Bund plant DAkkS-Reform für effizientere Akkreditierungsverfahren in Deutschland

Bund plant DAkkS-Reform für effizientere Akkreditierungsverfahren in Deutschland
DAkkS-Reform angekündigt

Die Bundesregierung treibt 2026 die Neuaufstellung der Deutschen Akkreditierungsstelle voran, um das Qualitätsversprechen von Produkten und Dienstleistungen in Deutschland zu sichern. Der Reformprozess zielt auf effektivere und kosteneffizientere Akkreditierungsverfahren und betrifft damit zentrale Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Das Wichtigste

  • Die Bundesregierung leitet 2026 eine umfassende Reform der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) für effizientere und kostengünstigere Akkreditierungsverfahren ein.
  • Das Ende März 2026 veröffentlichte Eckpunktepapier des BMWi sieht eine neue, verlässliche Gesellschafterstruktur der DAkkS im Einklang mit europäischem Recht vor.
  • Die Reform stärkt international anerkannte Akkreditierungsverfahren und bleibt für Unternehmen und den Qualitätsnachweis deutscher Produkte nach Regierungsangaben wirtschaftlich entscheidend.

Reformagenda und neue Governance-Struktur

Wie der Deutsche Bundestag berichtet, bekräftigt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen die wirtschaftliche Bedeutung der Deutschen Akkreditierungsstelle, DAkkS. Sie hat 2026 einen Reformprozess eingeleitet, damit Akkreditierungsverfahren künftig effektiver und kosteneffizienter ausgestaltet werden und die international anerkannte Qualitätssicherung erhalten bleibt.

Im Mittelpunkt steht nach Darstellung der Regierung die strukturelle und personelle Neuaufstellung der DAkkS. Der Prozess wird unter Einbindung von Stakeholdern, zuständigen Ressorts und Behörden weiter vorangetrieben; auch die neue Interims-Geschäftsführung sowie alle Gesellschafter sind daran beteiligt.

Ein Ende März 2026 erstelltes Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, BMWE, beschreibt zudem eine Akkreditierungsstrategie und Reformagenda für die DAkkS. Darin wird eine verlässliche Gesellschafterstruktur als wesentlich hervorgehoben, die mit den Vorgaben des europäischen Akkreditierungsrechts vereinbar ist.

Bedeutung für Unternehmen und Rechtsrahmen

Für die deutsche Wirtschaft hat die Reform nach Einschätzung der Bundesregierung erhebliches Gewicht, weil die DAkkS eine besondere Rolle im Qualitätsnachweis von Produkten und Dienstleistungen spielt. Eine zukunftssichere Ausgestaltung der Strukturen soll Unternehmen verlässliche und international anerkannte Akkreditierungsverfahren sichern.

Der Bund will als Gesellschafter der DAkkS GmbH, soweit erforderlich und gegebenenfalls in Abstimmung mit den anderen Gesellschaftern, sicherstellen, dass die Stelle auch künftig die Voraussetzungen für die Beleihung nach Paragraf 10 des Akkreditierungsstellengesetzes erfüllt. Dazu zählt nach Angaben der Regierung auch eine staatsdominierte Gesellschafterstruktur.

In unserem früheren Beitrag zur Kabinettsklausur der Bundesregierung in Schloss Neuhardenberg haben wir dargestellt, welche Maßnahmen für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit diskutiert wurden – von der Hightech Agenda bis zum schnelleren Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen. Ein zentraler Punkt war dabei der geplante Bürokratieabbau durch ein Innovationsfreiheitsgesetz, das Verfahren für Wissenschaft und Unternehmen vereinfachen soll. Diese Reformlinie bildet den übergeordneten Kontext für die nun geplante Neuaufstellung der DAkkS mit effizienteren Strukturen und klarer Governance.

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