US-Rohöl hält sich über 100 $, Ausblick bleibt positiv

US-Rohöl hält sich über 100 $, Ausblick bleibt positiv
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Der Ölmarkt erlebt weiterhin eine erhöhte Volatilität: WTI (US-Rohöl) wird nach starken Schwankungen in den letzten Wochen um die 100 $ pro Barrel gehandelt. Haupttreiber bleibt die Situation rund um den Iran und die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Routen für die weltweite Ölversorgung. 

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Selbst inmitten von Diskussionen über einen potenziellen Waffenstillstand preisen Händler weiterhin Risiken von Versorgungsunterbrechungen ein, und der Markt reagiert auf fast jede Erklärung aus den USA, dem Iran und der OPEC+.

Öllagerbestände sinken schneller als erwartet

Laut der jüngsten EIA-Prognose sinken die weltweiten Öllagerbestände deutlich schneller als zuvor geschätzt. Die Behörde erwartet für 2026 ein Versorgungsdefizit von etwa 2,6 Millionen Barrel pro Tag, während im zweiten Quartal bereits einer der größten Bestandsabfalle der letzten Jahre zu verzeichnen war. Zusätzliche Unterstützung für die Preise kommt von den sinkenden kommerziellen Rohölvorräten in den USA: Die amerikanischen Reserven sind die zweite Woche in Folge gefallen, während die Benzinvorräte unter den saisonalen Normen bleiben.

OPEC+, die USA und China verhindern einen Preisschock

Trotz anhaltender Spannungen vermeidet der Markt bisher ein Szenario extrem hoher Ölpreise. Analysten von Morgan Stanley und der IEA stellen fest, dass die Situation teilweise durch die USA und China stabilisiert wird: Washington hat die Ölexporte erhöht, während China die Importe reduziert hat und verstärkt auf inländische Reserven zurückgreift. Gleichzeitig nimmt die Instabilität innerhalb der OPEC zu – der Austritt der VAE aus der Organisation ist zu einem unerwarteten Faktor geworden, der Zweifel an der langfristigen Einheit des Kartells aufkommen lässt. Dies erhöht die Unsicherheit bezüglich künftiger Quoten und der Fähigkeit der OPEC, den Markt zu kontrollieren.

Wie es weitergeht: Das wichtigste Marktszenario

Das Basisszenario sieht für die kommenden Monate eine anhaltend hohe Volatilität vor. Solange die Risiken im Nahen Osten bestehen bleiben, ist ein nachhaltiger Rückgang des Ölpreises unwahrscheinlich. Der Markt beginnt jedoch allmählich, die gegenteilige Kraft einzupreisen – ein verlangsamtes globales Wirtschaftswachstum und eine potenzielle Nachfrageschwäche in der zweiten Jahreshälfte.

Daher erscheint die Spanne von 95–110 $ pro Barrel für WTI derzeit am wahrscheinlichsten, während die künftige Richtung – wie bereits erwähnt, US-Rohöl bleibt stark von der Geopolitik beeinflusst – primär von der Geopolitik, den OPEC+-Entscheidungen und der Dynamik der US-Lagerbestände abhängen wird.

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