Die Woche in Davos wird zur Plattform für eine von den Reichen unterstützte Kampagne zur Erhöhung der Steuerlast
Fast 400 Menschen, die sich selbst als "reiche Person" bezeichnen, haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die Staats- und Regierungschefs der Welt auffordern, die Steuern für die reichsten Menschen der Welt zu erhöhen.
Höhepunkte
- Fast 400 sich selbst als reich bezeichnende Personen forderten die Staats- und Regierungschefs in Davos auf, die Steuern für die reichsten Menschen der Welt zu erhöhen.
- In dem Brief wird argumentiert, dass die extreme Vermögenskonzentration der Demokratie und der Gesellschaft schadet, was durch die "Privatjet"-Optik von Davos noch verstärkt wird.
- Präsident Donald Trump warnte, dass höhere Steuern Millionäre ins Ausland treiben könnten, da die Daten zur Ungleichheit und die Zahl der Milliardäre weiter steigen.
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Die Botschaft richtete sich an die Staats- und Regierungschefs, die sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos versammelt hatten, wo sich die Eliten aus Politik und Wirtschaft jedes Jahr treffen, um globale Herausforderungen zu diskutieren, berichtet Business Insider.
Zu den prominenten Unterzeichnern gehören der Schauspieler Mark Ruffalo, die Aktivistin und Filmproduzentin Abigail Disney und der Musiker Brian Eno. In dem Brief wird argumentiert, dass die extreme Vermögenskonzentration die Gesellschaft verzerrt und die demokratischen Institutionen schwächt. Er behauptet, dass ultra-reiche Einzelpersonen Regierungen, Medien und Technologie in einer Weise beeinflussen, die die Ungleichheit vertieft und den ökologischen Zusammenbruch beschleunigt. Die Lösung der Gruppe ist direkt: Die Superreichen sollen stärker besteuert werden - auch die Unterzeichner selbst.
"Also besteuert uns": Davos wirft ein Schlaglicht auf Ungleichheit und Privatjet-Kultur
Die Unterzeichner formulieren ihren Appell als moralische und politische Verpflichtung für die politischen Entscheidungsträger und fordern sie auf allen Ebenen zum Handeln auf. Die Kernbotschaft des Briefes war unverblümt: "Also besteuert uns. Besteuert die Superreichen" und argumentiert, dass die Regierungen die Pflicht haben, die Ungleichheit durch eine stärkere Besteuerung zu verringern. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt, denn er fiel in die Davos-Woche, die oft dafür kritisiert wird, dass sie den Reichtum in den Vordergrund stellt, während Armut und Klimarisiken diskutiert werden. Business Insider verfolgte mindestens 157 Privatjets, die in der Nähe von Davos ankamen, und hob die ökologischen und sozialen Gegensätze rund um die Veranstaltung hervor.
Darunter waren auch Flugzeuge, die mit wichtigen Führungskräften wie dem CEO von Salesforce, Marc Benioff, und dem ehemaligen CEO von Google, Eric Schmidt, in Verbindung stehen. Jets, die mit Unternehmensriesen wie BlackRock, JPMorgan Chase, Citigroup, Google und Lockheed Martin verbunden sind, wurden ebenfalls in der Gegend gesehen. Die Optik untermauerte das Argument des Briefes, dass die Ultrareichen in einer Welt agieren, die von der alltäglichen wirtschaftlichen Realität abgekoppelt ist.
Trump warnt, höhere Steuern könnten Millionäre ins Ausland treiben
US-Präsident Donald Trump hat sich skeptisch über eine Steuererhöhung für Millionäre geäußert und davor gewarnt, dass dies wirtschaftlich nach hinten losgehen könnte. Während er sagte, dass es ihm persönlich nichts ausmachen würde, mehr zu zahlen, argumentierte Trump, dass höhere Steuern reiche Personen dazu bringen könnten, das Land ganz zu verlassen. Er wies darauf hin, dass Millionäre in der Vergangenheit zwischen den US-Bundesstaaten hin- und hergezogen seien, dass aber die heutige Leichtigkeit des globalen Reisens die grenzüberschreitende Verlagerung beschleunigen könnte. "Die USA würden eine Menge Geld verlieren", sagte er und bezeichnete Steuererhöhungen als störend und potenziell schädlich für die Einnahmen. Die Debatte findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die Daten zur Ungleichheit den Blick auf die Reichen in der Welt weiter schärfen. Oxfam teilte diese Woche mit, dass die Zahl der Milliardäre zum ersten Mal die Marke von 3.000 überschritten hat und dass das Vermögen der Milliardäre seit 2020 um 81 % gestiegen ist. Die Petition wurde von Patriotic Millionaires, Millionaires for Humanity und Oxfam organisiert und kann von anderen wohlhabenden Personen unterzeichnet werden.
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