Erdgas bleibt unter 3,00 $

Erdgas bleibt unter 3,00 $
NATGAS

​Die Erdgaspreise zeigen Ende Mai weiterhin eine erhöhte Volatilität, nachdem sie Anfang des Monats stark gefallen sind. Aktuell bleibt NATGAS unter Druck und notiert nahe der Marke von 2,90 $. 

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Der Hauptabwärtsdruck resultiert aus steigenden Gasvorräten sowohl in den USA als auch in Europa, begünstigt durch mildere Wetterbedingungen und eine schwächere saisonale Nachfrage. Gleichzeitig begrenzen geopolitische Risiken und anhaltende Spannungen im Nahen Osten das Potenzial für einen stärkeren Preisrückgang.

Europäischer Markt bleibt anfällig für Angebotsrisiken

In Europa konzentrieren sich Investoren weiterhin auf die Auffüllraten der Gasspeicher und die Möglichkeit von Störungen bei LNG-Lieferungen. Laut aktuellen Daten liegen die europäischen Gasspeicherbestände bereits über dem saisonalen Durchschnitt, was das Risiko von Engpässen vor der nächsten Heizperiode verringert. Dennoch bleibt der Markt äußerst sensibel gegenüber Nachrichten zu Lieferungen aus den USA, Katar und Norwegen. Zusätzliche Unterstützung für die Preise kommt durch den anhaltenden Wettbewerb zwischen Europa und Asien um LNG-Ladungen.

US-Produktion steigt, Nachfrage bleibt instabil

Am US-Markt nimmt der Druck aufgrund höherer Produktion und größer als erwarteter Lageraufbauten zu. Jüngste EIA-Berichte zeigten einen weiteren Anstieg der Speicherbestände, was den Verkaufsdruck vorübergehend verstärkte. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage aus Industrie und LNG-Exporten uneinheitlich: Hohe Temperaturen in einigen Bundesstaaten stützen weiterhin den Stromverbrauch, obwohl das Gesamtmarktgleichgewicht weiterhin auf ein Überangebot hindeutet.

Ausblick kurzfristig: Seitwärtsbewegung mit Risiko plötzlicher Ausschläge

Kurzfristig erwarten Analysten, dass sich die Erdgaspreise in einer breiten Handelsspanne bewegen. Wichtige Unterstützung liegt im Bereich von 2,80–2,70 $, während der Widerstand bei etwa 3,00–3,05 $ pro MMBtu liegt, wobei derzeit die Abwärtsrisiken überwiegen. Für den europäischen TTF-Markt bleiben Wetterprognosen, Speicherstände und Entwicklungen bei den globalen LNG-Lieferungen die wichtigsten Einflussfaktoren.

Jede Eskalation geopolitischer Spannungen oder Exportstörungen, wie ich auch im Artikel Erdgas unter Druck, da Angebot auf Nachfrage trifft erwähnt habe, könnte schnell wieder Käufer an den Markt bringen und eine neue Volatilitätsspitze auslösen.

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