Nach einem erneuten Test einer starken Unterstützungszone hat der EUR/USD seine Erholung fortgesetzt und bestätigt damit den Fortbestand eines mittelfristigen Aufwärtstrends. Die Käufer verteidigen weiterhin den Unterstützungsbereich um 1,1600, während sich die Erholung vor dem Hintergrund wachsender Erwartungen an eine straffere EZB-Politik entwickelt.
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Das technische Bild bleibt konstruktiv: Solange die Unterstützung hält, betrachtet der Markt die aktuelle Bewegung eher als Korrektur innerhalb eines breiteren Aufwärtszyklus und nicht als Beginn einer Umkehr.
Inflation erhöht den Druck auf die EZB
Der Haupttreiber bleibt die beschleunigte Inflation in der Eurozone. Nach den jüngsten Daten ist die Rate auf 3,2 % gestiegen, während auch die Kern- und Dienstleistungsinflation zunehmen, was darauf hindeutet, dass sich der Preisdruck über den Energiesektor hinaus ausweitet. Vor diesem Hintergrund preist der Markt eine Zinserhöhung der EZB auf der Sitzung am 11. Juni fast vollständig ein, wobei einige Teilnehmer bereits zusätzliche Straffungsschritte in der zweiten Jahreshälfte erwarten.
Fundamentale Unterstützung für den Euro bleibt bestehen
Ein weiterer unterstützender Faktor für den Euro ist die erwartete Verringerung der geldpolitischen Kluft zwischen der Federal Reserve und der EZB. Viele Analysten rechnen mit einem weicheren Zinspfad in den USA bei gleichzeitig vorsichtigerem Vorgehen der europäischen Regulierungsbehörde. Diese Konstellation ist traditionell günstig für den Euro und begrenzt das Abwärtspotenzial des Paares, selbst angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums in der Eurozone.
Nächster Fokus — EZB-Sitzung
Im Vorfeld der EZB-Entscheidung dürfte der Markt weiterhin hochsensibel auf Inflationsdaten und Kommentare von Entscheidungsträgern reagieren. Sollte die erwartete Zinserhöhung mit einer hawkishen Rhetorik bestätigt werden, könnte sich die aktuelle Erholung von der Unterstützung weiter ausdehnen, mit einem erneuten Versuch, sich in Richtung der jüngsten lokalen Hochs zu bewegen. Jegliche Anzeichen für eine vorsichtigere Haltung der EZB könnten jedoch Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholung des Euro auslösen.
Kurzfristiger Ausblick
Die aktuelle Erholung in Richtung des Widerstands um 1,1640 sollte weiterhin als Verkaufsgelegenheit mit einem potenziellen erneuten Test des Bereichs von 1,1600–1,1580 betrachtet werden. Ein Ausbruch über den Widerstand würde den Weg in Richtung 1,1680–1,1700 ebnen, wo, wie bereits in Euro gibt nach, da der stärkere Dollar das Paar belastet erwähnt, ebenfalls Verkaufsdruck entstehen könnte.
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