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LVMH-Aktie stabilisiert sich bei 653 € trotz drohender erneuter Streiks in der Champagnerindustrie

LVMH-Aktie stabilisiert sich bei 653 € trotz drohender erneuter Streiks in der Champagnerindustrie
Die Gewerkschaft CGT ruft zu weiteren Streiks bei Moët und Veuve Clicquot auf

Am 12. Januar wird die LVMH-Aktie bei 653,50 € gehandelt und hat in den letzten 24 Stunden um 0,2 % zugelegt. Trotz zunehmender Arbeitsunruhen in seiner Wein- und Spirituosensparte konnte das weltgrößte Luxuskonglomerat seine technische Stärke beibehalten.

Höhepunkte

  • Die LVMH-Aktie bleibt trotz neuer Streikdrohungen der Gewerkschaft CGT für die Champagnerhäuser stabil bei 653 €.
  • Der Arbeitskampf um Bonuszahlungen birgt kurzfristige Risiken für das Wein- und Spirituosensegment.
  • Die technischen Indikatoren deuten auf eine anhaltende Stärke hin, aber eine weitere Eskalation könnte den Aufwärtstrend vor den Ergebnissen des vierten Quartals begrenzen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die aktuelle Risikobetrachtung konzentriert sich auf einen Arbeitskonflikt in der Champagner-Sparte von LVMH. Die Gewerkschaft CGT kündigte weitere Streiks in den prestigeträchtigen Champagnerhäusern Moët & Chandon und Veuve Clicquot an und rief zu einer mindestens dreistündigen Arbeitsniederlegung auf. Grund für die Unruhen ist die Entscheidung der Unternehmensleitung, die übliche Jahresendprämie durch eine einmalige Zahlung von 1.000 Euro zu ersetzen, die die Gewerkschaftsführer angesichts der guten finanziellen Ergebnisse des Konzerns als unzureichend bezeichnen.

Obwohl die Proteste bisher lokal begrenzt blieben, ist der Zeitpunkt von Bedeutung. Der Bereich Champagner und Spirituosen trägt wesentlich zum Konzernergebnis bei, vor allem im Winterquartal, in dem die Spitzenumsätze in den Ferien liegen. Eine Verlängerung oder Ausweitung der Streiks könnte sowohl die Produktion als auch die Auslieferungen beeinträchtigen und damit den Abwärtsdruck im laufenden Quartal erhöhen.

LVMH hat sich zu der jüngsten Streikdrohung nicht öffentlich geäußert, obwohl die internen Verhandlungen angeblich noch andauern. Die Anleger beobachten die Situation genau, insbesondere nachdem ähnliche Arbeitskampfmaßnahmen in Frankreichs Luxus- und Transportsektor in den letzten Monaten an Fahrt gewonnen haben.

Aufwärtstrend hält an, aber Aufwärtsbewegung ist bei €690 begrenzt

Aus technischer Sicht zeigt LVMH eine moderate, aber stetige Stärke. Mit einem aktuellen Kurs von 653,50 € befindet sich die Aktie innerhalb eines breiteren Aufwärtskanals, der sich im Oktober 2025 nach einer Erholung von den Tiefstständen bei 585 € gebildet hat. Die jüngsten Kursbewegungen deuten darauf hin, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle haben, auch wenn die Aufwärtsdynamik leicht nachgelassen hat.

Die wichtigste Unterstützung liegt in der Region zwischen 620 und 630 €, einer Zone, die im Dezember mehrfach getestet wurde. Ein entscheidender Durchbruch unter diese Marke würde wahrscheinlich einen erneuten Test des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts auslösen, der sich derzeit bei etwa 610 € befindet. Das nächste Widerstandsband liegt zwischen 685 und 690 Euro. Dieses Niveau diente im vergangenen Jahr zweimal als Obergrenze, und ein Ausbruch darüber würde einen erneuten Vorstoß in Richtung der im Jahr 2023 erreichten Allzeithochs von 901 € signalisieren.

Kursentwicklung der LVMH-Aktie (November 2025 - Januar 2025). Quelle: TradingView.

Die gleitenden Durchschnitte bleiben unterstützend: Der 50-Tage-EMA tendiert über dem 200-Tage-EMA, was die Fortsetzung des Aufwärtstrends unterstreicht. Der Relative Strength Index (RSI) liegt derzeit bei 54, was darauf hindeutet, dass sich die Aktie in einem neutralen Bereich befindet - weder überkauft noch überverkauft. Das Volumen war in der vergangenen Woche stabil, wenn auch leicht unterdurchschnittlich, was darauf hindeutet, dass Händler auf Katalysatoren warten, bevor sie größere direktionale Positionen eingehen.

Vorsichtig optimistisch mit Widerstand bei €690

Kurzfristig wird der Kursverlauf von LVMH davon abhängen, wie das Unternehmen mit den Spannungen am Arbeitsmarkt umgeht und ob sich die Stimmung auf der Makroebene verbessert. Ein positives Ergebnis - eine erfolgreiche Beendigung der Streiks und eine stabile Verbrauchernachfrage - könnte die Aktie in den kommenden 4-6 Wochen wieder in Richtung 690-€700 steigen lassen. Dieses Szenario würde auch durch eine positive Gewinnüberraschung im vierten Quartal unterstützt, insbesondere im Segment Mode- und Lederwaren, das nach wie vor der Wachstumsmotor der Gruppe ist.

Bei einem neutralen Szenario, bei dem sich die Arbeitsmarktprobleme zwar hinziehen, aber nicht eskalieren, würde sich die Aktie wahrscheinlich weiterhin in einer Spanne zwischen 630 und 680 Euro bewegen, da die Anleger auf Klarheit im nächsten Ertragszyklus warten. In diesem Szenario könnten technische Händler in kurzfristigen Schwankungen Chancen sehen, aber institutionelle Käufer werden wahrscheinlich an der Seitenlinie bleiben, bis der Arbeitsmarkt wieder stabil ist.

LVMH beginnt das Jahr 2026 mit weiteren Umstrukturierungen in der Führungsebene, um seine langfristige Strategie der Erneuerung der Führung zu unterstützen. Amandine Ohayon, ehemalige CEO von Stella McCartney, wurde zur CEO von Givenchy ernannt.

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