die Ermittler fanden heraus, dass der Anführer 70 % der gestohlenen Gelder in Höhe von etwa 650.000 R$ (130.000 $) erhielt, während die restlichen 30 % in Argentinien verblieben.
Wie die Hacker operierten
Die Bande, die aus mindestens zehn Mitgliedern besteht, infizierte die Geräte der Opfer mit "Grandoreiro", wodurch sie die Kontrolle über private und geschäftliche Bankkonten erlangen konnten. Sobald sie kompromittiert waren, überwiesen die Hacker Gelder auf Zwischenkonten und wandelten sie schließlich in Kryptowährungen um.
Die Gelder wurden weiter auf Konten bei Plattformen wie Mercado Pago und Banco Galicia geschleust. Ein 24-jähriger argentinischer Hacker, der eine Schlüsselrolle bei der Wäsche des gestohlenen Geldes spielte, wurde bei Razzien in Buenos Aires und Mariano H. Alfonzo festgenommen.
Bei den Ermittlungen wurde auch "Los Chicos", die argentinische Zelle der Operation, identifiziert, die unter der Leitung des brasilianischen Anführers agierte.
Bei den Razzien wurden wichtige Beweismittel, darunter digitale Geräte und Bankunterlagen, beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft hat die Beteiligten wegen krimineller Vereinigung und Computerbetrugs angeklagt und dies mit der Komplexität des Netzwerks und dem Ausmaß des finanziellen Schadens begründet.
Während die Behörden weiter nach dem brasilianischen Anführer fahnden, hat die Operation Copacabana die Schwachstellen in der grenzüberschreitenden Cybersicherheit aufgezeigt und die globale Reichweite der modernen Cyberkriminalität verdeutlicht.
Kürzlich hat Interpol eine rote Notiz für Richard Schueler, auch bekannt als Richard Heart, Gründer der Kryptobörse PulseX, herausgegeben. Die finnischen Behörden fahnden nach dem US-Bürger wegen angeblicher Steuerhinterziehung und Übergriffen auf eine Minderjährige.
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