Kölner Zoll kontrolliert Sicherheitsfirmen bei Bayer-Leverkusen-Heimspiel
Bei einem Bundesligaheimspiel von Bayer Leverkusen steht der Einsatz von Sicherheits- und Servicekräften im Fokus einer groß angelegten Kontrolle. Rund 50 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Kölner Zolls überprüfen am 20. September 2026 fast 170 Beschäftigte von 13 Firmen, begleitet von zwölf Mitarbeitenden des Leverkusener Ordnungsamts.
Das Wichtigste
- Der Kölner Zoll stellt beim Heimspiel von Bayer Leverkusen eine 24-jährige Marokkanerin ohne Arbeitserlaubnis als Sicherheitskraft fest und leitet Verfahren ein.
- Bei einem weiteren Unternehmen ergeben sich erste Hinweise auf Nichtzahlung des gesetzlichen Mindestlohns an Sicherheits- und Servicekräfte.
- Laut Hauptzollamt Köln folgen umfassende Prüfungen von Lohn- und Finanzbuchhaltungen sowie Ermittlungen zur ordnungsgemäßen Sozialversicherung der Beschäftigten.
Kontrolle bei Stadiondiensten und erste Verfahren
Wie Zoll mitteilt, stellen die Behörden bei dem Einsatz fest, dass eine 24-jährige Marokkanerin ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis als Sicherheitskraft beschäftigt wird. Noch vor Ort leiten die Ermittler gegen die Frau und ihren Arbeitgeber Verfahren ein.Bei einem weiteren Unternehmen gibt es nach der Kontrolle erste Anhaltspunkte dafür, dass Beschäftigten nicht der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wird. Die Überprüfung erfasst Sicherheits- und Servicekräfte, die beim Heimspiel von Bayer Leverkusen eingesetzt sind.
Weitere Prüfungen zu Mindestlohn und Sozialversicherung
Nach Angaben des Hauptzollamts Köln ist die Befragung der Beschäftigten vor Ort nur der Einstieg in die weiteren Ermittlungen. Erst nach Auswertung der Angaben lässt sich feststellen, ob alle angetroffenen Personen ordnungsgemäß zur Sozialversicherung gemeldet sind oder unrechtmäßig Sozialleistungen beziehen.Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, erklärt, dass die Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns häufig vertiefte Prüfungen von Geschäftsunterlagen erfordert. Dazu zählen insbesondere die Lohn- und Finanzbuchhaltung der betroffenen Firmen.
Über einen grenzüberschreitenden Zoll- und Ermittlereinsatz gegen mutmaßliche Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit haben wir bereits berichtet. Im Zentrum stand ein Netzwerk mit Scheinfirmen, das Bargeld aus illegalen Quellen in den regulären Zahlungsverkehr eingeschleust und dabei auch Schwarzlohnzahlungen sowie unberechtigte Vorsteuerabzüge organisiert haben soll.
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