Das Paar EUR/USD handelt weiterhin innerhalb der Spanne von 1,1700–1,1750, obwohl die Marktstimmung in den letzten Sitzungen zunehmend nervöser geworden ist. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, einen festen Ausbruch über 1,1750 zu etablieren, sah sich der Euro einer erneuten Nachfrage nach dem US-Dollar gegenüber.
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Die Hauptkatalysatoren waren stärker als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten und steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie rund um die Straße von Hormus, was die Nachfrage der Anleger nach Safe-Haven-Assets ankurbelte.
Fed-Erwartungen und Inflation stützen erneut den Dollar
Zusätzlicher Druck auf EUR/USD entstand durch neue US-PPI-Inflationszahlen, die die Markterwartungen übertrafen. Dies verstärkte die Zweifel an einer kurzfristigen geldpolitischen Lockerung durch die Federal Reserve und trieb die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben. Infolgedessen sind die Marktteilnehmer vorsichtiger in Bezug auf potenzielle US-Zinssenkungen geworden, während die EZB nach mehreren Sitzungen ohne Änderungen der geldpolitischen Einstellungen eine abwartende Haltung beibehält.
Geopolitische Risiken erhöhen die Nachfrage nach Safe-Haven-Assets
Die Anlegerstimmung hat sich auch aufgrund mangelnder Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran abgeschwächt. Risiken einer weiteren Eskalation in der Region stützen weiterhin die Ölpreise und stärken die Rolle des Dollars als traditionelle Fluchtwährung. Frühere Hoffnungen auf eine Deeskalation hatten den Euro gestützt, aber der Markt preist nun allmählich ein vorsichtigeres Szenario ein, was das Aufwärtspotenzial für EUR/USD begrenzt.
Technischer Ausblick und kurzfristige Prognose
Aus technischer Sicht hält sich das Paar weiterhin oberhalb der wichtigen Unterstützungszone um 1,1670–1,1700, wo sich der gleitende Durchschnitt der 200er-Periode im Vier-Stunden-Chart befindet. Die Momentum-Indikatoren deuten jedoch auf einen nachlassenden bullischen Druck hin: Der RSI bleibt unter der neutralen 50er-Marke, während der MACD im negativen Bereich verweilt. Kurzfristig liegt der Widerstand bei 1,1800–1,1820, während ein Durchbruch unter 1,1700 die Tür für eine tiefere Korrektur in Richtung 1,1670 und darunter öffnen könnte.
Die Rückkehr zu 1,1700, wie bereits in EUR/USD unter Druck, da Bullen an 1,1800 scheitern erwähnt, erhöht das Risiko eines tieferen Rücksetzers.
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