EUR/USD steigt nach US-Inflationsschock über 1,1200, während Treasury-Renditen sinken

EUR/USD steigt nach US-Inflationsschock über 1,1200, während Treasury-Renditen sinken
Erholung von EUR/USD gerät erneut unter Verkaufsdruck

EUR/USD wird am 15. Oktober bei etwa 1,1215 gehandelt und hat sich von seinem gestrigen starken Rückgang auf 1,1110–1,1120 erholt, der durch die höher als erwartete Inflation in den USA ausgelöst wurde. Die September-CPI-Inflation beschleunigte sich im Jahresvergleich von 3,4 % auf 3,7 % und lag damit über der Prognose von 3,6 %, während der Kernwert mit 2,6 % gegenüber den erwarteten 2,5 % ausfiel.

EUR/USD Preisvorhersage
24H 0.31%
1,1268
48H 0.4%
1,1278
7D 0.26%
1,1262
1M -3.02%
1,0894
3M -3.98%
1,0786
6M -2.42%
1,0961
12M -4.25%
1,0756
Aktueller Preis: 1,1233 $ 0.001830 0.16%
Echtzeitdaten 11:58
Tagesbereich 1.1208 Arrow from to Icon 1.1269
Wochenbereich 1.1114 Arrow from to Icon 1.1241
Lädt...

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Das monatliche Wachstum der Verbraucherpreise erreichte 0,6 % und bestätigte, dass sich der Inflationsdruck über den Energiesektor hinaus ausbreitet. Die Daten lösten zunächst eine starke Aufwertung des US-Dollars aus: Der DXY-Index stieg auf 102,9 – den höchsten Stand seit rund anderthalb Jahren –, während die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed auf der Oktobersitzung von etwa 22 % auf 43 % zunahm. Die anschließende Kursentwicklung zeigte jedoch, dass der Markt nicht bereit war, die US-Währung allein aufgrund eines Inflationsberichts weiter zu kaufen.

Umkehr der Treasury-Renditen schwächt die Unterstützung für den Dollar

Der entscheidende Faktor für die Erholung des Euro war die Umkehr der US-Treasury-Renditen. Nach der Veröffentlichung der CPI-Daten stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 5,33 %, während die Rendite zweijähriger Anleihen 4,95 % erreichte. Anschließend verstärkten die Anleger jedoch ihre Käufe von Staatsanleihen, da US-Aktien abverkauft wurden. Der Nasdaq verlor gestern rund 1,9 %, während der S&P 500 um 1,1 % nachgab. Technologieunternehmen standen aufgrund der Sorgen über die Finanzierungskosten umfangreicher KI-Investitionen besonders unter Druck.

Infolgedessen fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 5,19 % und heute weiter auf etwa 5,08 %. Sinkende Renditen schwächten die Unterstützung für den Dollar trotz der anhaltenden Erwartungen einer restriktiven Haltung der Fed. Auch das Ausbleiben klarer Signale von Fed-Vertretern, die auf die Notwendigkeit einer sofortigen Zinserhöhung hindeuten, spielte eine Rolle und veranlasste Marktteilnehmer, ihre anfängliche Reaktion auf den CPI-Bericht teilweise neu zu bewerten.

US-Wirtschaftsdaten könnten die nächste Bewegung bestimmen

Die nächste Bewegung bei EUR/USD könnte von den heutigen Veröffentlichungen US-amerikanischer Makrodaten abhängen, darunter der Erzeugerpreisindex (PPI), die Einzelhandelsumsätze und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Besonders wichtig wird das Zusammenspiel von Inflation und Verbrauchertätigkeit sein: Schwächere Einzelhandelsumsätze bei anhaltendem Preisdruck würden die Sorgen über ein stagflationäres Szenario verstärken und könnten das Aufwärtspotenzial des Dollars begrenzen, selbst wenn die Zinsen erhöht bleiben.

Umgekehrt würden starke Daten zu den Verbraucherausgaben in Verbindung mit einem hohen PPI die Erwartungen an eine weitere Straffung durch die Fed stützen und EUR/USD mindestens in Richtung 1,1150 drücken. Vorerst schaffen die sinkenden Treasury-Renditen günstige Bedingungen für eine anhaltende korrigierende Erholung des Euro. Eine nachhaltige Änderung der Marktstimmung würde jedoch voraussetzen, dass das Währungspaar sich oberhalb von 1,1260 fest etabliert und gegenüber den bevorstehenden US-Makrodaten Widerstandsfähigkeit zeigt, selbst wenn diese für das Währungspaar ungünstig ausfallen.

Vorerst könnte die Erholung des Währungspaars jedoch, wie im Artikel EUR/USD: Erneute Abwärtsrisiken, während die Märkte auf den US-Inflationsbericht warten erwähnt, weiterhin als Verkaufsgelegenheit genutzt werden.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.