SPD fällt in GMS-Umfrage auf 11 Prozent

SPD fällt in GMS-Umfrage auf 11 Prozent
SPD stürzt auf 11%

Der anhaltende Rückgang in den bundesweiten Umfragen verschärft den Druck auf die SPD-Führung in einer Phase, in der wirtschaftspolitische Reformen im Fokus stehen. In einer aktuellen Erhebung rutscht die Partei auf 11 Prozent ab und liegt damit nur noch gleichauf mit der Linken.

Höhepunkte

  • Die SPD fällt laut GMS-Umfrage vom 27. Mai bis 1. Juni auf 11 Prozent, ein Rückgang von fünf Prozentpunkten seit 3. März.
  • Die AfD steigt auf 27 Prozent (+3 Punkte) und führt vor der Union mit 23 Prozent (−3 Punkte) und den Grünen mit 16 Prozent (+4 Punkte).
  • Die FDP erreicht mit 5 Prozent erneut die Bundestagsschwelle, während politischer Druck auf die SPD-Führung aufgrund weiter sinkender Zustimmung wächst.

Aktuelle Umfragewerte und Erhebungszeitraum

BILD.de berichtet unter Verweis auf eine Umfrage der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung, dass die SPD derzeit nur noch auf 11 Prozent kommt. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als bei der vorherigen Befragung vom 3. März, womit die von Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil sowie Arbeitsministerin Bärbel Bas geführte Partei weiter an Zustimmung verliert.

In der Erhebung liegt die AfD mit 27 Prozent an der Spitze und gewinnt drei Prozentpunkte hinzu. Dahinter folgt die Union mit 23 Prozent, ein Minus von drei Punkten, während die Grünen auf 16 Prozent zulegen und damit vier Punkte gewinnen.

Die FDP erreicht mit 5 Prozent erstmals seit Sommer 2024 wieder die Schwelle für den Einzug in den Bundestag. Die Linke verbessert sich leicht auf 11 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD, während das BSW mit 2 Prozent weiter zurückfällt.

Politischer Druck auf die Parteiführung wächst

Die neuen Werte verschärfen den politischen Druck auf die SPD-Spitze, weil die Partei damit nur noch knapp über der Einstelligkeit liegt. Zugleich fällt der Rückgang in eine Phase, in der von der Regierung Antworten auf wirtschaftliche Probleme und angekündigte Reformen erwartet werden.

Die GMS-Umfrage wurde vom 27. Mai bis 1. Juni unter 1.023 Befragten durchgeführt. Die Ergebnisse deuten auf eine weitere Verschiebung der Kräfteverhältnisse im deutschen Parteiensystem hin, vor allem zugunsten der AfD und der Grünen.

In unserem früheren Beitrag zur Debatte um die Führung der Union und die Spekulationen über Alternativen zu Friedrich Merz haben wir gezeigt, wie schwache Umfragewerte die parteiinternen Diskussionen anheizen. Damals deuteten Erhebungen darauf hin, dass ein Kanzlerwechsel von vielen zwar skeptisch gesehen wird, zugleich aber ein relevanter Teil der Befragten darin Potenzial für bessere Zustimmungswerte sah.

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