Nikkei 225 steigt, da die Anleger die Inflationsdaten und den Ausblick für Jackson Hole berücksichtigen
Der Nikkei 225 schloss am Freitag mit einem leichten Plus von 0,05 Prozent bei 42.633 Punkten, während der Topix-Index um 0,58 Prozent auf 3.101 Punkte zulegte. Der bescheidene Anstieg beendete eine dreitägige Verlustserie, aber beide Benchmarks verzeichneten dennoch wöchentliche Verluste, wobei der Nikkei um 1,72 Prozent und der Topix um 0,22 Prozent nachgaben.
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Höhepunkte
- Der Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 0,05% bei 42.633 und beendete damit eine dreitägige Verlustserie.
- Der japanische Verbraucherpreisindex stieg im Juli um 3,1% und lag damit über dem 2%-Ziel der Bank of Japan.
- Die Anleger warten auf die Rede von Powell in Jackson Hole, um Hinweise auf die globale Politik zu erhalten.
Die Anleger hielten die japanischen Inflationsdaten im Gleichgewicht mit der weltweiten Aufmerksamkeit für das Symposium der Federal Reserve in Jackson Hole, das die Erwartungen an die Politik bis zum Herbst beeinflussen könnte.
Inflationsdaten werfen Fragen zum politischen Kurs der BOJ auf
Der japanische Kerninflationsindex stieg im Juli im Jahresvergleich um 3,1 Prozent, was einem Rückgang von 3,3 Prozent im Juni entspricht, aber leicht über den Prognosen von 3 Prozent liegt. Obwohl sich das Tempo abschwächte, liegt der Wert nach wie vor über dem 2-Prozent-Ziel der Bank of Japan, was die Spekulationen verstärkt, dass die politischen Entscheidungsträger die Steuerung der Renditekurve anpassen oder die Zinssätze im Laufe dieses Jahres anheben könnten. Der Yen wurde in den letzten Wochen durch solche Erwartungen relativ gestützt, obwohl breitere Bewegungen weiterhin von der US-Zinsdynamik abhängen.

Dynamik des Nikkei 225 Index (Quelle: TradingView)
Marktteilnehmer merkten an, dass der Inflationshintergrund die Komplexität für die BOJ erhöht, die unter Druck steht, ihre Politik zu normalisieren und gleichzeitig die Stabilität der Kreditmärkte zu gewährleisten. Analysten vermuten, dass selbst eine geringfügige Änderung der Haltung der Zentralbank Auswirkungen auf die globalen Vermögensströme haben könnte, da Japan eine wichtige Finanzierungsquelle für globale Carry Trades ist.
Nikkei hält Trendlinienunterstützung trotz wöchentlichem Verlust
Der Nikkei 225-Index befindet sich seit den Tiefstständen im April weiterhin in einem Aufwärtstrend, wobei höhere Tiefststände bis zum Sommer einen Aufwärtskanal bilden. Nachdem er Anfang des Monats seinen Höchststand bei 42.900 erreicht hatte, hat sich die Dynamik abgekühlt, so dass der Schlusskurs vom Freitag knapp unter diesem Wert lag. Die technischen Daten zeigen, dass die Trendlinie widerstandsfähig ist, obwohl die kurzfristige Überzeugung nachgelassen hat.
Die gleitenden Durchschnitte bleiben unterstützend: der 20-Tage-EMA liegt bei 42.032, der 50-Tage-EMA bei 40.665, der 100-Tage-EMA bei 39.520 und der 200-Tage-EMA bei 38.707. Der Index liegt nach wie vor über all diesen Werten, was die mittelfristige Stärke unterstreicht. Ein Pullback in Richtung der 41.000-40.600er-Marke, die mit dem 50-Tage-EMA zusammenfällt, könnte Käufer anlocken, während ein Ausbruch über 42.900 die Voraussetzungen für eine Bewegung in Richtung 44.000 schaffen würde.
Die Momentum-Indikatoren mahnen zur Vorsicht. Der RSI ist von einem überkauften Niveau abgerutscht, während das geringere Handelsvolumen darauf schließen lässt, dass die Anleger auf einen Katalysator warten, bevor sie neue Positionen eingehen.
Sektorbewegungen und externe Katalysatoren
Die Performance am Freitag wurde durch selektive Gewinne unterstützt. Finanzwerte stiegen, wobei Mitsubishi UFJ um 1,6 Prozent zulegte, was die Erwartung widerspiegelt, dass steigende Inlandssätze die Rentabilität der Banken erhöhen werden. Technologie- und KI-bezogene Namen legten ebenfalls zu, wobei SoftBank um 2 Prozent und Lasertec um 2,5 Prozent zulegten, was die allgemeine Begeisterung über den globalen Halbleiterzyklus widerspiegelt. Die Versorger schlossen sich der Bewegung an, wobei Tokyo Electric Power um 1,8 Prozent zulegte. Das externe Umfeld bleibt entscheidend. Angesichts der geplanten Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell in Jackson Hole sind die Märkte zurückhaltend. Sollte Powell einen langsameren Ansatz zur Lockerung der Geldpolitik signalisieren, könnte der Dollar fest bleiben und die Renditen von Staatsanleihen steigen, was die globalen Aktien belasten würde. Umgekehrt würden dovishe Andeutungen Risikoanlagen, einschließlich japanischer Aktien, unterstützen, indem sie die finanziellen Bedingungen lockern und die ausländischen Zuflüsse aufrechterhalten.
Ausländische Anleger waren in diesem Jahr die Haupttriebfeder für Japans Aufschwung, da sie von Reformen, starken Gewinnen und der relativen Stabilität im Vergleich zu China angezogen wurden. Anhaltende Zuflüsse sind der Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Aufwärtstrends, obwohl ein stärkerer Yen oder ein nachlassender globaler Appetit die Dynamik in Frage stellen könnten.
In früheren Analysen wurde die Widerstandsfähigkeit des Nikkei oberhalb der wichtigsten EMAs hervorgehoben , wobei eine Konsolidierung erwartet wird, da der Index die früheren Gewinne verdaut. Das aktuelle Setup bestätigt diese Aussichten, da sich der Kurs über der Trendlinie hält, selbst wenn sich die Dynamik abkühlt. Die nächste entscheidende Bewegung hängt davon ab, ob die Käufer einen Ausbruch über 42.900 erzwingen oder ob sich zunächst eine Korrekturphase in Richtung des Bereichs von 41.000 entwickelt.
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