Dow-, S&P 500- und Nasdaq-Futures fallen, da das Hormuz-Risiko steigt
US-Aktienfutures gaben nach, nachdem eine neue Welle von US-Angriffen auf den Iran in der Nähe der Straße von Hormuz das geopolitische Risiko wieder in den Fokus rückte. Der Druck auf die Indizes wurde teilweise durch starke Quartalszahlen aus dem Technologiesektor abgefedert, die zeigten, dass die Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz weiterhin einer der Haupttreiber der Unternehmensausgaben ist.
Höhepunkte
- Dow Jones-Futures fielen um 0,2 %, S&P 500-Futures sanken um 0,4 % und Nasdaq 100-Futures verloren 0,8 %.
- Snowflake sprang nach starken Zahlen und einem 6-Milliarden-Dollar-AWS-Deal um mehr als 30 % nach oben.
- Anleger warten auf PCE-Daten, die die Erwartungen an die nächste Zinsschritt beeinflussen könnten.
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Wall Street entfernt sich von Rekordständen
Dow Jones-Futures fielen um 0,2 %, S&P 500-Futures sanken um 0,4 % und die technologieorientierten Nasdaq 100-Futures verloren 0,8 %. Der Rückgang erfolgte, nachdem alle drei großen Indizes am Vortag vorsichtig Rekordstände erreicht hatten, wie Yahoo!Finance berichtete. Zu diesem Zeitpunkt hatten Anleger auf mögliche diplomatische Fortschritte zwischen den USA und dem Iran sowie auf eine potenzielle Entspannung der Risiken rund um die Straße von Hormuz gesetzt.
Die Stimmung drehte sich nach Berichten über eine zweite Welle von US-Angriffen auf iranische Ziele innerhalb von drei Tagen. Die Straße von Hormuz bleibt einer der sensibelsten Punkte auf den globalen Energiemärkten, sodass jede Eskalation in ihrer Nähe schnell Ölpreise und Inflationserwartungen beeinflusst.
Der Ölpreis stieg am Donnerstag nach einem weiteren Schlagabtausch, was die Fragilität der Waffenruhe unterstreicht. Für den Aktienmarkt ist das eine unangenehme Mischung: Geopolitische Unsicherheit erhöht die Nachfrage nach defensiven Anlagen, während teureres Öl den Kampf der Federal Reserve gegen die Inflation erschweren könnte.
KI stützt weiterhin den Technologiesektor
Auch wenn die Futures insgesamt nachgaben, sorgten Unternehmenszahlen für vorsichtigen Optimismus bei den Anlegern. Snowflake, Marvell und HP meldeten nach Börsenschluss am Mittwoch starke Ergebnisse und bestätigten eine solide Nachfrage nach Cloud-Diensten, Chips und Computern im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.
Snowflake stand besonders im Fokus. Das Unternehmen gab einen 6-Milliarden-Dollar-Deal mit Amazon Web Services bekannt, woraufhin die Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 30 % zulegte. Für den Markt ist das ein weiteres Zeichen dafür, dass KI-Investitionen sich über die größten Chiphersteller hinaus auf Cloud-Infrastruktur, Datenbanken und Unternehmenssoftware ausweiten.
Auch Salesforce übertraf die Gewinnerwartungen der Wall Street, doch der vorsichtige Ausblick verstärkte die Sorgen der Anleger. Der Markt beobachtet genau, welche Unternehmen KI in zusätzliche Umsätze umwandeln und bei wem das Geschäftsmodell dadurch unter Druck geraten könnte.
Inflation wird zum nächsten großen Test
Der nächste zentrale Fokus der Anleger ist der Preisindex für persönliche Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve. Zeigt der Bericht stärkeren Preisdruck, könnten die Märkte ihre Zinserwartungen anpassen.
Die Berichtssaison endet zudem mit einem vollen Tag: Costco, Dell Technologies, Dollar Tree, Best Buy und Gap werden Ergebnisse vorlegen. Ihre Zahlen werden zeigen, wie widerstandsfähig die Verbrauchernachfrage und die Unternehmensausgaben angesichts höherer Ölpreise, gestiegener Zinsen und geopolitischer Unsicherheit bleiben.
Für den Markt ist nicht nur der Rückgang der Nasdaq 100-Futures um 0,8 % entscheidend. Wichtiger ist das Gleichgewicht zwischen zwei Kräften: KI stützt weiterhin Technologiewerte, während Angriffe bei Hormuz, steigende Ölpreise und Inflationsrisiken die Bereitschaft der Anleger begrenzen, den Markt auf Rekordniveau zu kaufen.
Wir berichteten außerdem, dass Gold trotz erneuter US-Iran-Kriegsspannungen auf ein Zwei-Monats-Tief fällt.
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