Silberpreis-Prognose: XAG hält Aufwärtstrend trotz fiskalischer Unsicherheit und Angebotsdefizit aufrecht
Silber wurde am Freitag bei $ 47,70 pro Unze gehandelt und erholte sich damit, nachdem es kurzzeitig unter $ 47 gesunken war. Damit ist Silber auf dem besten Weg zu einem siebten wöchentlichen Anstieg in Folge, der sowohl durch die Nachfrage nach sicheren Häfen als auch durch die Verknappung des Angebots unterstützt wird.
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Höhepunkte
- Silber wird bei 47,70 $ gehandelt und steuert auf den siebten Wochenanstieg in Folge zu.
- Märkte preisen Zinssenkungen der Fed ein, während sich die fiskalischen Bedenken angesichts des Stillstands in den USA verstärken.
- Strukturelle Defizite, die bis 2025 prognostiziert werden, verstärken die optimistischen Aussichten für Silber.

Dynamik des Silberpreises (Quelle: TradingView)
Der Stillstand der US-Regierung hat die fiskalischen Bedenken verschärft und gleichzeitig die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten, einschließlich der Beschäftigtenzahlen für September, verhindert. Dieser Stillstand erschwert die Bewertung der Politik der Federal Reserve und hat die Erwartungen einer weiteren Lockerung der Geldpolitik geschürt. Die Märkte rechnen nun mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte im Oktober und mit einer weiteren Senkung im Dezember.
Diese Dynamik hat die Nachfrage nach Edelmetallen gestärkt, die in einem Niedrigzinsumfeld als renditeschwache Anlagen profitieren. Insbesondere Silber gewinnt als Rohstoff mit doppeltem Verwendungszweck, der sowohl als Währungsabsicherung als auch als Industriemetall dient, an Attraktivität. Die jüngsten ADP-Arbeitsmarktdaten, die für September einen Stellenabbau auswiesen, untermauerten die Argumente für eine Lockerung der Fed, was die Attraktivität des Silbers als sicherer Hafen noch erhöhte.
Strukturelles Defizit untermauert Aufwärtstrend
Abgesehen von den makroökonomischen Faktoren bieten die Fundamentaldaten weiterhin eine langfristige Grundlage für eine Hausse. Das Silver Institute prognostiziert für 2025 zum fünften Mal in Folge ein globales Angebotsdefizit, wobei die jährliche Minenproduktion mit 844 Mio. Unzen deutlich unter der prognostizierten Nachfrage von 940 Mio. Unzen liegen dürfte. Dieses Ungleichgewicht spiegelt die anhaltende industrielle Nutzung in der Solarindustrie und der modernen Elektronik sowie die Investitionsnachfrage wider. Angesichts der anhaltenden Defizite ist der Markt gezwungen, ein knappes Angebot mit der zunehmenden strategischen Bedeutung in Einklang zu bringen, insbesondere im Bereich der Energiewandlungstechnologien, wo Silber unersetzlich ist.
Technische Struktur und Ausblick
Auf dem 4-Stunden-Chart bleibt Silber innerhalb einer aufsteigenden Handelsspanne, die den Aufschwung seit August bestimmt hat. Der Preis liegt bequem über der 20-EMA bei 47,01 $ und der 50-EMA bei 45,98 $, die beide kurzfristige Unterstützung bieten. Längerfristige Unterstützungen befinden sich beim 100-EMA ($44,52) und 200-EMA ($42,63).
Das Momentum bleibt konstruktiv, und das On-Balance-Volumen zeigt trotz der jüngsten Volatilität weiterhin eine Akkumulation. Ein Ausbruch über die 48 $-Marke würde den Weg in Richtung 49,50 $ und möglicherweise die symbolische 50 $-Schwelle frei machen. Gelingt es hingegen nicht, sich über der 45 $-Marke zu halten, besteht die Gefahr eines Rücksetzers in Richtung 43 $, wo die 200-EMA eine wichtige strukturelle Unterstützung darstellt.
Insgesamt bleiben die Aussichten für Silber durch die Kombination aus fiskalischer Unsicherheit, dovishen Erwartungen der Fed und anhaltenden strukturellen Defiziten verankert. Während die kurzfristige Volatilität mit der Betriebsschließung und dem Mangel an offiziellen Datenveröffentlichungen einhergehen könnte, spricht der allgemeine Kursverlauf für weitere Kursgewinne bis zum Jahresende, wobei die 50 $-Marke zunehmend in Reichweite rückt.
In früheren Berichten haben wir hervorgehoben, dass die mehrjährige Defizitstory von Silber weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung seines Aufwärtstrends spielt, selbst wenn sich die politischen Signale in den USA ändern. Dieses Narrativ ist nach wie vor intakt, wobei die aktuelle Rallye erneut auf der doppelten Unterstützung durch die Erwartungen einer makroökonomischen Lockerung und chronische Angebotsdefizite beruht.
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