Bundestags-Europaausschuss reist zu Gesprächen über Handel und Sicherheit nach Kanada

Bundestags-Europaausschuss reist zu Gesprächen über Handel und Sicherheit nach Kanada
Europaausschuss reist nach Kanada

Vor dem Hintergrund engerer transatlantischer Abstimmungen reist eine Delegation des Europaausschusses vom 16. bis 19. Juni 2026 nach Kanada. Im Fokus der Stationen in Ottawa und Edmonton stehen wirtschaftliche Beziehungen, Fragen der Zusammenarbeit sowie aktuelle internationale und sicherheitspolitische Themen.

Höhepunkte

  • Der Bundestags-Europaausschuss führt in Kanada Gespräche mit Parlament, Exekutive, Wirtschaft und Think Tanks zu Handel, Sicherheit und Wirtschaftspartnerschaft.
  • Kanada gilt als strategischer Rohstoff- und Energiepartner, insbesondere durch das SAFE-Abkommen, und sucht engere Anbindung an die EU und Deutschland.
  • Die Reise verfolgt das Ziel, Kanadas politische und wirtschaftliche Einbindung als wichtigen EU-Partner in den Bereichen Resilienz, Diversifizierung und Sicherheit zu vertiefen.

Politische Agenda und wirtschaftliche Schwerpunkte der Reise

Wie der Deutsche Bundestag mitteilt, dient die Reise dem Austausch mit Abgeordneten und Senatoren im kanadischen Parlament sowie mit Vertretern der Exekutive. Geplant sind zudem Gespräche mit Vertretern der Wirtschaft und mit Think Tanks zu Wirtschaftssicherheit, Resilienz, Diversifizierung und der Partnerschaft mit der EU.

Der Ausschuss sieht Kanada bei Handel, Sicherheitspolitik und Rohstoffen vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland. Nach dieser Einschätzung sucht das Land deshalb vielfach eine engere Bindung an Europa.

Kanada als strategischer Partner für Deutschland und die EU

Kanada ist das erste außereuropäische Land, mit dem ein bilaterales Abkommen im Rahmen von SAFE besteht. Mit seiner transatlantischen und zugleich transpazifischen Ausrichtung gilt das Land auch mit Blick auf Rohstoffe und Energieträger als wichtiger Wertepartner für Deutschland und die Europäische Union.

An der Reise unter Leitung des Ausschussvorsitzenden Anton Hofreiter nehmen die Abgeordneten Alexander Radwan, Pierre Lamely und Chantal Kopf teil. Die Gespräche in Kanada dürften damit auch die politische und wirtschaftliche Einbindung eines für Europa wichtigen Partners weiter ausloten.

In unserem früheren Beitrag zur geplanten Erhöhung der NATO-Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP haben wir beleuchtet, warum die Bundesregierung ein stärkeres Engagement der europäischen Bündnispartner als strategisch notwendig ansieht. Wir erklärten, dass dies vor allem als Reaktion auf die Bedrohung durch Russland und als Schritt zu einer neu austarierten Lastenteilung mit den USA verstanden wird – unter Einbeziehung stärkerer europäischer und kanadischer Beiträge.

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