Schwäche der Alphabet-Aktie verstärkt sich durch Rückschlag beim Rechenzentrum in Michigan und Insider-Aktienverkäufe

Schwäche der Alphabet-Aktie verstärkt sich durch Rückschlag beim Rechenzentrum in Michigan und Insider-Aktienverkäufe
Alphabet-Aktie verzeichnet Fünf-Tage-Rutsch

Die Alphabet-Aktie wird am Donnerstag vorbörslich in der Nähe von 300 $ gehandelt und liegt damit 1,1 % über dem Vortagesschluss von 296,5 $. Die Erholung vorbörslich scheint jedoch eine kleine Pause in einer breiteren Baissephase zu sein, die die Aktie seit dem Ende November verzeichneten Allzeithoch von 328,8 $ erfasst hat.

Höhepunkte

  • Alphabet-Aktie verzeichnet fünftägige Talfahrt, größter Verlust an einem Tag seit über fünf Monaten
  • CEO Pichai und andere Alphabet-Führungskräfte verkauften Aktien, während die Aktie nahe einer wichtigen Unterstützung gehandelt wurde
  • Bearish RSI und Insider-Verkäufe erhöhen kurzfristige Risiken für Alphabet-Aktien unter $300

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In der vorangegangenen Handelssitzung am Mittwoch verzeichneten die Aktien des Online-Werbegiganten Alphabet GOOGL mit einem Minus von mehr als 3 % den größten Tagesverlust seit über fünf Monaten. Damit verzeichnete die Aktie den fünften Tagesverlust in Folge, eine Abwärtsspirale, die zuletzt im Juni zu beobachten war. Ausgelöst wurde der steile Rückgang durch Nachrichtenberichte, in denen von einem Scheitern der Finanzierungspläne für ein 10 Milliarden Dollar teures Rechenzentrum in Michigan die Rede war. Berichten zufolge zog sich ein wichtiger Partner zurück, was zu einem Ausverkauf bei mehreren auf künstliche Intelligenz fokussierten Large-Cap-Aktien, einschließlich Alphabet, führte.

Kursdynamik von Alphabet (November - Dezember 2025). Quelle: Tradingview

Das jüngste technische Bild von GOOGL unterstützt diese rückläufige Tendenz. Der RSI der Aktie ist nun zum ersten Mal seit Oktober in den rückläufigen Bereich gerutscht. Diese Verschiebung signalisiert ein nachlassendes Momentum und deutet auf ein weiteres Abwärtsrisiko in naher Zukunft hin. Auf Wochenbasis hat die Aktie seit Montag mehr als 3 % an Wert verloren, während der Rückgang im laufenden Monat inzwischen bei über 6 % liegt.

Insider-Verkäufe bei Alphabet-Aktien überlagern starke technische Schwäche

Die rückläufige Stimmung wurde auch durch eine Reihe von Insiderverkäufen angeheizt, die in den von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Unterlagen veröffentlicht wurden. Am 15. Dezember veräußerten mehrere Top-Führungskräfte im Rahmen geplanter Handelsprogramme erhebliche Mengen an Alphabet-Aktien. CEO Sundar Pichai verkaufte 32.500 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 299,80 US-Dollar und nahm damit rund 9,74 Millionen US-Dollar ein. Chairman John Hennessy verkaufte 600 Aktien, während VP Amie Thuener O'Toole 2.778 Aktien zu einem höheren Durchschnittspreis von 312,30 $ verkaufte. Darüber hinaus beantragte die Pichai Family Foundations die Veräußerung von 4.000 Aktien mit Verfügungsbeschränkung durch Morgan Stanley.

Diese geplanten Verkäufe wurden am 17. und 18. Dezember bekannt gegeben und überschnitten sich mit dem Zeitraum, in dem die Alphabet-Aktie einen starken Rückgang verzeichnete. Obwohl solche Transaktionen Routine sind und im Voraus geplant werden, ist das Timing während einer volatilen Phase des Handels von Marktbeobachtern nicht unbemerkt geblieben. Es birgt die Gefahr, dass das Vertrauen der Anleger schwindet, insbesondere im Hinblick auf die Positionierung zum Jahresende. Solange die GOOGL-Aktie nicht wieder über den wichtigen 20-Tage-EMA steigt und sich der RSI verbessert, spricht das allgemeine technische Umfeld und die Stimmung weiterhin für eine kurzfristige Schwäche.

In unserer jüngsten Analyse haben wir erörtert, wie Alphabet trotz der Bewertung von Waymo und des bullischen Ausblicks von BMO unter dem 20-Tage-EMA zu kämpfen hatte. Die EU-Strafzahlungen und die Spannungen zwischen den USA und der EU gaben den Anlegern Anlass zur Sorge, während die Bewertung von Waymo in Höhe von 100 Mrd. USD das langfristige Wachstum unterstützte.

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