JPMorgan: Boomende Stablecoins werden bis 2027 $1,4T an Dollar-Nachfrage hinzufügen
Die Analysten von JPMorgan haben prognostiziert, dass das schnelle Wachstum von Stablecoins bis 2027 eine zusätzliche Nachfrage nach US-Dollar in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar generieren könnte, was die globale Position des Dollars eher stärken als schwächen würde.
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Der Bericht deutet darauf hin, dass die digitalen Vermögenswerte in den kommenden Jahren zu einem der stärksten Treiber der Dollarnachfrage werden könnten, wenn Investoren aus Übersee weiterhin in großem Umfang Stablecoins annehmen, berichtet Cryptopolitan.
JPMorgan betonte, dass fast alle wichtigen Stablecoins - einschließlich Tether (USDT) und USDC von Circle - im Verhältnis 1:1 an den Dollar gekoppelt sind, was bedeutet, dass jeder neue Coin effektiv eine neue Einheit des Dollar-Engagements darstellt. Nach Ansicht der Bank unterstreicht dieser Trend die wachsende Rolle von Stablecoins als Brücke zwischen dem traditionellen Finanzwesen und der aufstrebenden digitalen Wirtschaft.
Stablecoin-Markt wird voraussichtlich 2 Billionen Dollar erreichen, da Schwellenländer die Nachfrage ankurbeln
JPMorgan geht davon aus, dass der Stablecoin-Markt innerhalb von zwei Jahren ein Volumen von 2 Billionen US-Dollar erreichen wird, während es heute noch etwa 260 Milliarden US-Dollar sind. Der Nachfrageschub deckt sich mit der separaten Vorhersage von Standard Chartered, dass die Stablecoin-Nutzung in den Schwellenländern bis 2028 1,22 Billionen Dollar erreichen könnte, was auf den Inflationsdruck und das Misstrauen in die lokalen Bankensysteme zurückzuführen ist. Dem Bericht zufolge konzentrieren sich rund zwei Drittel aller Stablecoin-Bestände bereits auf Schwellenländer, in denen die Bürger die an den US-Dollar gekoppelten Token als Absicherung gegen volatile lokale Währungen nutzen.
In Ländern wie Venezuela verlassen sich die Einwohner zunehmend auf USDT für alltägliche Zahlungen, was zeigt, wie digitale Dollars finanzielle Lücken füllen, die durch die traditionelle Bankeninfrastruktur entstanden sind. Analysten beider Banken argumentieren, dass Stablecoins zu "digitalen Rettungsbooten" für Bevölkerungen geworden sind, die unter Währungsabwertungen und staatlich auferlegten Kapitalbeschränkungen leiden.
Regulierungsbehörden passen Richtlinien an, um die Nutzung von Stablecoins durch Unternehmen zu ermöglichen
In diesem Zusammenhang kündigte die Bank of England (BoE) neue Ausnahmeregelungen zu den von ihr vorgeschlagenen Beschränkungen für den Besitz von Stablecoins durch Unternehmen an und signalisierte damit einen flexibleren Regulierungsansatz. Die Zentralbank sagte, dass sie Ausnahmen für Kryptobörsen und Abwicklungsfirmen, die an ihrer Digital Securities Sandbox teilnehmen, ausstellen wird, was ihnen erlaubt, größere Stablecoin-Reserven zu halten. BoE-Gouverneur Andrew Bailey räumte ein, dass Stablecoins mit dem traditionellen Finanzwesen koexistieren könnten, sofern sie die Standards für Transparenz und Risikomanagement erfüllen.
Frühere Vorschläge sahen eine Obergrenze von 20.000 € (26.832 $) für Privatpersonen und 10 Mio. € (13,4 Mio. $) für Unternehmen vor, aber die Reaktionen der Industrie veranlassten die Bank, ihre Entscheidung zu überdenken. Die Änderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Vereinigte Königreich unter wachsendem Druck steht, mit dem US-amerikanischen GENIUS Act konkurrieren zu müssen, der einen klaren regulatorischen Rahmen für Dollar-gestützte Stablecoins bietet. Zusammengenommen unterstreichen diese Entwicklungen einen wachsenden Konsens unter den großen Volkswirtschaften: Stablecoins sind auf dem Vormarsch - und ihr Einfluss auf das globale Finanzwesen wird nur noch zunehmen.
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