WTI-Preis-Prognose: Öl kämpft unter 70 $, da Zolldrohungen die Nachfrage belasten

WTI-Preis-Prognose: Öl kämpft unter 70 $, da Zolldrohungen die Nachfrage belasten
WTI-Rohöl wird inmitten von Zollbefürchtungen und steigenden globalen Angebotssorgen nahe einem Zweimonatstief gehandelt

Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) bleibt unter Druck und fällt angesichts neuer Sorgen über das weltweite Wirtschaftswachstum und Handelsspannungen unter die Marke von 70 $ pro Barrel. Die WTI-Futures fielen am Freitag im europäischen Handel auf 69,20 $, nachdem sie sich kurzzeitig von einem Anfang der Woche verzeichneten Zweimonatstief von 68,30 $ erholt hatten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Der drastische Rückschlag erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle in Höhe von 10 % auf chinesische Importe ankündigte und damit die Befürchtung einer schwächeren Ölnachfrage seitens des weltweit größten Rohölimporteurs wieder aufleben ließ.

Trumps Zolleskalation, die er mit der Besorgnis über Chinas Rolle bei Fentanylexporten begründete, könnte das Wirtschaftswachstum dämpfen und den Energieverbrauch senken, was die Rohölpreise stark belastet. Die für den 4. März vorgesehenen Zölle von 25 % auf kanadische und mexikanische Einfuhren erschweren die Handelsaussichten zusätzlich und lassen eine allgemeine globale Konjunkturabschwächung befürchten.

USOIL-Preisdynamik (Jan 2025 - Feb 2025) Quelle: TradingView.

Steigende Angebotsrisiken aus dem Irak und Russland

Neben den handelspolitischen Bedenken sind die Ölpreise auch mit zunehmenden Angebotsrisiken konfrontiert. Das irakische Ölministerium kündigte Pläne zur Wiederaufnahme der Rohölexporte aus der Region Kurdistan an, mit einem anfänglichen Ziel von 185.000 Barrel pro Tag (bpd) durch den staatlichen Vermarkter SOMO. Analysten warnen, dass eine erhöhte irakische Produktion die Produktionskürzungen der OPEC+ ausgleichen könnte, was den Abwärtsdruck auf die Rohölmärkte weiter verstärken würde.

Darüber hinaus hat der wachsende Optimismus hinsichtlich eines Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine die Ölpreise in Schach gehalten. Eine mögliche Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen russisches Öl könnte das weltweite Angebot erhöhen und die Auswirkungen früherer Beschränkungen für Exporte auf dem Seeweg umkehren. Die Anleger beobachten aufmerksam Trumps geplantes Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy, um weitere Klarheit über die geopolitische Lage zu erhalten.

Technischer Ausblick: Wichtige Widerstands- und Unterstützungsniveaus

Aus technischer Sicht steht WTI-Rohöl bei 70,59 $, die mit dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt übereinstimmen, einem starken Widerstand gegenüber. Ein Durchbruch über diese Marke könnte eine kurzfristige Erholung in Richtung des gleitenden 50-Tage-Durchschnitts bei 72,08 $ auslösen. Gelingt es jedoch nicht, sich über der 69,00 $-Marke zu halten, könnte ein Rückgang in Richtung 67,06 $, der nächsten wichtigen Unterstützungszone, möglich sein.

Die Marktstimmung ist nach wie vor unbeständig, da die Anleger auf die US-Wirtschaftsdaten und die Produktionssignale der OPEC+ warten. Vorerst hängt die kurzfristige Entwicklung von WTI von den Entwicklungen im Handel und den angebotsseitigen Anpassungen der wichtigsten Ölförderländer ab.

Wie bereits erwähnt, bleibt der WTI-Rohölpreis angesichts der Handelsspannungen und Angebotssorgen rückläufig. Der Widerstand bei 70,59 $ begrenzt den Aufwärtstrend.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.