Nikkei 225-Index erholt sich auf 42.580, da die Stärke der Technologiebranche die Stimmung hebt
Die japanischen Aktienindizes legten am Donnerstag zu: Der Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 1,53 Prozent bei 42.580 Punkten und der breiter gefasste Topix stieg um 1,03 Prozent auf 3.080 Punkte. Die Bewegung folgte einer von der Technologiebranche geprägten Rallye an der Wall Street und wurde von Kursgewinnen bei den globalen Megacaps unterstützt, nachdem Alphabet in seinem US-Kartellverfahren eine Aufspaltung des Unternehmens vermeiden konnte.
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Höhepunkte
- Der Nikkei 225 stieg um 1,53% auf 42.580; der Topix legte aufgrund von Gewinnen im Technologiesektor um 1,03% auf 3.080 zu.
- Die zehnjährigen JGB-Renditen sanken von ihren 17-Jahres-Höchstständen und stützten die Aktienbewertungen.
- SoftBank stiegen um 6,5 %, da die Käufer in große Technologieunternehmen und zyklische Werte wechselten.
Die Stärke von Apple drang auch nach Asien durch und trug dazu bei, die Risikobereitschaft nach einer schwächeren Sitzung zur Wochenmitte zu stabilisieren. Die Marktbreite verbesserte sich bei den Technologie-, Verbraucher- und Versorgertiteln. SoftBank Group sprang um 6,5 Prozent nach oben, da die Nachfrage nach Wachstumstiteln wieder zunahm. Advantest kletterte um 4,7 Prozent, Fujikura legte um 5,1 Prozent zu, Sanrio stieg um 3,3 Prozent und Tokyo Electric Power legte um 3,1 Prozent zu und signalisierte damit eine breite Beteiligung jenseits einer kleinen Gruppe von Gewinnern. Der Anstieg kam zustande, obwohl die Anleger hinsichtlich des globalen Wachstums und der Handelsbedingungen weiterhin vorsichtig sind, was darauf hindeutet, dass die Positionierung während des Rückgangs zu defensiv war.
Renditen geben nach, da die politischen Signale beständig bleiben
Ein Rückgang der Anleiherenditen sorgte für Rückenwind bei den Bewertungen. Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen sank von ihren jüngsten 17-Jahres-Höchstständen, was den Druck auf die Aktienmultiplikatoren verringerte und durationsabhängigen Sektoren Erleichterung verschaffte. Niedrigere Renditen milderten auch die Befürchtungen, dass die strengeren inländischen Finanzbedingungen die Ertragsdynamik im letzten Quartal des Jahres untergraben könnten.
Die politischen Leitlinien blieben vorhersehbar. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, bekräftigte, dass der Pfad für Zinsanpassungen weiterhin davon abhängt, dass Wachstum und Inflation mit den Prognosen übereinstimmen. Diese Klarheit sorgt für einen stabilen Hintergrund vor den am Freitag anstehenden neuen Lohndaten, die die Erwartungen hinsichtlich des Tempos und des Zeitpunkts einer weiteren Normalisierung beeinflussen könnten. Solange die Löhne nicht stärker anziehen, erwarten die Anleger, dass die Zentralbank vorsichtig agiert und die Unterstützung für Risikoanlagen aufrechterhält.
Technisches Bild: Steigender Kanal hält an
Auf dem Vier-Stunden-Chart hält sich der Nikkei weiterhin an einen aufwärts gerichteten Kanal, der die Rallye seit dem Frühjahr begleitet hat. Der Preis konsolidiert sich oberhalb eines Unterstützungsbandes von 42.400-42.450, wo der exponentielle gleitende 20-Tage-Durchschnitt bei 42.434 und der 50-Tage-EMA bei 42.105 einen mehrschichtigen Boden bilden. Der Relative-Stärke-Index bei 53 deutet auf ein neutrales Momentum hin, das Raum für einen Anstieg lässt, ohne sofort in den überkauften Bereich zu gelangen.

Dynamik des Nikkei 225-Index (Quelle: TradingView)
Der unmittelbare Widerstand für den Nikkei 225 liegt bei 43.000. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau würde wahrscheinlich den Trend in Richtung 44.000 und der Kanalobergrenze um 44.500 wieder ankurbeln. Auf der Abwärtsseite würde ein entscheidender Schritt unter 42.100 den Bereich zwischen 41.200 und 41.000 freilegen, in dem die frühere Nachfrage wiederholt Rückgänge stabilisiert hat. Da sich die globale Technologieführerschaft wieder durchsetzt, spricht der Base Case für eine Fortsetzung des Handels innerhalb des Kanals, während der Markt die eingehenden makroökonomischen Hinweise verdaut.
Aussichten für den Nikkei 225
Die kurzfristige Richtung hängt von der Dauerhaftigkeit der globalen Technologierallye und den am Freitag veröffentlichten Lohndaten im Inland ab. In einem zinsbullischen Szenario würde ein Schlusskurs über 43.000 das Momentum bestätigen und einen Weg in Richtung 44.000 und das Hoch des 44.500-Kanals in den kommenden Sitzungen eröffnen. In einem bärischen Szenario würde ein Scheitern bei 42.100 die Wahrscheinlichkeit eines tieferen Rückgangs in Richtung 41.200 erhöhen, wobei 40.000 als psychologischer Rückhalt dienen würde, falls sich die Risikobedingungen verschlechtern.
Im Moment hält die Kombination aus nachgebenden Anleiherenditen, stabiler politischer Kommunikation und stabiler Unternehmensleistung den Index auf festem Boden. Wenn die globale Risikobereitschaft anhält und die inländischen Daten keine negativen Überraschungen bieten, werden Dip-Käufe innerhalb des etablierten Kanals wahrscheinlich die bevorzugte Strategie bleiben.
In früheren Berichten haben wir darauf hingewiesen, dass die Entwicklung des Nikkei von der Stimmung im Halbleitersektor und den Risiken im Außenhandel abhängt, auch wenn sich der Index innerhalb eines Aufwärtskanals hält, in dem sich die wichtigsten Verteidigungspunkte um die gleitenden Durchschnitte gruppieren. Der heutige Anstieg auf 42.580 Punkte passt in diesen Rahmen: Die Technologieführerschaft kehrte zurück, die Renditen gaben nach, und der Index drückt erneut auf die 43.000 Punkte, die wir als nächste Hürde für eine Trendausweitung bezeichnet hatten.
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