Der Goldpreis stabilisiert sich bei 4.674 $, da der wöchentliche Rückgang auf die durch den Ölpreis ausgelösten Zinsängste trifft

Der Goldpreis stabilisiert sich bei 4.674 $, da der wöchentliche Rückgang auf die durch den Ölpreis ausgelösten Zinsängste trifft
Der Goldpreis erholte sich am Freitag leicht, aber der allgemeine Tenor blieb angesichts der hohen Renditen und des Ölpreises zurückhaltend.

Der Goldpreis (XAU/USD) war am Freitag, dem 20. März, fester, was jedoch wenig an einem Markt änderte, der immer noch auf einen dritten wöchentlichen Verlust in Folge zusteuert. Der Goldpreis bewegt sich in der Nähe der 4.674 $-Marke, da Händler die jüngsten Entscheidungen der Federal Reserve in Bezug auf den Anstieg der Treasury-Renditen und einen Energieschock, der das Inflationsrisiko mehr als lebendig hält, in Betracht ziehen.

Höhepunkte

  • Der Goldpreis fiel am Freitag auf rund 4.615 $.
  • Die Fed beließ die Zinssätze bei 3,50 % bis 3,75 %, während die Märkte die Erwartungen an eine lockere Politik zurückschraubten.
  • Rohöl der Sorte Brent hielt sich in der Nähe von 108 bis 109 $, wodurch der Inflationsdruck weiterhin im Vordergrund stand.

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Der Goldpreis stabilisierte sich nach einem Ausbruch nach unten. Der Preis erreichte am Freitag kurzzeitig etwa 4.615 $, bevor er sich wieder in Richtung 4.674 $ bewegte, was darauf hindeutet, dass sich Schnäppchenkäufe abzeichnen, wenn auch noch nicht mit genügend Nachdruck, um den kurzfristigen Trend umzuschreiben.

Der Nahbereich ist hier wichtig. Der Bereich um 4.600 $ wird zur ersten Linie, die Händler bis zum Handelsschluss im Auge behalten werden, während 4.800 $ die Marke bleibt, die zurückerobert werden müsste, um den Druck, der durch den Ausverkauf in dieser Woche entstanden ist, zu verringern.

Das Momentum sieht derzeit eher defensiv als konstruktiv aus. Der Markt wird nicht mehr wie ein reiner geopolitischer sicherer Hafen gehandelt, sondern verhält sich wie ein Vermögenswert, der zwischen dem Ereignisrisiko und den steigenden Kosten für eine Position ohne Rendite schwankt.

Dynamik des Goldpreises (Februar-März 2026). Quelle: TradingView.

Der makroökonomische Druck ist noch nicht verschwunden

Die wichtigste Veränderung in dieser Woche ging von den politischen Erwartungen aus, nachdem die Fed am 18. März ihren Zielkorridor unverändert gelassen und ihre Inflationsperspektive angehoben hatte - eine Mischung, die die Händler vor der Annahme zurückschrecken ließ, dass niedrigere Zinsen in greifbarer Nähe sind.

Darüber hinaus haben die höheren Energiepreise die Inflationserwartungen noch verstärkt. Rohöl der Sorte Brent schwankte heftig, blieb aber am Freitag bei 108 bis 109 $, nachdem es im Laufe der Woche deutlich über 100 $ gestiegen war, was den Gedanken verstärkte, dass die Zentralbanken möglicherweise länger restriktiv bleiben müssen, als die Märkte Anfang des Monats erwartet hatten.

Die Renditen von Staatsanleihen spiegeln diese Anpassung wider. Die 10-jährige US-Rendite kletterte am Freitag auf etwa 4,30 % und damit auf den höchsten Stand seit Mitte 2025, was es für Gold schwieriger machte, Anschlusskäufe anzuziehen, selbst wenn der Nahostkonflikt noch ungelöst ist.

Der nächste Schritt könnte davon abhängen, ob die Renditen nachgeben

Eine konstruktivere Entwicklung würde eine gewisse Entspannung auf der Zins- und Energieseite der Gleichung erfordern. Wenn sich der Ölpreis weiter abkühlt und die Anleiherenditen nicht weiter steigen, könnte der Goldpreis die in dieser Woche erlittenen Schäden weiter beheben und sich wieder in Richtung der oberen 4.700 $-Marke bewegen, wobei ein erneuter Test der 4.800 $-Marke plausibel wird, wenn sich das Angebot ausweitet.

Das Risiko auf der anderen Seite besteht darin, dass der Markt den Aufschwung vom Freitag nur als Pause ansieht. Wenn die Renditen hoch bleiben und die Inflationsbefürchtungen mit dem Ölschock zusammenhängen, könnte der Goldpreis wieder in Richtung 4.600 $ abrutschen, und ein klarer Verlust dieser Zone würde das jüngste Tief bei 4.615 $ und dann die unteren Unterstützungsbänder wieder ins Spiel bringen.

Gold wird immer noch in zwei Richtungen gleichzeitig gezogen: Der geopolitische Stress bietet einen Boden, während die höheren realen Kosten den Enthusiasmus dämpfen. Diese Spannung hat dazu geführt, dass es bei dem Metall weniger um Panikkäufe geht als vielmehr um die Frage, ob sich das Zinsumfeld endlich abschwächt.

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