Yum Brands verkauft Pizza Hut für 1,5 Milliarden Dollar nach jahrelangen Herausforderungen

Yum Brands verkauft Pizza Hut für 1,5 Milliarden Dollar nach jahrelangen Herausforderungen
Pizza Hut bekommt neuen Eigentümer

​Yum Brands verkauft Pizza Hut für rund 1,5 Milliarden Dollar an die Investmentfirma LongRange Capital. Zudem werden die Pizza-Hut-Restaurants auf dem chinesischen Festland veräußert. Yum China wird diese Vermögenswerte separat für etwa 1,2 Milliarden Dollar erwerben.

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Laut CNBC erwartet Yum aus beiden Transaktionen nach Steuern und Gebühren einen Nettoerlös von rund 2,3 Milliarden Dollar. Dieser Betrag enthält keine mögliche Zusatzzahlung von 75 Millionen Dollar durch LongRange bis 2030. Yum rechnet zudem mit einmaligen Aufwendungen von etwa 85 Millionen Dollar in der zweiten Jahreshälfte 2026 im Zusammenhang mit den Verkäufen.

Verkauf als Ausweg aus der Krise

Der Deal beendet eine schwierige, mehrjährige Phase für Pizza Hut. Die Kette hatte die finanzielle Performance von Yum lange Zeit belastet. In den USA versuchte Pizza Hut, sich von seinem alten Dine-in-Format mit Salatbars zu lösen und sich auf Delivery und Carryout zu konzentrieren. Dieser Wandel kam jedoch später als bei der Konkurrenz, was das Unternehmen dazu zwang, einige Standorte zu schließen.

Domino’s Pizza gewinnt seit Jahren Marktanteile von Pizza Hut. Drittanbieter-Lieferdienste wie DoorDash erhöhten den Druck zusätzlich und übernahmen ebenfalls Teile des Umsatzes der Kette.

Im November erklärte Yum, strategische Optionen für Pizza Hut zu prüfen. Das Unternehmen ist nun zu dem Schluss gekommen, dass der Verkauf der Kette der beste Weg ist, um den Shareholder Value zu steigern. Yum glaubt zudem, dass Pizza Hut eine Eigentümerstruktur erhalten wird, die besser auf seine Märkte, Wettbewerbsstärken und langfristigen Ziele zugeschnitten ist.

Die Geschichte von Pizza Hut

Pizza Hut wurde 1958 von den Brüdern Dan und Frank Carney in Wichita, Kansas, gegründet. Ein Jahr später begannen sie, die Kette durch Franchising zu erweitern.

1969 ging Pizza Hut an die Börse. Zwei Jahre später wurde es zur weltweit größten Pizzakette. Das Unternehmen hielt diesen Status über Jahrzehnte, verlor den Spitzenplatz jedoch 2017 an Domino’s.

Der Verkauf von Pizza Hut beendet die langjährige Verbindung mit Taco Bell und KFC, zwei weiteren großen Marken im Portfolio von Yum.

PepsiCo kaufte Pizza Hut im Jahr 1977. Der Deal markierte den Einstieg des Getränkekonzerns in das Restaurantgeschäft. Bis 1986 besaß PepsiCo auch Taco Bell und KFC. 1997 spaltete das Unternehmen sein Restaurantgeschäft in eine separate Einheit namens Tricon Global Restaurants ab. Diese wurde später in Yum Brands umbenannt.

Zur Erinnerung: Pizza Hut war zuvor in einen Rechtsstreit über ein Liefersystem verwickelt.

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