Prognose für den Erdgaspreis: Durchbruch testet 3-Dollar-Unterstützung, da Herbstgewinne zunichte gemacht wurden

Prognose für den Erdgaspreis: Durchbruch testet 3-Dollar-Unterstützung, da Herbstgewinne zunichte gemacht wurden
Erdgas testet nach starkem Rückgang die $3-Unterstützung

Die US-Erdgasfutures fielen um 4,16 % auf $ 3,108 pro MMBtu und setzten damit eine starke Verkaufswelle fort, die fast alle Gewinne seit der Herbstrallye 2025 wieder zunichte gemacht hat. Die Preise bewegen sich in der Nähe der kritischen Marke von 3 $, da sich die Händler auf das Ende der Winterheizperiode vorbereiten und das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bis zum Frühjahr neu bewerten.

Höhepunkte

  • Erdgas fällt um 4,16 % auf 3,108 $ und gibt damit die meisten Gewinne von Ende 2025 wieder auf.
  • Der Preis wird deutlich unter den wichtigsten gleitenden Durchschnitten gehandelt, was das rückläufige Momentum verstärkt.
  • Die langfristige Trendlinie bei 3 $ wird zur letzten technischen Verteidigung.

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Der Rückzug unterstreicht, wie schnell sich die Stimmung seit dem Anstieg im Januar auf über 7,50 $ geändert hat, als das arktische Wetter zu aggressiven Käufen führte. Nach dem Wegfall dieser Prämie sieht sich der Markt nun mit einer schwächeren saisonalen Nachfrage und einer steigenden Produktion konfrontiert.

Technische Struktur signalisiert anhaltende Schwäche

Aus technischer Sicht ist der Zusammenbruch weiterhin intakt. Erdgas wird weiterhin unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten gehandelt, einschließlich des 50-Tages-EMA bei 3,624 $, des 100-Tages-EMA bei 3,854 $, des 200-Tages-EMA bei 3,678 $ und des längeren 200-Tages-EMA bei 3,834 $. Diese Niveaus bilden nun ein dichtes Band des übergeordneten Widerstands zwischen 3,6 $ und 3,85 $.

Dynamik des Erdgaspreises (Quelle: TradingView)

Der Supertrend-Indikator bei 4,455 $ bleibt im Abwärtsmodus und unterstreicht die Stärke des vorherrschenden Abwärtstrends. Die Chartmuster zeigen eine vollständige Rundreise von den Tiefstständen im September 2025 bei 2,9 $ bis zum Höchststand von 7,5 $ im Januar und zurück in dieselbe Zone.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die langfristige aufsteigende Trendlinie, die von den Tiefstständen im Jahr 2024 bei 2,6 $ ausgeht und sich derzeit bei 3 $ bis 3,05 $ schneidet. Ein entscheidender Durchbruch unter diesen Bereich würde ein strukturelles Scheitern bedeuten und könnte den Bereich zwischen 2,6 $ und 2,8 $ freilegen.

Globale Entwicklungen kontrastieren mit inländischer Schwäche

Aus fundamentaler Sicht sind die inländischen Faktoren weiterhin rückläufig. Die wärmeren Wettervorhersagen verringern die Heizungsnachfrage, während das stetige Produktionswachstum das Angebot erhöht, da der Markt in die Zwischensaison übergeht. Diese Kombination schränkt die Dringlichkeit der Käufer trotz der stark überverkauften Lage ein.

Globale Signale bieten jedoch ein längerfristiges Gegengewicht. Der spanische Netzbetreiber Enagas meldete nach dem Stromausfall vom 28. April einen Anstieg der gasbefeuerten Stromerzeugung um 33 % im vergangenen Jahr, wobei die Stromexporte nach Frankreich um 59 % zunahmen. Diese Daten unterstreichen die Rolle des Erdgases als stabilisierende Energiequelle in Europa, die die strukturelle Nachfrage selbst bei einem Ausbau der erneuerbaren Energien stärkt.

In der Zwischenzeit gab Eni eine bedeutende Offshore-Entdeckung in der Elfenbeinküste bekannt, wobei Calao South schätzungsweise 5,0 Billionen Kubikfuß Gas und 450 Millionen Barrel Kondensat enthält. Der Fund ist zwar kein unmittelbarer Angebotsfaktor, unterstreicht aber die anhaltenden Investitionen in die Gasinfrastruktur und die Erwartung eines anhaltenden Wachstums der LNG-Nachfrage im nächsten Jahrzehnt.

Aussichten bleiben zurückhaltend

Kurzfristig hängt die Entwicklung des Marktes davon ab, ob die 3 $-Trendlinie hält. Ein bestätigter Durchbruch könnte die Verkäufe in Richtung 2,8 $ oder darunter beschleunigen, während eine Stabilisierung zu Short-Eindeckungen einladen könnte.

Wie bereits erwähnt, erwies sich der Anstieg im Januar als anfällig, als die wetterbedingte Nachfrage nachließ. Solange sich das inländische Angebotswachstum nicht verlangsamt oder ein neuer Nachfragekatalysator auftaucht, bleibt Erdgas trotz Anzeichen einer längerfristigen strukturellen Unterstützung im Ausland anfällig.

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