Indiens Beschränkungen für zollfreie Gold-Importe drücken den Preis nach unten

Indiens Beschränkungen für zollfreie Gold-Importe drücken den Preis nach unten
Gold fällt heute um 2,17 % auf 4.551 $.

Gold (XAU) wird bei 4.551,04 $ gehandelt, ein Rückgang von 2,17 % am Tag. Der Vermögenswert liegt unter seinen wichtigen kurzfristigen und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten und bleibt knapp unter dem langfristigen Durchschnitt, was anhaltenden Verkaufsdruck widerspiegelt.

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Höhepunkte

  • Indien hat die Einfuhrzölle auf Gold und Silber auf 15 % erhöht, was die Kosten für formelle Goldeinfuhren steigert und die lokale Nachfrage dämpft.
  • Neue Beschränkungen für zollfreies Gold für Schmuckexporteure und strengere Importobergrenzen spiegeln Indiens Maßnahmen zur Unterstützung der Rupie und zur Verwaltung der Reserven wider.
  • Gold notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten mit bärischem Momentum und wird voraussichtlich zwischen 4.500 und 4.700 US-Dollar schwanken, da starker Verkaufsdruck herrscht.

Indische Importbeschränkungen belasten globale Goldströme und Stimmung

Am 15. Mai berichtete der World Gold Council, dass Indien den Einfuhrzoll auf Gold und Silber auf 15 % erhöht hat, was die Gesamtkosten für formelle Goldimporte in einen der größten Verbrauchermärkte der Welt erheblich steigert. Weitere Maßnahmen wurden von den indischen Behörden ergriffen, darunter strenge neue Lizenzobergrenzen für zollfreie Goldimporte durch Schmuckexporteure sowie zusätzliche Beschränkungen für zulässige Importmengen im Rahmen des Advance Authorization Scheme. Diese jüngsten regulatorischen Änderungen spiegeln Indiens anhaltende Bemühungen wider, die Devisenreserven zu steuern und die Rupie durch die Eindämmung der Goldnachfrage zu stützen, was zu weiterem Abwärtsdruck auf die internationalen Goldströme beiträgt.

Bärische Dynamik hält an, da Widerstand besteht und Volatilität steigt

Gold bleibt unter seinem MA-20 (4.659,24 $), MA-50 (4.659,83 $) und knapp unter dem MA-200 (4.591,19 $), wobei das Ichimoku Kijun-Niveau bei 4.693,86 $ als unmittelbarer Widerstand fungiert. Momentum-Indikatoren im Tageschart sind bärisch: Sowohl der MACD als auch der ADX signalisieren anhaltende Verkäufe, während der RSI mit 47,85 eine bärische Tendenz aufweist. Der Stoch RSI und CCI sind neutral und zeigen weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen an, und der Bull/Bear Power (BBP) bestätigt die Dominanz der Verkäufer. Der Awesome Oscillator (AO) liefert keine Trendbestätigung und deutet auf einen Mangel an Gegenbewegung hin. Die heutige Sitzung begann mit einer moderaten Abwärtslücke vom gestrigen Schlusskurs (4.651,91 $) zum Eröffnungskurs (4.615,31 $), wobei der Preis nahe den Tagestiefs (4.534,94–4.620,65 $) schwankte, was auf erhöhte Volatilität und anhaltenden Abwärtsdruck hinweist.

Seitwärtskonsolidierung wahrscheinlich, da Erholungschancen schwinden

In den nächsten fünf Handelstagen wird erwartet, dass sich Gold innerhalb einer Volatilitätsspanne von 4.500 bis 4.700 $ bewegt. Die Wahrscheinlichkeit einer Preisrallye über das aktuelle Niveau hinaus ist gering, mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 20 % für ein solches Szenario. Das wahrscheinlichste Ergebnis ist eine Seitwärtskonsolidierung zwischen 4.500 und 4.700 $. Ein breakout über 4.700 $ wäre erforderlich, um eine bullische Dynamik anzuzeigen, während ein nachhaltiger Handel unter 4.500 $ erneute Verkäufe und einen möglichen Abwärtsausbruch bestätigen würde.

Viktoras Karapetjanc, Experte bei Traders Union, sieht die strengeren Importzölle und -obergrenzen Indiens als erheblichen Gegenwind für die weltweite Goldnachfrage. Er ist der Ansicht, dass diese makroökonomischen Maßnahmen in Verbindung mit anhaltendem Verkaufsdruck und schwacher Stimmung kurzfristig das Aufwärtspotenzial für Gold begrenzen. Der Analyst erwartet, dass die Preisentwicklung gedämpft bleibt, sofern sich die globalen Kapitalströme nicht ändern. „Langfristig bin ich konstruktiv eingestellt, aber derzeit belasten die Fundamentaldaten und das makroökonomische Umfeld den Goldpreis, daher warte ich auf stärkere Nachfragesignale, bevor ich optimistischer werde.“

Zuvor wurde berichtet, dass U.S.-Gesetzgeber die Überprüfung der Goldbeschaffungspraktiken der Mint aufgrund möglicher Verbindungen zu illegalen ausländischen Bergbauaktivitäten intensiviert haben. Diese anhaltenden Compliance- und Lieferkettenbedenken fügen der aktuellen technischen Schwäche eine weitere Risikokomponente hinzu und unterstreichen die Notwendigkeit für Händler, geopolitische Entwicklungen zusammen mit der 4.700-$-Marke als wichtigen Wendepunkt in den kommenden Sitzungen zu beobachten.

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