Bundesregierung skizziert Strukturwandel zur klimaneutralen Wirtschaft

Bundesregierung skizziert Strukturwandel zur klimaneutralen Wirtschaft
Chancen und Risiken Wandel

Die Umstellung auf eine klimaneutrale Wirtschaft bringt nach Einschätzung der Bundesregierung erhebliche Wachstumschancen, aber auch Risiken für einzelne Branchen mit sich. Der Wandel betrifft laut der Darstellung strukturelle Veränderungen in der Energieversorgung ebenso wie die Entwicklung von Klimaschutztechnologien.

Das Wichtigste

  • Die Bundesregierung sieht im Übergang zur klimaneutralen Wirtschaft eine wirtschaftspolitische Schlüsselaufgabe mit Wachstumspotenzial in Klimaschutztechnologien und Rückgängen in anderen Sektoren.
  • Ein Aufschieben von Klimaschutzmaßnahmen führt laut Bundesregierung unter Berufung auf den aktuellen IPCC-Bericht zu später deutlich höheren Anpassungs- und Transformationskosten.
  • Die Bundesregierung betont die Notwendigkeit, Klimaschutz mit sicherer und bezahlbarer Energieversorgung zu verbinden und dabei politische Entscheidungen an die Transformation von fossilen zu erneuerbaren Energien auszurichten.

Antwort der Bundesregierung zur Transformation

Wie der Deutscher Bundestag berichtet, beschreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft als wirtschaftspolitische Schlüsselaufgabe. Dabei verweist sie darauf, dass in Bereichen der Klimaschutztechnologien deutliche Wachstumspotenziale entstehen, während in anderen Sektoren mit einer rückläufigen Entwicklung zu rechnen sei.

Aus Sicht der Bundesregierung müsse dieser Strukturwandel aktiv bewältigt werden. Die Transformation sei mit vielfältigen Veränderungen verbunden, die Unternehmen, Energiesystem und politische Entscheidungen gleichermaßen beträfen.

Kosten des Aufschiebens und Folgen für die Energieversorgung

Die Bundesregierung teilt nach eigenen Angaben die Einschätzung des Intergovernmental Panel on Climate Change, dass ein Aufschieben von Klimaschutzmaßnahmen in späteren Jahren höhere Anpassungs- und Transformationskosten verursachen könne. Im aktuellen IPCC-Bericht werde dies insbesondere mit steigenden Kosten des Klimawandels und höheren Belastungen im Energiesystem begründet.

Zugleich betont die Bundesregierung, dass Klimaschutz sowie eine sichere und bezahlbare Energieversorgung zusammen gedacht werden müssten. Politische Entscheidungen müssten daher auch die Übergänge und Umbrüche berücksichtigen, die mit der Abkehr von fossilen Energieträgern und dem Wechsel zu erneuerbaren Energien verbunden seien.

In unserem früheren Beitrag zu den Beratungen im Bundestag zu Änderungen am Klimaschutzgesetz und zur Förderung erneuerbarer Energien haben wir die zentralen Vorhaben der Sitzung eingeordnet. Dabei ging es um mögliche Auswirkungen der geplanten Weichenstellungen auf Energieunternehmen, Investoren und Verbraucher sowie um weitere sozialpolitische Punkte wie eine neue Initiative gegen Altersarmut und Diskussionen über Transparenz politischer Entscheidungsprozesse.

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