Axel Springer schließt Telegraph-Übernahme nach Freigaben in UK, Irland und Österreich ab
Mit dem Abschluss der Übernahme der britischen Zeitung „Telegraph“ baut Axel Springer seine internationale Präsenz im Mediengeschäft weiter aus. Die Transaktion folgt auf regulatorische Genehmigungen in UK, Irland und Österreich und bewertet die Telegraph Media Group mit 575 Millionen britischen Pfund.
Höhepunkte
- Axel Springer schließt für 575 Millionen britische Pfund die Übernahme der Telegraph Media Group nach regulatorischen Freigaben in UK, Irland und Österreich ab.
- Axel Springer plant eine Expansion der Telegraph-Gruppe in den US-Markt und will dazu die eigenen Marken Politico und Business Insider einbinden.
- Mit dem Kauf des Telegraph ist Axel Springer einem Verkauf an Daily Mail-Eigentümer Jonathan Harmsworth zuvorgekommen und stärkt seine internationale Marktpräsenz.
Übernahmedetails und Expansionsplan
Wie Axel Springer mitteilte, erfolgt der Abschluss der Transaktion nach allen erforderlichen regulatorischen Genehmigungen in UK, Irland und Österreich. Der Berliner Medienkonzern erklärt, damit sei die Zukunft eines der renommiertesten Medienunternehmen Großbritanniens gesichert.Für die Telegraph Media Group zahlt Axel Springer dem bisherigen Eigentümer RedBird IMI 575 Millionen britische Pfund, umgerechnet 661 Millionen Euro. Der „Telegraph“ zählt zu den ältesten Zeitungen Großbritanniens und ist ein traditionsreicher Titel auf dem britischen Medienmarkt.
Strategische Bedeutung für den Medienkonzern
Axel Springer will nach eigenen Angaben die Expansion der „Telegraph“-Gruppe in den U.S.-Markt vorantreiben. Dabei will der Konzern auch seine bestehenden Marken „Politico“ und „Business Insider“ nutzen, um das internationale Wachstum zu unterstützen.Dem Medienhaus wird seit längerem nachgesagt, nach weiteren Zukäufen zur Stärkung des Geschäfts zu suchen. Mit dem nun vollzogenen Kauf kommt Axel Springer einem ursprünglich geplanten Verkauf an den Eigentümer der „Daily Mail“, Jonathan Harmsworth, zuvor, über den die Financial Times zuvor berichtet hatte.
In unserem früheren Artikel zur angekündigten Aufspaltung von Comcast haben wir erläutert, dass der Konzern seine Medien- und Technologieaktivitäten in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen trennen will, wobei NBCUniversal und Sky abgespalten werden sollen. Wir haben zudem aufgezeigt, wie die Nachricht kurzfristig für einen deutlichen Kursimpuls sorgte, während technische Indikatoren zugleich auf überkaufte Bedingungen und erhöhte Volatilität hindeuteten.
Neueste UK Nachrichten
- Forex
- Crypto