G7 sieht neue Chancen für Ukraine, Trump signalisiert mehr Druck auf Russland
Beim G7-Gipfel in Évian-les-Bains zeichnet sich für die Ukraine neue diplomatische Bewegung ab, nachdem Donald Trump sich offener für zusätzlichen Druck auf Russland zeigt. Das gilt in den Gesprächen als wichtiger Faktor, weil die europäischen Staaten zugleich weitere Unterstützung für Kiew und Beiträge zur Sicherung der Straße von Hormus in Aussicht stellen.
Höhepunkte
- Trump signalisiert beim G7-Gipfel in Évian-les-Bains Bereitschaft, Druck auf Russland zu erhöhen und U.S.-Sanktionen gegen russische Ölexporte wiederzubeleben.
- Die Ukraine erzielt laut Bericht wieder Geländegewinne und erhält ein neues EU-Unterstützungspaket in Höhe von 90 Milliarden, was Trump beeindruckt haben soll.
- Deutschland zeigt Bereitschaft, moderne Minenjagdboote zur Räumung der Straße von Hormus zu entsenden, um europäische Sicherheit und Abstimmung mit den U.S. zu stärken.
Signale beim G7-Gipfel in Frankreich
Wie BILD berichtet, zeigt sich Trump bei dem Treffen der führenden Industriestaaten in Évian-les-Bains ungewohnt zugänglich und signalisiert Bereitschaft, den Druck auf Moskau zu erhöhen. Nach einer Runde mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sagt Trump öffentlich, Russland solle ein Abkommen schließen, und stellt zudem eine Wiederaufnahme von U.S.-Sanktionen gegen russische Ölexporte in Aussicht.Diese Haltung gilt unter den G7-Partnern als bemerkenswert, weil aus ihrer Sicht vor allem Washington Einfluss auf den Kreml ausüben kann. Trump lässt nach dem Bericht zunächst offen, ob er konkrete europäische Angebote im Nahen Osten annehmen will, während die Gespräche zugleich auf künftige Schritte zur Unterstützung der Ukraine gerichtet sind.
Auch das deutsch-amerikanische Verhältnis wirkt am Rande des Gipfels entspannter. Bundeskanzler Friedrich Merz beschreibt Trump am Abend als sehr kooperativ und aufmerksam zuhörend, seine Aussagen zu Russland seien sehr klar gewesen.
Europäische Unterstützung für Ukraine und Hormus
Die neue Dynamik fällt in eine Phase, in der die Ukraine nach Darstellung des Berichts militärisch wieder etwas stärker dasteht. Genannt werden wiederholte Geländegewinne sowie Drohneneinsätze, die Russland unter Druck setzen, außerdem ein neues EU-Unterstützungspaket von 90 Milliarden, das Trump beeindruckt haben soll.Parallel beraten die G7-Staaten über mögliche Hilfen zur Räumung der von Iran seit Monaten blockierten Straße von Hormus. Deutschland erklärt bereits vor der Abreise von Merz seine Bereitschaft, moderne Minenjagdboote in die Meerenge zu entsenden, falls ein entsprechender Beitrag gefragt ist.
Für Europa verbindet sich damit ein doppeltes Ziel: mehr Sicherheit auf einer zentralen Handelsroute und zugleich eine engere Abstimmung mit den U.S. über die nächsten Schritte gegenüber Russland. Ob daraus rasch neue Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew entstehen, bleibt offen, doch die Signale aus Évian-les-Bains nähren bei den Verbündeten neue Erwartungen.
In unserem früheren Beitrag haben wir über die symbolische Annäherung zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und U.S.-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel in Évian-les-Bains berichtet. Dabei überreichte Merz Trump ein DFB-Trikot mit dessen Namen und der Nummer 47 und suchte nach den Iran-Irritationen im Frühjahr den Neustart im direkten Gespräch. Zugleich stand bereits damals die Forderung nach konkreten Beiträgen zur Sicherung der Straße von Hormus, etwa durch deutsche Minenjagdboote, im Raum.
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