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LVMH-Aktie notiert unter 647 € angesichts zunehmender Spannungen unter den Erben von Bernard Arnault

LVMH-Aktie notiert unter 647 € angesichts zunehmender Spannungen unter den Erben von Bernard Arnault
Spannungen in der Nachfolge der Familie Arnault beunruhigen die Anleger

Am 13. Januar wird die LVMH-Aktie bei 646,10 € gehandelt, was einem Rückgang von 0,3 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Der Aktienkurs hat sich in den letzten Wochen in einer Konsolidierungsspanne bewegt, mit begrenzter Dynamik nach dem kurzen Versuch, die Höchststände des letzten Jahres wieder zu erreichen.

Das Wichtigste

  • Die LVMH-Aktie wird unter 647 € gehandelt, wobei der Widerstand bei 700 € und die Unterstützung bei 620 € liegt, was die vorsichtige Anlegerstimmung widerspiegelt.
  • Die Nachfolgespannungen innerhalb der Arnault-Familie geben Anlass zur Sorge über die zukünftige Stabilität der Führung.
  • Der Luxussektor sieht sich aufgrund der schwächeren chinesischen Nachfrage und des Margendrucks im ersten Quartal 2026 mit Gegenwind konfrontiert.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Nachfolgespannungen innerhalb der Familie Arnault ziehen erneut die Aufmerksamkeit auf sich. Da der 74-jährige Bernard Arnault die operative Kontrolle nach und nach an seine fünf Kinder abgibt, die alle leitende Funktionen in LVMH-Tochtergesellschaften innehaben, wächst die Besorgnis über die interne Machtdynamik. Insiderberichten der Journalistin Astrid Wendlandt zufolge gibt es bereits Unstimmigkeiten hinter den Kulissen, insbesondere bei den Geschäftsbereichen Dior und Moët Hennessy.

LVMH hat zwar immer eine einheitliche Führungsfront präsentiert, aber die Märkte neigen dazu, potenzielle Instabilität zu vernachlässigen, wenn familiengeführte Imperien auf einen Nachfolgewechsel zugehen. Die Arnault-Kinder - Delphine, Antoine, Alexandre, Frédéric und Jean - kontrollieren jeweils wichtige Geschäftsbereiche, aber die letztendliche Entscheidungsgewalt liegt immer noch in den Händen von Bernard Arnault. Die Anleger werden bei den kommenden Aktionärsversammlungen und Medienauftritten auf Signale des Zusammenhalts oder der Fragmentierung achten.

Zu diesen Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung kommt noch die allgemeine Unsicherheit hinzu, mit der die Luxusbranche Anfang 2026 konfrontiert ist. Die Branche hat mit einer Verlangsamung der chinesischen Verbrauchernachfrage zu kämpfen, die zuvor ein wichtiger Wachstumsmotor für Premiummarken war. In Europa bleibt der Aufschwung nach der COVID-Initiative uneinheitlich, wobei Inflation und vorsichtige Konsumausgaben das Aufwärtspotenzial in wichtigen Märkten begrenzen.

LVMH bewegt sich seitwärts, da der Widerstand bei 700 € hält und die Dynamik nachlässt

LVMH hat sich schwer getan, den wichtigen psychologischen Widerstand bei 700 € zu überwinden, während sich in der Nähe des Bereichs zwischen 620 und 630 € eine solide Unterstützung abzuzeichnen scheint. Die Handelsspanne zwischen diesen beiden Niveaus wird immer wichtiger, da die Anleger sowohl die Ertragskraft als auch das Schlagzeilenrisiko abwägen.

Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt bewegt sich derzeit in der Nähe von 660 €, während der 200-Tage-MA näher bei 680 € liegt, was beides darauf hindeutet, dass der Kurs unter seinen mittel- und langfristigen Trendlinien liegt. Dies könnte auf eine neutrale bis leicht bärische kurzfristige Tendenz hindeuten, sofern nicht ein starker Katalysator die Stimmung aufhellt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 48, was den Eindruck verstärkt, dass LVMH weder überverkauft noch überkauft ist, sondern sich in einem Haltemuster bewegt.

Kursdynamik der LVMH-Aktie (November 2025 - Januar 2025). Quelle: TradingView.

An den nordamerikanischen Börsen zeigt die LVMH ADR (LVMH.TO) ein ähnliches Muster, mit einer 1-Jahres-Spanne zwischen 25,13 und 27,63 CAD, die derzeit in der Mitte gehandelt wird. Darin spiegelt sich das Zögern der Anleger angesichts der starken Fundamentaldaten der Marke und externer rechtlicher oder Governance-Bedenken wider. Die bisher fehlende Volatilität im Jahr 2026 zeigt, dass die Anleger auf Klarheit warten, bevor sie größere Umschichtungen vornehmen.

Kursaussichten hängen von der Beseitigung der Unsicherheit ab

Die Aussichten für die LVMH-Aktie im ersten Quartal 2026 hängen von einer Kombination aus der Auflösung der Schlagzeilen, den Verbrauchertrends und den anstehenden Gewinnprognosen ab. Die Analysten stufen die Aktie weiterhin mit "Buy" ein, wobei die Konsens-Kursziele auf Sicht von 12 Monaten zwischen € 700 und € 825 liegen. Diese Prognosen spiegeln das Vertrauen in die Stärke des Markenportfolios der Gruppe wider, gehen aber auch davon aus, dass sich die aktuellen rechtlichen und führungsbezogenen Bedenken in Grenzen halten.

In einem optimistischen Szenario könnte die Aktie kurzfristig wieder in Richtung 700 Euro steigen, wenn die Ergebnisse Ende Januar die Schätzungen übertreffen und sich die Situation der Familiennachfolge öffentlich stabilisiert. Eine anhaltende Stärke in den Segmenten Weine und Spirituosen sowie Mode würde diese Entwicklung unterstützen, insbesondere wenn sich die chinesischen Luxusausgaben bis zum Frühjahr wieder erholen.

LVMH sieht sich mit zunehmenden Arbeitsunruhen konfrontiert, da die Gewerkschaft CGT zu Streiks bei Moët & Chandon und Veuve Clicquot wegen Bonusstreitigkeiten aufruft. Die Beschäftigten protestieren gegen die Ersetzung der traditionellen Jahresendprämien durch eine einmalige Auszahlung von 1.000 Euro und berufen sich dabei auf die guten Finanzergebnisse des Konzerns.

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