Micron-Aktien steigen vorbörslich, nachdem Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen haben
Die Aktien von Micron stiegen am Donnerstag im vorbörslichen Handel um mehr als 17 %, nachdem das Unternehmen einen deutlichen Gewinnanstieg und einen stärkeren Ausblick präsentiert hatte. Die Ergebnisse lieferten den Anlegern neue Beweise dafür, dass sich die Ausgaben für die Infrastruktur der künstlichen Intelligenz weiterhin in einer realen Nachfrage nach Speicherchips niederschlagen.
Höhepunkte
- Die Aktien von Micron stiegen im vorbörslichen Handel um mehr als 17 %.
- Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal erreichte 41,46 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Erwartungen von fast 36 Milliarden US-Dollar.
- Micron gab an, dass 16 langfristige Vereinbarungen Zusagen in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar bringen könnten.
- Die Ergebnisse trugen dazu bei, die Stimmung bei Halbleiteraktien wiederzubeleben.
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KI-Rechenzentren treiben Speichernachfrage in die Höhe
Micron meldete für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar, gegenüber 9,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die Zahl lag deutlich über den Erwartungen der Analysten von fast 36 Milliarden US-Dollar, wie CNBC unter Berufung auf LSEG-Konsensschätzungen berichtet.
Das Unternehmen prognostizierte zudem einen Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal, verglichen mit 11,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Ausblick bestärkte die Ansicht, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur ein starker Treiber für Halbleiterlieferanten jenseits der bekanntesten Grafikchiphersteller bleibt.
Micron hat von einem Nachfrageschub bei Speichern profitiert, die in KI-Rechenzentren eingesetzt werden. Große Cloud- und Technologieunternehmen bauen Recheninfrastrukturen auf, die enorme Speicherkapazitäten erfordern, was das Angebot für Smartphones, PCs und andere Geräte verknappt. Dieses Ungleichgewicht hat die Speicherpreise in die Höhe getrieben und die Margen von Micron gestärkt.
Die Marktreaktion erfolgte prompt. Die Micron-Aktie lag vor Börseneröffnung zuletzt um 17,5 % im Plus, nachdem sie im vergangenen Jahr bereits um 723 % zugelegt hatte. Die Rallye trieb den Marktwert des Unternehmens auf rund 1,2 Billionen US-Dollar.
Langfristige Verträge sorgen für Planungssicherheit
Micron gab bekannt, 16 langfristige Vereinbarungen mit Kunden aus den Bereichen Rechenzentren, Automobilhersteller und anderen Branchen unterzeichnet zu haben. Diese Verträge haben eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren und sollen finanzielle Zusagen in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar einbringen.
Analysten von RBC Capital Markets schätzten, dass etwa 40 % des Umsatzes von Micron aus langfristigen Verträgen stammen könnten, die Mindestpreise beinhalten. Diese Struktur könnte dazu beitragen, das Margenrisiko zu verringern, falls die Nachfrage später im Zyklus nachlässt.
Die Vereinbarungen sind von Bedeutung, da das Speichergeschäft historisch gesehen zyklisch ist und starken Schwankungen bei Preisen und Angebot unterliegt. Längerfristige Verträge könnten Micron berechenbarere Einnahmen bescheren und Investoren helfen einzuschätzen, ob der aktuelle Aufschwung bis ins Jahr 2027 anhalten kann.
Chip-Rallye stellt KI-Vertrauen wieder her
Die Ergebnisse von Micron halfen, den Technologiesektor zu stabilisieren, der Anfang der Woche unter Druck geraten war. Qualcomm stieg im vorbörslichen Handel um etwa 10 %, Intel legte um fast 6 % zu und AMD verbesserte sich um 4 %.
Die Bewegung ist wichtig, da Investoren bei KI-Bewertungen selektiver geworden sind. Unternehmen müssen nun zeigen, dass KI-Ausgaben in Umsätze fließen und nicht nur in Zukunftserwartungen. Micron ist dies durch stärkere Verkäufe, eine höhere Prognose und langfristige Kundenzusagen gelungen.
Das übergeordnete Signal ist, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weiter expandiert. Derzeit bleiben Speicherchips einer der klarsten Profiteure dieses Ausgabenzyklus.
Zuvor hatten wir berichtet, dass Microns Marktkapitalisierung im Mai 2026 erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar überschritten hat, befeuert durch die wachsende Begeisterung der Anleger für die KI-Infrastruktur.
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