Goldpreis-Prognose: XAU hält sich in der Nähe des Rekords, da der Stillstand in den USA die Nachfrage anheizt

Goldpreis-Prognose: XAU hält sich in der Nähe des Rekords, da der Stillstand in den USA die Nachfrage anheizt
Gold wird bei $3.870 gehandelt, da die Befürchtungen über die Schließung des Flughafens und die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed die Dynamik aufrechterhalten

Der Goldpreis weitete seinen Anstieg am Mittwoch aus und hielt sich in der Nähe von $ 3.870 pro Unze, nachdem er zu Beginn der Woche Rekordhöhen erreicht hatte. Die Erholung spiegelt die verstärkte Nachfrage der Anleger nach Schutzmaßnahmen angesichts der zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit in den Vereinigten Staaten wider.

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Höhepunkte

- Gold wurde um die Marke von $ 3.870 gehandelt und konnte seine Gewinne weiter ausbauen, da die Zuflüsse von Safe-Haven-Anlegern aufgrund der Befürchtungen eines US-Konjunkturabbruchs stark anstiegen.

- Das Metall befindet sich nach wie vor in einer steigenden Handelsspanne mit einem Widerstand bei 3.880 $ und einer Unterstützung bei 3.800-$3.705 $.

- Die Erwartung einer Zinssenkung im Vorfeld der Fed-Sitzung im Oktober stärkt die langfristigen Aussichten des Goldes.

Der Kongress ist nach wie vor nicht in der Lage, sich auf eine vorläufige Finanzierungsvorlage zu einigen, so dass die Regierung immer näher an einen Stillstand heranrückt, der Hunderttausende von Beschäftigten arbeitslos machen und wichtige Dienstleistungen unterbrechen würde. Die Äußerungen von Präsident Trump über einen möglichen Personalabbau haben die Unruhe der Anleger noch verstärkt, während das Risiko verzögerter Wirtschaftsdaten - insbesondere der Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft im September - die Argumente für Gold als defensiven Vermögenswert noch verstärkt hat.

XAU-Preisdynamik (Quelle: TradingView)

Die Aussicht auf schwächere Arbeitsmarktdaten und eine begrenzte Sichtbarkeit vor der Sitzung der US-Notenbank Ende Oktober hat zusätzliche Käufer in Edelmetalle gelockt. In Zeiten politischer und fiskalischer Blockaden erhöhen die Anleger traditionell ihr Engagement in Vermögenswerten, die weniger anfällig für politische Schocks sind, was die Attraktivität von Gold weiter steigert.

Technische Daten deuten auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hin

Der technische Hintergrund unterstreicht die zinsbullische Tendenz. Der Goldpreis bewegt sich seit Mitte August innerhalb eines steigenden Kanals, der durch die exponentiellen gleitenden Durchschnitte der 20- und 50-Tage-Linie, die derzeit bei 3.817 $ und 3.769 $ liegen, beständig unterstützt wird. Der jüngste Anstieg trug die Preise in Richtung der oberen Begrenzung bei 3.880 $. Die Momentum-Indikatoren deuten ebenfalls auf Widerstandsfähigkeit hin. Der Relative Strength Index liegt bei 64 und damit nahe, aber noch nicht im überkauften Bereich. Ein Ausbruch über 3.880 $ könnte einen Weg in Richtung 3.920 $ und der symbolischen 4.000 $-Marke eröffnen. Auf der Unterseite liegt die Unterstützung bei $3.800, gefolgt vom 100-Tage-EMA bei $3.705. Händler weisen darauf hin, dass die übergeordnete zinsbullische Struktur intakt bleibt, solange der Goldpreis nicht unter die Spanne von $3.750 bis $3.770 fällt.

Zinssenkungserwartungen stützen die Aussichten

Die makroökonomischen Faktoren stimmen weiter mit dem technischen Bild überein. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die Zahl der offenen Stellen steigt, während sich die Neueinstellungen verlangsamen, was auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hindeutet. Dies verschafft der Federal Reserve Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik.

Die Märkte rechnen inzwischen mit einer nahezu sicheren Zinssenkung auf der Oktober-Sitzung und mit einer 76%igen Wahrscheinlichkeit mit einer weiteren im Dezember. Niedrigere Zinssätze verringern die Opportunitätskosten des Goldbesitzes und machen es im Vergleich zu renditeträchtigen Anlagen attraktiver. Analysten sind der Ansicht, dass Gold aufgrund der Kombination von Zuflüssen aus sicheren Häfen und den dovishen Erwartungen an die Politik gut positioniert ist, um bis zum Jahresende weiter zu steigen.

In der Vergangenheit haben wir die Rolle von Gold als defensiver Vermögenswert erörtert, wenn politische Instabilität in Washington mit einer lockeren Geldpolitik zusammenfällt. Die jüngste Rallye bestätigt, dass diese Dynamik wieder im Spiel ist, wobei sowohl die Nachfrage nach sicheren Häfen als auch die Zinserwartungen den Anstieg des Metalls verstärken.

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