USD/JPY rutscht unter 100 EMA, da der starke Yen die Aufwärtsdynamik vom Januar herausfordert
USD/JPY gab am Freitag im asiatischen Handel nach und fiel auf ein Drei-Tages-Tief von 158 zurück. Diese Bewegung machte einen Großteil des Aufschwungs vom Donnerstag zunichte, der das Paar nach besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten auf 158,8 steigen ließ. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung für die Woche bis zum 10. Januar lag bei 198.000 und damit deutlich unter der Konsensschätzung von 215.000. Die Daten belebten die kurzfristige Nachfrage nach dem Dollar und drückten das Paar zunächst um 0,35 % unter seinen Wochenhöchststand von 159,45.
Höhepunkte
- USD/JPY rutscht auf 158, nachdem der Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung den Aufwärtstrend nicht hält
- Durchbruch unter den 100 EMA auf der Stunden-Chart verschiebt das Momentum und der Kurs testet die Wocheneröffnungsmarke
- Politisches Risiko in Japan könnte erneuten Aufwärtstrend auslösen, wenn eine vorgezogene Wahl Wetten auf Konjunkturmaßnahmen auslöst
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Dieser Aufwärtstrend hielt jedoch bis zum Freitag nicht an. In den frühen asiatischen Handelsstunden gewann der Yen wieder an Stärke und drückte den Dollar um 0,4 % nach unten, was USD/JPY unter den 100 EMA auf der Stunden-Chart drückte. Mit diesem Durchbruch liegt das Paar nun unter allen drei wichtigen gleitenden Intraday-Durchschnitten: dem 20er, 50er und 100er EMA. Die Verschiebung spiegelt eine deutliche Veränderung des kurzfristigen Momentums wider und wirft die Frage auf, ob die Dollar-Bullen vor dem Wochenende die Bodenhaftung verloren haben.

USD/JPY-Kursdynamik (Januar 2026). Quelle: Tradingview
Technische Händler haben nun die 158er-Marke als wichtige Unterstützungszone im Blick. Dabei handelt es sich nicht nur um den aktuellen Tiefststand, sondern auch um den Wocheneröffnungskurs, d.h. ein Schlusskurs darunter würde eine negative Wochenrendite auslösen. Die Zone hat bisher während des europäischen Handels am Freitag Käufer angezogen, und das Paar bewegt sich um 158,2. Der Druck bleibt jedoch nach dem Durchbruch der Unterstützungsniveaus auf dem Stunden-Chart nach unten gerichtet.
USD/JPY trotz des Rückgangs von 159,45 im Januar immer noch um 1,67% im Plus
Trotz des technischen Abwärtstrends tendiert die übergeordnete Trendstruktur von USD/JPY nach wie vor zur Stärke. Die Paarung hat im Januar bisher 1,67% zugelegt, was vor allem auf die Schwäche des Yen und die anhaltende Unterstützung des Dollars aufgrund der robusten US-Daten zurückzuführen ist. Diese Entwicklung erreichte Anfang der Woche ihren Höhepunkt bei 159,45, bevor sie wieder zurückging.
Die japanische Politik rückt nun wieder ins Rampenlicht. Berichten zufolge bereitet sich Premierminister Takaichi darauf vor, das Parlament nächste Woche aufzulösen und eine vorgezogene Neuwahl auszurufen. Die Märkte betrachten dies als mögliches Einfallstor für weitere fiskalische Anreize. Sollte ihre Liberaldemokratische Partei eine Mehrheit erlangen, könnte dies den Yen stark belasten und einen erneuten Aufwärtstrend bei USD/JPY auslösen. Händler beziehen diese Erwartungen bereits in ihre längerfristigen Prognosen ein.
Eine Erholung über 158,4 könnte USD/JPY kurzfristig wieder in Richtung 158,8 treiben
Um tiefere Verluste zu vermeiden, muss die Paarung auf Tagesschlussbasis 158 verteidigen. Ein nachhaltiger Durchbruch unter diese Marke öffnet die Tür zu 157,6, was die Januargewinne zunichte machen und die Stimmung in Richtung eines rückläufigen Jahresbeginns kippen würde. Ein starker Stundenschlusskurs, der wieder über 158,4 liegt, würde auf einen Erholungsversuch in Richtung 159 hindeuten.
Die kurzfristige Prognose geht davon aus, dass der Kurs von der 158er-Zone abprallen und sich während der US-Sitzung in Richtung 158,8 oder höher erholen wird. Ein Schlusskurs unter 158 würde jedoch eine rückläufige Trendwende auf Wochenbasis bestätigen und ein weiteres Abwärtsmomentum zu Beginn der nächsten Woche einleiten, insbesondere wenn die makroökonomischen Risiken zugunsten des Yen kippen.
In einer kürzlichen Analyse haben wir erörtert, wie USD/JPY nach einer deutlichen Ablehnung des Jahreshochs von 159,45 in der Nähe von 158 verharrte. Verbale Interventionen von japanischen Regierungsvertretern stoppten die Yen-Schwäche und begrenzten den weiteren Aufwärtstrend.
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