Prognose für den Erdgaspreis: Ein Durchbrechen der Marke von 2,80 USD würde den Bären die Kontrolle sichern.
Die Erdgas-Futures sind auf etwa 2,78 $ pro MMBtu zurückgefallen und haben damit ihren Abwärtstrend fortgesetzt, nachdem frühere Erholungsversuche gescheitert waren. Der Markt zeigt erneut Anzeichen einer Anpassung nach dem Winter, wobei der technische Druck den Weg vorgibt und es noch keine eindeutigen Anzeichen für eine Erschöpfung gibt.
Höhepunkte
- Erdgas wird bei $ 2,78 gehandelt und bleibt damit unter allen wichtigen EMAs.
- Die wichtigste Unterstützung liegt bei 2,75 $, bei einer Beschleunigung der Verkäufe auch bei 2,5 $.
- Der RSI nahe 38 signalisiert ein schwaches Momentum ohne klare überverkaufte Entspannung.
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Auf dem Tages-Chart ist wieder ein klarer Abwärtstrend zu erkennen. Der Kurs liegt nach wie vor fest unter dem gesamten EMA-Stapel, was unterstreicht, dass Erholungen nach wie vor als Verkaufsgelegenheiten und nicht als Trendumkehr betrachtet werden. Der 20-Tages-EMA bei $3,27 hat den 50-Tages-EMA bei $3,62 unterschritten, während sich die 100- und 200-Tages-EMAs bei $3,62 bis $3,71 anhäufen. Diese Ausrichtung hält das Angebot auf der Oberseite hoch und definiert den Bereich zwischen $3,2 und $3,6 als mehrschichtiges Widerstandsband.

NG-Preisdynamik (Quelle: TradingView)
Das übergeordnete Muster steht auch weiterhin im Einklang mit einem vollständigen Retracement des Winteranstiegs. Nach einem Ausbruch über die 7 $-Marke zu Beginn des Jahres hat der Erdgaspreis eine drastische Kehrtwende vollzogen und seitdem niedrigere Höchst- und Tiefststände verzeichnet. Die jüngsten Erholungsversuche kamen unterhalb des fallenden 20-Tage-EMA zum Stillstand, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer den Trendwiderstand und nicht nur horizontale Niveaus verteidigen.
Die Unterstützung ist jetzt dünn. Der unmittelbare Fokus liegt auf $2,75. Ein Tagesschlusskurs unter dieser Marke würde den Wert von 2,5 $ freilegen, wobei 2,4 $ als nächster struktureller Bezugspunkt dienen würde, der mit der Basis vom letzten Sommer verbunden ist. Angesichts der begrenzten Chartstruktur zwischen 2,75 $ und 2,5 $ ist der Markt anfällig für einen schnelleren Abwärtstrend, wenn sich die Stop-Loss-Verkäufe verstärken.
Handelsströme und Schlagzeilen sorgen nicht für eine Trendwende
Die Trends der Handelsströme und Schlagzeilen ändern sich nicht. Die Momentum-Indikatoren sind nach wie vor schwach. Der RSI auf dem Tages-Chart liegt bei 38 und ist weiter rückläufig, was darauf hindeutet, dass es noch Spielraum nach unten gibt, bevor wir eine technische Erschöpfung sehen. Eine kurze Unterbrechung des CME-Globex-Handels in dieser Woche verursachte einige kurzfristige Störungen, änderte aber nichts an der allgemeinen Marktstruktur. Nach der Wiederaufnahme des Handels wurden einige Aufträge storniert, was die kurzfristige Volatilität wahrscheinlich erhöhte, aber der Abwärtstrend war bereits vor diesem Ereignis vorhanden.
Auf makroökonomischer Ebene verlagert sich der Fokus auf längerfristige Versorgungsfragen, insbesondere im Hinblick auf gemeldete Verpflichtungen im Zusammenhang mit russischen LNG-Käufen, die die europäischen Lieferströme ab 2027 beeinflussen könnten. Derzeit gehen die US-Futures nicht von einem Angebotsschock aus, sondern passen sich nach der winterlichen Volatilität an, wobei der Markt immer noch eine rückläufige Positionierung aufweist.
Wie bereits erörtert, hat die Abschwächung nach dem Januar frühe Dip-Käufe wiederholt bestraft, und der Markt verlangte eine klarere Bestätigung, bevor er Long-Engagements belohnte. Dies ist hier weiterhin der Fall. Eine nachhaltige Rückeroberung der Marke von 3,3 $ wäre ein erstes Signal dafür, dass die Abwärtsdynamik nachlässt. Ein Wiederanstieg über 3,6 $ würde die Abwärtsthese weiter in Frage stellen. Bis dahin begünstigt das Kursgeschehen weiterhin starke Verkäufe gegenüber Käufen bei fallenden Kursen.
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