Gold handelt höher, nachdem Zentralbanken aus Schwellenländern ihre Goldreserven aufgestockt haben.

Gold handelt höher, nachdem Zentralbanken aus Schwellenländern ihre Goldreserven aufgestockt haben.
Gold steigt heute um 1,54 % auf 4.568,92 $.

Gold (XAU) wird nach einem Tagesanstieg von 1,54 % bei 4.568,92 $ gehandelt, eröffnete fester und beendete die Sitzung mit deutlicher Aufwärtsbewegung. Der Kurs bleibt unter den wichtigen kurzfristigen und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten und spiegelt damit einen Test der langfristigen Unterstützung wider.

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Höhepunkte

  • Ein Drohnenangriff in der Nähe einer UAE-Atomanlage hat das geopolitische Risiko im Nahen Osten deutlich erhöht und die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen inmitten der Volatilität gesteigert.
  • Die Zentralbanken der Schwellenländer haben den Kauf von Goldreserven beschleunigt, um sich vom US dollar-Risiko zu diversifizieren und die strukturelle Nachfrage nach dem Metall zu stärken.
  • Gold notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, und die technischen Indikatoren sind bärisch; der Kurs dürfte sich kurzfristig in einer Spanne zwischen 4.470 $ und 4.620 $ bewegen.

Die Safe-Hafen-Nachfrage steigt angesichts wachsender Risiken im Nahen Osten und Veränderungen bei den Reserven

Ein Drohnenangriff auf eine Atomanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat das geopolitische Risiko im Nahen Osten rasch erhöht und Marktteilnehmer dazu veranlasst, die Gold-Funktion als sicherer Hafen angesichts der zunehmenden Volatilität neu zu bewerten. Gleichzeitig haben Zentralbanken in Schwellenländern ihre Goldakkumulationsstrategien beschleunigt, um Reserven zu diversifizieren und die Abhängigkeit von möglichen US dollar-Sanktionen und monetärer Instabilität zu verringern, was die langfristige Nachfrage nach dem Edelmetall stützt. Zusätzliche Spannungen spiegeln sich in der Warnung der USA an den Iran und mehreren Drohnen-Abwehraktionen in Saudi-Arabien wider, was die Unsicherheit und die weltweite Nachfrage nach defensiven Anlagen wie Gold weiter verstärkt.

Überverkaufte technische Indikatoren bleiben bestehen, während der Abwärtsdruck den Widerstand herausfordert

Technisch gesehen handelt XAU unter dem 20-Tage- (4.640,92 $), 50-Tage- (4.663,22 $) und knapp unter dem 200-Tage- (4.594,02 $) einfachen gleitenden Durchschnitt, wobei das Ichimoku-Kijun-Niveau bei 4.693,86 $ als unmittelbarer Widerstand fungiert. Der D1-MACD bleibt negativ und signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck, während der ADX auf einen schwachen Trend hinweist. Die Oszillatorwerte zeigen ausgeprägte überverkaufte Bedingungen – RSI bei 38,3, Stoch RSI bei 12,7 (überverkauft) und CCI bei -114,94 (überverkauft) – was darauf hindeutet, dass der Kurs nach unten überdehnt ist. Der BBP bei -85,40 unterstreicht die anhaltende Dominanz der Verkäufer im Intraday-Momentum, und der Awesome Oscillator bestätigt die vorherrschende Abwärtsrichtung. Das Vorhandensein eines Aufwärtsgaps und der aktuelle Kurs nahe dem Tageshoch spiegeln trotz überdehnter technischer Indikatoren eine anhaltende Intraday-Volatilität wider.

Range trading wahrscheinlich, da überverkaufte Signale mit dem bärischen Trend konkurrieren

Kurzfristig dürfte Gold innerhalb einer typischen Volatilitätsspanne zwischen 4.470 $ und 4.620 $ schwanken, da kurzfristige überverkaufte Bedingungen den anhaltenden Abwärtsdruck ausgleichen. Das Basisszenario sieht eine Seitwärtsbewegung vor, wobei die Wahrscheinlichkeit eines breakout nach oben gering ist (unter 20 %), da die meisten Wochenindikatoren neutral bis bärisch bleiben, abgesehen von einem einzelnen bullischen Signal beim MACD. Ein Anstieg über 4.693,86 $ könnte einen Squeeze in Richtung 4.700 $ auslösen, hierfür wäre jedoch ein klarer Nachweis erneuten Käuferinteresses erforderlich. Sollte Gold unter 4.470 $ fallen, könnten Verkäufer für eine längere Bewegung in Richtung tieferer Unterstützungsniveaus an Einfluss gewinnen.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, stellt fest, dass geopolitische Spannungen und die Akkumulation durch Zentralbanken den Gold-Preis etwas stützen, das technische Gesamtbild jedoch weiterhin bärisch bleibt. Er sieht überverkaufte Bedingungen, die auf eine kurzfristige Stabilisierung hindeuten, warnt jedoch, dass das Momentum unterhalb des wichtigen Widerstands bei 4.693,86 $ weiterhin schwach ist. Kharitonov geht davon aus, dass das Basisszenario eine seitwärts gerichtete Kursentwicklung mit defensiver Tendenz ist. „Solange sich XAU nicht über die wichtigen gleitenden Durchschnitte erholt und 4.693,86 $ überwindet, bleibe ich vorsichtig und sehe Anstiege als Gelegenheiten, das Risiko zu reduzieren.“

Zuvor hatten Analysten darauf hingewiesen, dass die anhaltende technische Schwäche und sich verändernde Angebotsdynamik Gold unter konstantem bärischen Druck halten. Die jüngste Eskalation des geopolitischen Risikos im Nahen Osten in Verbindung mit beschleunigten Goldkäufen der Zentralbanken stellt einen bedeutenden neuen Treiber für potenzielle Volatilität dar, sodass das Risiko eines Ausbruchs über 4.693,86 $ eine entscheidende Marke für eine mögliche Trendwende bleibt.

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