SpaceX peilt einen IPO-Preis von 135 US-Dollar an, um einen Rekordbetrag von 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln
SpaceX plant, den Preis für seinen Börsengang auf 135 US-Dollar pro Aktie festzulegen – ein seltener Schritt, der es Elon Musks Raketen- und Satellitenunternehmen ermöglichen würde, noch vor Beginn der Investoren-Roadshow eine Rekordsumme von 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Das Angebot würde SpaceX mit etwa 1,75 Billionen US-Dollar bewerten und eines der wertvollsten privaten Unternehmen der Welt ins Zentrum eines wiederbelebten IPO-Marktes rücken.
Höhepunkte
- SpaceX plant, einen IPO-Preis von 135 US-Dollar pro Aktie anzustreben.
- Das Unternehmen will rund 555,6 Millionen Aktien verkaufen und 75 Milliarden US-Dollar einnehmen.
- Die angestrebte Bewertung liegt bei etwa 1,75 Billionen US-Dollar.
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SpaceX bricht mit IPO-Konventionen
Das Unternehmen plant laut einer von Reuters zitierten Quelle den Verkauf von rund 555,6 Millionen Aktien. Die Roadshow soll am Donnerstag beginnen, nachdem zuvor bereits „Test-the-Waters“-Gespräche mit Investoren geführt wurden. Die Konditionen könnten sich jedoch noch ändern, sobald das formale Marketing startet.
Der geplante Festpreis ist ungewöhnlich. Üblicherweise geben Unternehmen vor dem Bookbuilding eine Preisspanne an, sodass Banker den endgültigen Preis je nach Nachfrage anpassen können. Mit der Festlegung auf 135 US-Dollar pro Aktie vor der Roadshow signalisiert SpaceX Vertrauen darauf, dass die Nachfrage stark genug sein wird, um einen der größten Börsengänge aller Zeiten zu stützen.
Das Investoreninteresse dürfte enorm sein. Der Börsengang folgt auf Jahre mit verhaltener Emission großer Unternehmen und findet vor möglichen IPOs von KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic statt.
Ein Raumfahrt- und KI-Unternehmen geht an die Börse
SpaceX wird inzwischen nicht mehr nur als Raketen- und Satellitenkommunikationsunternehmen bewertet. Musk fusionierte SpaceX Anfang des Jahres mit xAI und vereinte Raketen, Starlink, X und den Grok-Chatbot unter einer Unternehmensstruktur – und fügte der IPO-Story eine KI-Komponente hinzu.
Diese Kombination verschafft Investoren Zugang zu mehreren großen, aber kapitalintensiven Märkten: wiederverwendbare Raketen, Satelliten-Breitband, KI-Infrastruktur und potenziell zukünftige weltraumbasierte Rechenzentren. Gleichzeitig erschwert sie die Bewertung, da öffentliche Investoren sowohl die profitablen oder reiferen Bereiche von SpaceX als auch die spekulativeren KI-Ambitionen von xAI einschätzen müssen.
Ein Markttest für Mega-Börsengänge
Der SpaceX-Börsengang ist deshalb bedeutsam, weil er den Ton für eine Welle von Billionen-Dollar-Unternehmen setzen könnte, die an die Börse streben. Sollte der Deal gelingen, könnte dies OpenAI, Anthropic und andere KI-nahe Firmen dazu ermutigen, schneller an die Börse zu gehen.
Auch die Größenordnung stellt den Markt vor Herausforderungen. Um 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln, müssten Investoren in einem Ausmaß Kapital bereitstellen, das bei IPOs selten ist – was Portfoliomanager dazu zwingen könnte, andere Positionen zu verkaufen oder ihre Allokationen anzupassen. SpaceX testet damit nicht nur die Nachfrage nach seinen Aktien, sondern auch, wie viel Platz die öffentlichen Märkte für die nächste Generation von Mega-Tech-Unternehmen bieten.
Zuvor wurde berichtet, dass SpaceX das IPO-Bewertungsziel auf 1,8 Billionen US-Dollar gesenkt hat, da der Börsengang näher rückt.
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