Zoll geht mit Razzien gegen mutmaßliche Schwarzarbeit in süddeutscher Baubranche vor
In Bayern und Baden-Württemberg durchsucht der Zoll mehrere Objekte im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung in der Baubranche. Im Fokus stehen acht Beschuldigte, gegen die die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen mutmaßlicher Verstöße bei Sozialversicherung und Einschleusung von Arbeitskräften ermittelt.
Höhepunkte
- Am 23. Juni 2026 durchsuchen rund 370 Zolleinsatzkräfte Geschäftsräume, Baustellen und Wohnungen im süddeutschen Baubereich wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit.
- Die Ermittlungen richten sich gegen acht Beschuldigte, denen Sozialversicherungsbetrug in Höhe von 23 Millionen Euro und illegale Schleusung zur Last gelegt wird.
- Bei den Durchsuchungen sichern die Behörden rund 250.000 Euro Bargeld, pfänden mehrere Fahrzeuge und nehmen vier Personen fest.
Ermittlungen und Sicherstellungen vom 23. Juni
Wie der Zoll mitteilte, durchsucht die Finanzkontrolle Schwarzarbeit am 23. Juni 2026 mit rund 370 Einsatzkräften mehrerer Hauptzollämter Geschäftsräume, Baustellen und Wohnungen der Beschuldigten im süddeutschen Raum. Dabei stellen die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher.Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Augsburg laufen Verfahren gegen acht Beschuldigte. Sie stehen im Verdacht, Arbeitnehmer nicht oder nicht korrekt zur Sozialversicherung angemeldet, Ausländer eingeschleust und teilweise Beihilfe zu diesen Taten geleistet zu haben.
Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Beschuldigten als Bande organisiert haben, um im Rahmen eines Werkvertragsverfahrens Arbeitnehmer aus einem Drittland unrechtmäßig nach Deutschland einzuschleusen. Der mutmaßliche Schaden bei den Sozialversicherungsbeiträgen beläuft sich auf 23 Millionen Euro.
Folgen für Baubranche und weiteres Verfahren
Bei den Durchsuchungen sichern die Behörden zudem rund 250.000 Euro Bargeld und pfänden mehrere Fahrzeuge. Vier Personen werden festgenommen.Im Anschluss werten die Einsatzkräfte die sichergestellten Beweismittel aus. Wegen der laufenden Ermittlungen machen die Behörden derzeit keine weiteren Angaben, während der Fall die Risiken von Schwarzarbeit, illegaler Beschäftigung und Beitragsausfällen in der Baubranche unterstreicht.
Die Kosten der Beamtenbesoldung und Pensionen in Deutschland standen in unserem früheren Beitrag im Fokus: Laut den dort genannten Berechnungen summieren sich Gehälter und Versorgungsleistungen für aktive und ehemalige Beamte auf 244 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem wurde erläutert, dass die Empfehlungen der Rentenkommission den Reformdruck erhöhen könnten, weil Änderungen in der gesetzlichen Rente wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung übertragen werden sollen.
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