Berlin und Brandenburg beziffern Arbeitskosten je Vollzeiteinheit

Berlin und Brandenburg beziffern Arbeitskosten je Vollzeiteinheit
Versteckte Arbeitskosten enthüllt

Unternehmen in Berlin und Brandenburg tragen deutlich höhere Personalkosten als es das Bruttogehalt allein erkennen lässt. Eine aktuelle Arbeitskostenerhebung zeigt für 2024, dass der Verdienst im Schnitt nur rund 58 % der gesamten Kosten einer Vollzeiteinheit ausmacht.

Das Wichtigste

  • Der durchschnittliche Verdienst pro Vollzeiteinheit beträgt 2024 in Berlin 43.589 EUR und in Brandenburg 37.540 EUR, was etwa 58 % der gesamten Arbeitskosten ausmacht.
  • Zusätzliche Arbeitgeberaufwendungen wie Sozialversicherungsbeiträge führen zu durchschnittlichen Gesamtkosten von 75.219 EUR in Berlin und 64.436 EUR in Brandenburg je Vollzeiteinheit.
  • Berlin weist laut Arbeitskostenerhebung 2024 ein signifikant höheres Arbeitskostenniveau als Brandenburg auf, was Einfluss auf Personalplanung und Kalkulation regionaler Unternehmen hat.

Arbeitskostenerhebung zeigt volle Belastung

Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg untersucht die Arbeitskostenerhebung im Vierjahresrhythmus die tatsächlichen Kosten einer Vollzeiteinheit und macht die Differenz zwischen Bruttoverdienst und Gesamtaufwand sichtbar.

Im Jahr 2024 liegt der reine Verdienst pro Vollzeiteinheit in Berlin durchschnittlich bei 43.589 EUR, in Brandenburg bei 37.540 EUR. Diese Beträge decken nach den neuen Zahlen jeweils nur rund 58 % der gesamten Arbeitskosten ab.

Die restlichen 42 % entfallen auf zusätzliche Arbeitgeberaufwendungen wie Sozialversicherungsbeiträge, Altersvorsorge und Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall. Daraus ergeben sich durchschnittliche Gesamtkosten von 75.219 EUR je Vollzeiteinheit in Berlin und 64.436 EUR in Brandenburg.

Bedeutung für Betriebe in der Region

Die Daten verdeutlichen, dass die tatsächliche Kostenstruktur von Beschäftigung deutlich über den sichtbaren Gehaltszahlungen liegt. Für Unternehmen in beiden Ländern ist damit nicht nur die Lohnhöhe, sondern auch der Umfang der gesetzlichen und betrieblichen Zusatzleistungen ein wesentlicher Kostenfaktor.

Gerade im regionalen Vergleich zeigen die Zahlen ein höheres Kostenniveau in Berlin als in Brandenburg. Die Erhebung liefert damit eine wichtige Grundlage für Personalplanung, Kalkulation und die Einordnung von Arbeitskosten in der Hauptstadtregion.

Die stabilen GKV-Beiträge 2025 und der Zusatzbeitrag von durchschnittlich 2,9 Prozent standen in unserem früheren Beitrag im Fokus – insgesamt bleibt der Satz bei rund 17,5 Prozent des Bruttolohns, den Arbeitgeber zur Hälfte mittragen. Wir haben dabei erläutert, dass die Beitragsstabilität durch ein Sparpaket flankiert wird, das an anderer Stelle höhere Belastungen für Versicherte und Einsparungen im Gesundheitssystem nach sich ziehen kann.

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