WTI-Preis-Prognose: Öl fällt unter $68, da OPEC+ eine Erhöhung der Fördermenge plant

WTI-Preis-Prognose: Öl fällt unter $68, da OPEC+ eine Erhöhung der Fördermenge plant
WTI-Rohöl sinkt angesichts steigender Produktion und eskalierender globaler Handelsspannungen

Die Rohöl-Futures der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fielen am Dienstag im frühen europäischen Handel auf $ 67,70 pro Barrel und setzten damit ihre Verluste auf ein Dreimonatstief fort. Der drastische Rückgang erfolgte, nachdem die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihrer Verbündeten (OPEC+) Pläne zur Erhöhung der Ölproduktion ab April bestätigt hatte.

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Dieser Schritt folgt auf eine längere Periode von Produktionskürzungen, die ursprünglich eingeführt wurden, um die Preise angesichts der schwächelnden weltweiten Nachfrage zu stabilisieren.

Zusätzlich zu den Produktionsanpassungen der OPEC+ hat die Einführung von US-Zöllen gegenüber Kanada, Mexiko und China die Sorgen um die Stabilität des Welthandels verstärkt. US-Präsident Donald Trump bekräftigte, dass die Zölle in Höhe von 25 % auf kanadische und mexikanische Waren am 4. März in Kraft treten würden, ebenso wie die Zölle in Höhe von 10 % auf chinesische Importe. Daraufhin verhängte China Vergeltungszölle von bis zu 15 % auf US-Agrarprodukte, die am 10. März in Kraft treten sollen.

USOIL-Preisdynamik (Januar 2025 - März 2025) Quelle: TradingView.

Befürchtungen über einen Handelskrieg belasten die Aussichten für die Ölnachfrage

Die eskalierenden Handelsspannungen haben die Befürchtung einer weltweiten Konjunkturabschwächung verstärkt, die die Rohölnachfrage belasten könnte. Da China nach wie vor der größte Ölimporteur der Welt ist, könnten zusätzliche Zölle und wirtschaftlicher Gegenwind den Energieverbrauch des Landes verringern und die Preise weiter unter Druck setzen.

Darüber hinaus sind die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine ins Stocken geraten, was die geopolitische Unsicherheit erhöht und die Angebotsdynamik in den kommenden Wochen beeinflussen könnte.

Marktanalysten bleiben vorsichtig, was die kurzfristige Preisentwicklung angeht. Bob Yawger, Direktor für Energietermingeschäfte bei Mizuho, stellte fest, dass "Rohöl an mehreren Fronten unter Beschuss steht und anfällig für die jüngsten negativen Schlagzeilen oder Wirtschaftsdaten ist". Dies deckt sich mit den schwächer als erwartet ausgefallenen US ISM PMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe, die im Februar von 50,9 im Januar auf 50,3 fielen, was auf eine mögliche Verlangsamung der Industrietätigkeit hindeutet.

Technischer Ausblick und zu beachtende Schlüsselniveaus

Aus technischer Sicht wird WTI unter seinem 12-Wochen-Tief gehandelt, und ein weiterer Abwärtstrend könnte möglich sein, wenn wichtige Unterstützungsmarken nicht halten. Sollten die Preise die Unterstützungszone von $ 67 durchbrechen, könnte das nächste Abwärtsziel bei etwa $ 65,50-$ 66 liegen. Umgekehrt könnte eine Erholung über $ 69,50-$ 70 auf eine erneute Aufwärtsdynamik hindeuten, wenngleich ein etwaiger Aufwärtstrend durch anhaltende Angebotssorgen begrenzt werden könnte.

Wie bereits erwähnt, konzentriert sich der Markt nach wie vor auf Angebotsanpassungen der OPEC+, geopolitische Entwicklungen und mögliche Vergeltungsmaßnahmen der großen Volkswirtschaften. Sollten die Handelsspannungen weiter eskalieren, könnte der Ölpreis in den kommenden Wochen unter Druck bleiben. Sollten sich jedoch die Nachfragesignale verbessern und die wirtschaftliche Unsicherheit stabilisieren, wäre mit einem moderaten Aufschwung zu rechnen.

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