Nikkei 225 gibt nach, da der globale Gegenwind die Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellt

Nikkei 225 gibt nach, da der globale Gegenwind die Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellt
Der Nikkei 225 fällt auf 42.189 Punkte zurück, da der globale Gegenwind und die schwachen Fabrikdaten die Stimmung belasten

Der Nikkei 225 eröffnete den September unter Druck und rutschte um 1,24% auf 42.189 Punkte, da die japanischen Aktien den Rückzug der Wall Street nach den unerwartet guten US-Inflationsdaten nachvollzogen. Der Topix-Index verlor ebenfalls 0,39 %, was die Breite der Verkäufe verdeutlicht. Der starke Dollar, die höheren Renditen der US-Staatsanleihen und das Schreckgespenst einer langsameren geldpolitischen Lockerung in den USA schlugen in ganz Asien Wellen, wobei Japans exportlastiger Technologiesektor die stärksten Rückgänge hinnehmen musste.

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Höhepunkte

- Der Nikkei 225 fiel um 1,24% auf 42.189, da sich die globale Risikostimmung aufgrund der US-Inflationsdaten verschlechterte.

- Die japanischen Investitionsausgaben stiegen im zweiten Quartal um 7,6 %, was durch den schwachen PMI von 49,7, der eine Kontraktion der Fabriken signalisiert, ausgeglichen wurde.

- Die wichtigste Unterstützung liegt bei 41.800, während der Widerstand bei 43.500-44.000 die nächste Richtungsänderung definiert.

Ein Bundesberufungsgericht hat die gegenseitigen Zölle von Präsident Trump für ungültig erklärt und der Regierung eine Frist bis zum 14. Oktober eingeräumt, um in Berufung zu gehen, was die Unsicherheit noch vergrößert. Das Urteil sorgt für politische Unklarheit in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und Japan, einer Schlüsselvariablen für Unternehmen, die auf grenzüberschreitende Handelsströme angewiesen sind. Vor diesem Hintergrund gaben Technologieunternehmen wie Advantest, Disco und SoftBank Group zwischen 5 % und 8 % nach und spiegelten damit die Schwäche des Nasdaq wider.

Inländische Fundamentaldaten sorgen für Gleichgewicht

Während externe Risiken den Freitagshandel dominierten, bleibt das interne Bild Japans gemischt. Die Investitionsausgaben stiegen im zweiten Quartal um 7,6 % und übertrafen damit die Prognosen, was das Vertrauen der Unternehmen trotz der weltweiten Volatilität unterstreicht. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für August sank jedoch auf 49,7 und verzeichnete damit den dreizehnten Monat in Folge einen Rückgang, was die anhaltende Schwäche der Industrie offenbart. Diese Kluft - robuste Investitionen gegenüber einer schwachen Produktion - macht die Herausforderung für die politischen Entscheidungsträger deutlich, da sie die Inflation, die weiterhin über dem 2 %-Ziel der Bank of Japan liegt, gegen eine sich verlangsamende Wachstumsbasis abwägen müssen.

Dynamik des Nikkei 225 Index (Quelle: TradingView)

Die Performance der Sektoren spiegelte diese Dualität wider. Technologietitel mussten Verluste hinnehmen, während defensive Aktien den Rückgang auf breiterer Basis begrenzten. Ausländische Anleger, die einen Großteil der Sommerrallye angetrieben haben, könnten ihre Allokationen pausieren, bis Klarheit über globale politische Veränderungen und Japans eigenen Wachstumspfad besteht.

Technischer Ausblick und Momentum

Technisch gesehen befindet sich der Nikkei weiterhin innerhalb eines steigenden Kanals, der seinen Anstieg seit Mai begleitet hat. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 41.800, was mit dem exponentiellen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt übereinstimmt. Wird diese Marke gehalten, bleibt der allgemeine Aufwärtstrend erhalten, während ein Durchbruch die 40.000er-Marke gefährden würde, wo sich die 100- und 200-Tage-EMAs bündeln. Der Widerstand liegt bei 43.500, gefolgt von einer Obergrenze bei 44.000, die den Aufschwung im August begrenzt hat.

Das Momentum hat sich abgeschwächt, ist aber nicht gebrochen. Der RSI auf dem Tages-Chart liegt bei 52 und damit oberhalb des neutralen Bereichs, aber unterhalb der Werte, die eine anhaltende Stärke signalisieren. Eine Bewegung zurück in Richtung 60 würde auf eine erneute Aufwärtsbewegung hindeuten, während ein Abrutschen unter 45 eine Korrekturphase bestätigen würde. Derzeit befindet sich der Index in einer Konsolidierungsphase, die von den weltweiten Schlagzeilen abhängt, aber strukturell von den Inlandsausgaben gestützt wird.

In früheren Analysen wurde die Bedeutung der Unterstützung bei 41.800 und des Widerstands bei 43.500 als kurzfristige Wendepunkte für den Nikkei hervorgehoben. Dieser Rahmen bleibt bestehen. Solide Unternehmensinvestitionen dienen als mittelfristiger Anker, aber handelspolitische Unsicherheiten, US-Inflationsrisiken und die Schwäche der heimischen Industrie bedrohen den Markt weiterhin. Die Beibehaltung der Kanalstruktur hält die zinsbullische Tendenz intakt, aber ein Durchbruch unter 41.800 würde die Aufmerksamkeit auf die tiefere Unterstützung bei 40.000 lenken.

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