WTI stabilisiert sich bei schwindendem geopolitischem Risiko und verbesserten Angebotsaussichten
WTI versucht sich nach einer scharfen Korrektur zu stabilisieren, da Händler die geopolitische Risikoprämie weiter abbauen, die die Preise während des jüngsten Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark nach oben getrieben hatte. Obwohl die Lage im Nahen Osten fragil bleibt und sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus noch nicht vollständig normalisiert hat, haben Erwartungen an erneute diplomatische Bemühungen die Sorgen vor einer lang anhaltenden Versorgungsunterbrechung verringert.
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Infolgedessen hat sich der Fokus des Marktes wieder auf die zugrunde liegenden Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage verlagert.
Dennoch sind die geopolitischen Risiken nicht verschwunden. Jede erneute Eskalation unter Beteiligung des Irans oder Störungen der Schifffahrt im Golf könnten die Volatilität schnell zurückbringen und die Rohölpreise steigen lassen, was den Spielraum für eine anhaltende Abwärtsbewegung begrenzt.
OPEC+-Produktionssteigerung belastet die Stimmung
Die Fundamentaldaten sind weniger unterstützend geworden, nachdem die OPEC+ eine weitere Produktionssteigerung von 188.000 Barrel pro Tag für August bestätigt hat und damit die schrittweise Rücknahme der freiwilligen Förderkürzungen fortsetzt. Die Gruppe bekräftigte zudem, dass künftige Produktionsanpassungen flexibel und abhängig von den Marktbedingungen bleiben werden, doch die Entscheidung verstärkt die Erwartung, dass sich das globale Angebot in der zweiten Jahreshälfte weiter erholen wird.
Gleichzeitig geht der jüngste EIA Short-Term Energy Outlook davon aus, dass sich die Produktion und die Exporte im Nahen Osten mit der Normalisierung der Ölströme schrittweise erholen werden, während prognostiziert wird, dass der globale Markt im weiteren Jahresverlauf in ein Überangebot zurückkehren könnte, was zusätzlichen Abwärtssdruck auf die Rohölpreise erzeugt.
Technisches Bild zeigt korrektive Erholung innerhalb eines breiteren Abwärtstrends
Der Intraday-Chart zeigt, dass WTI versucht, sich im Bereich von 72-73 $ zu stabilisieren, nachdem der Preis von seinem jüngsten Anstieg über 76 $ zurückgefallen ist. Obwohl sich die Preise von den jüngsten Tiefstständen leicht erholt haben, notieren sie weiterhin unter den fallenden mittelfristigen gleitenden Durchschnitten, was darauf hindeutet, dass das bullische Momentum nach der scharfen Umkehr begrenzt bleibt.
Eine nachhaltige Bewegung über 73,50-74,00 $ würde die kurzfristigen Aussichten verbessern, während die erste Unterstützung weiterhin bei 72,00 $ liegt. Ein Durchbruch unter diesen Bereich könnte 70,00 $ freilegen, wo Käufer versuchen könnten, den Rückgang zu bremsen.
Wie ich im vorangegangenen Artikel anmerkte, WTI erholt sich, da nachlassende geopolitische Spannungen die Lagerbestandsabnahmen überwiegen, bleiben die kurzfristigen Aussichten für Rohöl vorsichtig bärisch, obwohl ein tieferer Rücksetzer frisches Kaufinteresse wecken könnte, da geopolitische Risiken weiterhin eine grundlegende Unterstützung bieten.
Wie ich im vorangegangenen Artikel anmerkte, WTI bleibt erhöht, da geopolitische Risiken die Versorgungssorgen im Fokus halten, werden die Entwicklungen im Nahen Osten die Kursentwicklung von WTI weiterhin beeinflussen. Dennoch bleibt der breitere Ausblick bärisch, da verbesserte Angebotsaussichten und sinkende geopolitische Risikoprämien den Markt weiterhin belasten.
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