EUR/USD bleibt nach einer Reihe starker US-Makrodaten und einem restriktiveren Ton der Federal Reserve unter Druck. Jüngste Signale von Fed-Vertretern haben die Erwartung gefestigt, dass die Zinssätze länger auf einem hohen Niveau bleiben könnten, was die Renditen von US-Staatsanleihen stützt und die Nachfrage nach dem Dollar ankurbelt.
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Zusätzliche Unterstützung erhält der Greenback durch die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes und anhaltende Inflationsrisiken, die beide die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen geldpolitischen Lockerung verringern.
EZB-Zinserhöhung stützt den Euro nicht
Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins im Juni auf 2,25 % angehoben, doch dieser Schritt war von den Märkten bereits vollständig eingepreist. Zudem behielten die Entscheidungsträger eine vorsichtige Haltung bei und gaben keine klaren Hinweise auf weitere Straffungen. Gleichzeitig revidierte die EZB ihre Inflationsprognosen nach oben, während sie die Wachstumsaussichten für die Wirtschaft der Eurozone senkte, was die Sorgen über die wirtschaftlichen Perspektiven der Region verstärkte. Infolgedessen konnte der Euro aus der Entscheidung keine nennenswerte Unterstützung gewinnen.
Technischer Ausblick: Verkäufer behalten die Kontrolle
Das Paar ist unter die wichtige Unterstützungszone bei 1,1500–1,1520 gefallen und auf neue lokale Tiefststände nahe 1,1450 abgerutscht. Die wichtigsten gleitenden Durchschnitte sind weiterhin nach unten geneigt und liegen über dem aktuellen Kursniveau, was das vorherrschende bärische Momentum bestätigt. Solange EUR/USD unter dem Bereich von 1,1520–1,1550 handelt, dürften die Verkäufer die Oberhand behalten. Unmittelbare Abwärtsziele liegen bei 1,1430 und 1,1400, während eine Rückkehr über 1,1550 das erste Anzeichen dafür wäre, dass der bärische Druck nachlässt.
Was als Nächstes zu beachten ist
Kurzfristig wird EUR/USD weiterhin primär von den Erwartungen an die künftige Politik der Federal Reserve sowie von den anstehenden US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten getrieben. Solange die Märkte einen relativ restriktiveren geldpolitischen Pfad in den USA als in der Eurozone einpreisen, dürfte der Dollar unterstützt bleiben. Der Basisausblick für den Euro bleibt moderat negativ, mit dem Risiko eines Tests der Marke von 1,1400, falls die US-Wirtschaftsdaten weiterhin die Erwartungen übertreffen, wie bereits in der vorangegangenen Analyse mit dem Titel EUR/USD markiert neue lokale Tiefs und testet wichtige Unterstützung festgestellt wurde.
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