Die Nvidia-Aktie rutscht um 3,1 % ab, da die Sicherheitsüberprüfung durch die USA den Verkauf von Chips in China verzögert.
Mit Stand vom 4. Februar wird die Nvidia-Aktie bei 179,76 $ gehandelt, ein Minus von 3,1 % in den letzten 24 Stunden. Die Aktie bleibt unter Druck, da die Anleger auf die erneute regulatorische Unsicherheit in Bezug auf KI-Chip-Exporte nach China reagieren.
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Die Nvidia-Aktien befinden sich weiterhin in einer korrigierenden Konsolidierung, nachdem es ihnen im Januar nicht gelungen war, Gewinne über der 200 $-Marke zu halten. Mit 179,76 $ wird die Aktie deutlich unter ihren kurzfristigen Trendindikatoren gehandelt, was einen Verlust des Aufwärtsmomentums nach Monaten mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen widerspiegelt. Aus technischer Sicht befindet sich der Kurs jetzt knapp über einem wichtigen Unterstützungsband zwischen 176 und 178 $, das seit Dezember mehrfach als Nachfragezone fungiert hat.
Der einfache gleitende 50-Tage-Durchschnitt tendiert nach unten und liegt derzeit bei 188 $, was den Widerstand verstärkt und Erholungsversuche unterbindet. Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt bleibt unterdessen deutlich niedriger im Bereich von 145-150 $ und bestätigt, dass sich Nvidia trotz des jüngsten Rückschlags weiterhin in einem breiteren langfristigen Aufwärtstrend befindet. Die sich vergrößernde Lücke zwischen dem 50-Tage- und dem 200-Tage-Durchschnitt deutet darauf hin, dass die Aktie von einer momentumgetriebenen Erholung in eine Konsolidierungsphase übergeht, anstatt eine vollständige Trendumkehr einzuleiten.

Kursdynamik der Nvidia-Aktie (Dezember 2025 - Februar 2026). Quelle: TradingView
Momentum-Indikatoren deuten auf eine Abschwächung, aber nicht auf eine Kapitulation der Stimmung hin. Der Relative-Stärke-Index ist in den niedrigen 40er-Bereich gerutscht, was auf einen leichten Abwärtsdruck ohne überverkaufte Bedingungen hindeutet. Das Volumen während des jüngsten Rückgangs war zwar hoch, aber nicht kulminierend, was darauf hindeutet, dass die institutionellen Verkäufe eher maßvoll als aggressiv sind. Ein Tagesschlusskurs unter 176 $ würde die nächste technische Unterstützung bei 170 $ freilegen, gefolgt von einem kritischeren Niveau um 162 $, das mit dem Ausbruchsbereich vom November übereinstimmt.
Verzögerungen bei den Exporten nach China lassen das regulatorische Risiko für Nvidia wieder aufleben
Der unmittelbare Katalysator, der Nvidia belastet, ist die erneute Unsicherheit bezüglich der US-Genehmigungen für den Export von KI-Chips nach China. Die Pläne zur Wiederaufnahme des groß angelegten Verkaufs von Nvidias H200-KI-Chips sind seit fast zwei Monaten ins Stocken geraten, selbst nachdem US-Präsident Donald Trump die Exporte im Dezember genehmigt hatte. Washington prüft noch immer Lizenzanträge aus Gründen der nationalen Sicherheit, was chinesische Kunden dazu veranlasst, ihre Bestellungen aufzuschieben, bis Klarheit darüber besteht, ob und unter welchen Bedingungen die Genehmigungen erteilt werden.
China war in der Vergangenheit eine wichtige Säule der Wachstumsstrategie von Nvidia im Bereich der Rechenzentren, insbesondere für High-End-KI-Beschleuniger. Nach einer Vereinbarung im Dezember, die Berichten zufolge von CEO Jensen Huang vermittelt wurde, hat Nvidia die Produktion in Erwartung einer starken Nachfrage und einer potenziellen Rückkehr in einen Markt, den Huang zuvor auf 50 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt hat, hochgefahren. Die langwierige behördenübergreifende Prüfung hat jedoch die Umsetzung verlangsamt, und einige Zulieferer haben die Produktion kritischer Komponenten aufgrund der anhaltenden Ungewissheit gestoppt.
Dieser geopolitische Überhang kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für die Bewertung von Nvidia. Trotz des jüngsten Rückschlags ist die Aktie nach wie vor für eine anhaltende Führungsposition bei den Ausgaben für KI-Infrastrukturen eingepreist, was sie anfällig für negative regulatorische Schlagzeilen macht. Der jüngste Kursrückgang von 3 % auf Tagesbasis spiegelt nicht nur die Besorgnis über verzögerte Einnahmen aus China wider, sondern auch das Unbehagen der Anleger über den Präzedenzfall, den solche Überprüfungen für die künftige US-Politik gegenüber fortschrittlichen Halbleitern schaffen, was kurzfristig zu einer höheren Risikoprämie führt.
Preisszenarien deuten auf eine Handelsspanne mit Abwärtsrisiko hin
Im Basisszenario wird Nvidia in den kommenden Wochen wahrscheinlich in einer Handelsspanne zwischen der Unterstützung bei 176 $ und dem Widerstand bei 195 $ schwanken. Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass es keine unmittelbare Lösung für die chinesischen Exportgenehmigungen gibt und die allgemeinen Aktienmarktbedingungen stabil bleiben. Die Volatilität bliebe erhöht, aber Kursverluste in Richtung der Unterstützung dürften längerfristige Käufer anlocken.
Ein zinsbullisches Szenario würde eine konkrete Bestätigung voraussetzen, dass die US-Behörden H200-Exporte unter praktikablen Bedingungen genehmigen werden. In diesem Fall könnte Nvidia schnell wieder in Richtung 200 $ ansteigen, mit einer anschließenden Bewegung in Richtung 210-215 $, wenn sich die Stimmung verbessert und die Gewinnerwartungen stabilisieren.
Morgan Stanley hält die jüngste Schwäche der Nvidia-Aktie für ungerechtfertigt und verweist auf die starken und sich verbessernden Branchenprüfungen trotz der Bedenken der Anleger über die schwache Performance der Aktie in einem robusten KI-Umfeld. Die Bank sieht ein Aufwärtspotenzial, da die Gewinne in diesem Jahr $9 pro Aktie übersteigen könnten, gegenüber einem Konsens von $7,75, wenn die anstehenden Ergebnisse die anhaltende KI-Nachfrage bestätigen.
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