Erdgaspreise erholen sich, da kälteres Wetter die Nachfrage antreibt
Die Erdgas-Futures erlebten einen volatilen Handelstag und erholten sich nach einem Einbruch unter 3,4 $/MMBtu. Dieser drastische Rückgang erfolgte nach dem Bericht der Energy Information Administration (EIA) über eine geringer als erwartete Abnahme der Erdgasspeicher.
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Die EIA teilte mit, dass die US-Versorgungsunternehmen in der vergangenen Woche 116 Milliarden Kubikfuß (bcf) Erdgas entnommen haben und damit hinter den Markterwartungen von 127 bcf zurückblieben. Die Gesamtvorräte liegen nun bei 3.414 Mrd. Kubikfuß - 4,7 % über dem Fünfjahresdurchschnitt, aber 1,9 % niedriger als im Vorjahr. Trotz dieses Rückschlags sind die Erdgaspreise auf dem Weg zu einem wöchentlichen Anstieg, da für den Zeitraum vom 6. bis 17. Januar kälteres Wetter als üblich vorhergesagt wird.
Dynamik der Erdgaspreise (Nov 2024 - Jan 2025) Quelle: TradingView.
Wichtige Niveaus und technischer Ausblick
Die Erdgaspreise zeigten sich widerstandsfähig und erholten sich auf 3,584 $, nachdem sie kurzzeitig eine wichtige Unterstützungsmarke bei 3,354 $ berührt hatten. Analysten weisen darauf hin, dass der 50-Tage-EMA (Exponential Moving Average) bei 3,495 $ als unmittelbarer Widerstandspunkt dient. Ein Durchbruch über 3,607 $ könnte einen erneuten Aufwärtstrend bestätigen, wobei die Aufwärtsziele bei 3,923 $ und 4,199 $ liegen. Gelingt es den Kursen hingegen nicht, sich über der Marke von 3,354 $ zu halten, könnte es zu weiteren Rückgängen in Richtung 3,164 $ kommen. Darüber hinaus bleibt der 200-Tage-EMA bei 3,111 $ eine wichtige langfristige Unterstützung.
Marktdynamik und globale Faktoren
Die Marktstimmung wird nach wie vor durch die zunehmenden Gaslieferungen an die US-amerikanischen Flüssigerdgas-Exportanlagen beeinflusst, die nach dem Auslaufen des russisch-ukrainischen Gastransitabkommens voraussichtlich anhalten werden. Dies hat die Abhängigkeit Europas von US-amerikanischen LNG-Exporten erhöht, was die Preise insgesamt stärkt. Der weitere Aufwärtstrend des Marktes hängt jedoch davon ab, dass die Marke von 3,570 $ nachhaltig überschritten wird, da die stochastischen Indikatoren auf eine mögliche Konsolidierung in der Nähe dieses Niveaus hinweisen, bevor ein Ausbruch erfolgt.
Da die kältere Witterung die wichtigsten Regionen erfasst, wird mit einem starken Anstieg der Heizungsnachfrage gerechnet, was den Aufwärtsdruck auf die Erdgaspreise verstärkt. Analysten geben zu bedenken, dass die aktuellen Prognosen zwar für Zuwächse sprechen, dass aber geopolitische Entwicklungen und schwankende Exporttrends eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der langfristigen Preisstabilität spielen werden.
In unserer früheren Berichterstattung haben wir die Auswirkungen des ausgelaufenen Transitabkommens zwischen der Ukraine und Russland auf die globale Erdgasdynamik hervorgehoben, ebenso wie die Vorhersagen eines kalten Winters, der die Nachfrage in die Höhe treibt. Diese Faktoren bestimmen weiterhin die Entwicklung des Marktes, da die Händler angesichts der geopolitischen Entwicklungen und der schwankenden LNG-Ströme vorsichtig bleiben.
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