Visa hebt KI und Daten als neues Schlachtfeld für Kundenbindung hervor

Visa hebt KI und Daten als neues Schlachtfeld für Kundenbindung hervor
Banken überdenken ihre Kundenbindung, da kartenbasierte Prämienmodelle an Wirkung verlieren

Die Erwartungen der Verbraucher an Kundenbindungsprogramme entwickeln sich rasant, und traditionelle punktebasierte Modelle reichen nicht mehr aus, um das Engagement aufrechtzuerhalten.

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Avery Walter Miller, Vice President of Loyalty Solutions bei Visa, argumentiert, dass Belohnungen heute sinnvoll und kontextbezogen sein und genau zum richtigen Zeitpunkt bereitgestellt werden müssen, berichtet PYMNTS.

Die Verbraucher nehmen zwar nach wie vor gerne an Kundenbindungsprogrammen teil, sind aber zunehmend wählerisch, welche Programme sie aktiv nutzen. Im Durchschnitt sind die Verbraucher bei mehr als 18 Programmen angemeldet, interagieren aber nur mit etwa der Hälfte von ihnen. Diese Diskrepanz verdeutlicht die zunehmende Ermüdung durch allgemeine Angebote und schlecht getimte Anreize. Bei der Kundenbindung geht es heute weniger um Akkumulation als vielmehr um Relevanz. Programme, die sich nicht auf natürliche Weise in den Alltag integrieren lassen, laufen Gefahr, gänzlich ignoriert zu werden.

Banken überdenken Loyalität inmitten des Margendrucks

Jahrzehntelang waren die Kundenbindungsprogramme der Banken auf Kreditkarten ausgerichtet und wurden durch Interbankenentgelte finanziert. Laut Miller hat diese Struktur die Gestaltung von Prämien geprägt, die in erster Linie darauf abzielen, die Ausgaben für Karten zu erhöhen. Der Druck auf Gebühren und Rentabilität zwingt die Banken jedoch dazu, diesen Ansatz zu überdenken. Loyalität wird zunehmend als eine umfassendere Beziehungsstrategie und nicht als Anreiz für ein einzelnes Produkt betrachtet.

Die Banken versuchen nun, Verhaltensweisen wie Einzahlungen, Rechnungszahlungen und digitales Engagement zu belohnen, selbst wenn diese Aktionen keine unmittelbaren Einnahmen generieren. Diese Verlagerung spiegelt eine Konzentration auf den langfristigen Kundenwert anstelle von kurzfristigen Transaktionsgewinnen wider. Um dies zu erreichen, müssen die Institute neue Finanzierungsquellen und effizientere Wege finden, um Mehrwert zu schaffen.

Daten, Kontext und KI verändern das Engagement

Daten spielen bei der nächsten Generation von Kundenbindungsprogrammen eine zentrale Rolle, da sie es den Banken ermöglichen, die Absichten, das Timing und die Vorlieben ihrer Kunden zu verstehen. Miller betonte, dass Personalisierung allein nicht ausreicht, wenn Angebote zum falschen Zeitpunkt unterbreitet werden. Der Kontext bestimmt, ob eine Belohnung als hilfreich oder aufdringlich empfunden wird. Händlerfinanzierte Angebote gewinnen ebenfalls an Bedeutung, da sie es den Banken ermöglichen, Belohnungen anzureichern, ohne ihre eigene Wirtschaftlichkeit zu belasten. Von diesen Partnerschaften profitieren die Händler durch höhere Umsätze und die Verbraucher durch relevantere Anreize.

Gleichzeitig verschärft die künstliche Intelligenz den Wettbewerb, indem sie die Zielgruppenansprache optimiert und die Entscheidungsfindung automatisiert. In einem KI-gesteuerten Umfeld wird Loyalität zu einem ständigen Wettbewerb um Aufmerksamkeit bei jeder Transaktion.

Kürzlich schrieben wir, dass Jim Cramer immer noch auf NVIDIA (NVDA) setzt, obwohl die Aktie seit Anfang November um etwa 10 % gefallen ist. Er argumentiert, dass der Markt das Unternehmen im Vergleich zu seinem langfristigen geistigen Eigentum und seiner strategischen Dominanz bei der KI-Infrastruktur unterbewertet.

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