Krypto-Markt Zusammenfassung: Bitcoin setzt seinen Abwärtstrend fort, da die Marktangst zunimmt

Krypto-Markt Zusammenfassung: Bitcoin setzt seinen Abwärtstrend fort, da die Marktangst zunimmt
BTC unter starkem Abwärtsdruck

Bitcoin stand in den letzten Monaten unter starkem Verkaufsdruck und rutschte von seinem Höchststand von 126.300 $ im Oktober auf unter 96.000 $. Der breitere Kryptomarkt hat diese Schwäche widergespiegelt, wobei sich die Investoren zunehmend auf traditionelle Vermögenswerte konzentrieren, die weiterhin eine überdurchschnittliche Performance aufweisen.

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Während die Angst zunimmt und die Liquidationen sich beschleunigen, sind Analysten und Händler weiterhin geteilter Meinung darüber, ob sich die weltgrößte Kryptowährung ihrem Tiefpunkt nähert - oder ob sie nur in eine tiefere Phase ihrer Korrektur eintritt.

Anhaltende pessimistische Stimmung und zunehmende Liquidationen

Die schwache Performance von Bitcoin ist 2024 immer deutlicher geworden. Während die Kryptowährung seit Jahresbeginn weniger als 3 % zugelegt hat, ist Gold um 55 % gestiegen, und US-Aktienbenchmarks wie der S&P 500 und der Nasdaq 100 sind um 14 % bzw. 18 % gestiegen. Diese wachsende Diskrepanz in der Wertentwicklung hat viele Anleger dazu veranlasst, sich von BTC abzuwenden und sich für stabilere Alternativen zu entscheiden, die eine bessere Wertentwicklung aufweisen.

Entwicklung des BTC-Kurses. Quelle: TradingView

Auch Großanleger haben ihre Verkäufe beschleunigt. In den letzten Monaten haben langfristige Anleger BTC im Wert von mehr als 45 Mrd. US-Dollar abgestoßen, was die Preise weiter unter Druck gesetzt hat. Bitcoin-ETFs erleben einen ähnlichen Abschwung: In den letzten drei aufeinanderfolgenden Wochen verzeichneten sie Nettoabflüsse von insgesamt mehr als 3 Mrd. $. In der Zwischenzeit ist das offene Interesse an Futures von einem Jahreshoch von 94 Mrd. $ auf etwa 66 Mrd. $ gefallen, was auf eine schwache spekulative Nachfrage hindeutet.

Der Bitcoin Fear and Greed Index ist mit 10 auf "extreme Angst" abgestürzt - der niedrigste Stand seit dem Terra-Kollaps im Jahr 2022 - und löst damit die Sorge vor weiteren Kursverlusten aus. Analysten warnen, dass ein Anstieg um 15 % mehr als 10 Mrd. $ an Short-Positionen auflösen könnte, während ein entsprechender Rückgang nur 2,5 Mrd. $ an Long-Positionen beseitigen würde, was das zunehmend asymmetrische Risikoprofil des Marktes unterstreicht.

Analysten sind sich uneinig, was als Nächstes kommt: Signale der Bodenbildung vs. weitere Schmerzen vor uns

Die Marktexperten sind nach wie vor sehr geteilter Meinung. Analyst Timothy Peterson warnt vor einer 50-75%igen Wahrscheinlichkeit eines tieferen Abwärtstrends und weist darauf hin, dass der November - ein Monat, der durch institutionelle Portfolioanpassungen gekennzeichnet ist - die BTC-Märkte oft unter erheblichen Stress gesetzt hat. Er und andere Kommentatoren vermuten eine mögliche Bodenbildung zwischen 88.000 und 90.000 $, wobei ein Scheitern in diesem Bereich den Weg zu einem erneuten Test von 76.000 $ eröffnen könnte.

Auf der anderen Seite argumentieren die Analysten von JPMorgan, dass sich Bitcoin bereits in der Nähe seines fundamentalen Bodens befindet. Unter der Leitung von Nikolaos Panigirtzoglou identifiziert das Team 94.000 $ als produktionskostenbasierten Tiefpunkt und beruft sich dabei auf steigende Mining-Schwierigkeiten und komprimierte Margen der Miner. Da die Volatilität von Gold steigt und das relative Risikoprofil von Bitcoin abnimmt, prognostiziert JPMorgan einen möglichen Anstieg auf 170.000 $ in den nächsten 6-12 Monaten.

Trotz widersprüchlicher Vorhersagen deuten die Kapitalzuflüsse großer Institutionen - einschließlich der beträchtlichen Erhöhung des Bitcoin-ETF-Engagements der Harvard University - darauf hin, dass einige Investoren die aktuelle Schwäche von BTC immer noch als langfristige Chance sehen.

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